McLaren P1: Autosalon Genf 2013 UPDATE

— 26.02.2013

So kommt der McLaren P1

In Genf 2013 wird der McLaren P1 enthüllt. Jetzt gibt's die entscheidenden Infos: Fahrleistungen, Preis – und erste Fotos von der Serienversion!



Nach langem Hinhalten und reichlich Salami-Taktik rückt der britische Sportwagenbauer McLaren nun – einige Tage vor der offiziellen Präsentation auf dem Autosalon Genf 2013 – mit den ersten Serien-Fotos seines neuen Supersportwagens P1 heraus. Wie der Prototyp schon erahnen ließ, unterscheidet sich die Serienversion kaum von der 2012er Paris-Studie. Was auch gut ist, denn die war schließlich mehr als lecker. Das empfanden auch die potenziellen Kunden so, die McLaren zum Design des P1 befragte. Einhellige Meinung: So lassen.

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Den Mega-Sprint aus dem Stand auf Tempo 300 absolviert der P1 in 17 Sekunden und ist damit 23 Prozent schneller als der legendäre McLaren F1.

Die Fahrleistungen sprechen für sich: Den Mega-Sprint aus dem Stand auf Tempo 300 absolviert der P1 in 17 Sekunden und ist damit um 23 Prozent schneller als der legendäre McLaren F1. Von null bis Tempo 100 vergehen weniger als drei Sekunden, bis Tempo 200 weniger als sieben Sekunden. Bei 350 km/h wird McLarens Neuer elektronisch eingebremst. Einhalt gebieten sollen der Kraft neuartige Carbon-Keramik-Bremsen, die noch nie zuvor bei einem Straßenauto verwendet wurden. Den Startpreis für den P1 gibt McLaren mit 1,067 Millionen Euro an. Angesichts dieser Summe dürfte es für die meisten Zeitgenossen zu verschmerzen sein, dass es lediglich 375 Exemplare des Supersportlers geben wird.

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Der E-Motor sitzt zwischen Kurbelwelle und Getriebe des V8 und schickt seine Kraft direkt über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Kernstück der Antriebseinheit bildet ein 3,8 Liter großer V8-Motor, der es auf eine Leistung von 737 PS und 720 Newtonmeter Drehmoment bringt. Doch damit nicht genug. Dem V8 zur Seite gestellt wurde ein kraftvoller Elektromotor, der zwischen Kurbelwelle und Getriebe des doppelt aufgeladenen Aggregats sitzt und direkt über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe noch einmal 179 PS und 260 Nm beisteuert. Zusammen bringt es die Hybrid-Einheit somit auf 916 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment. Da der Mittelmotor-Sportler bis zu 20 Kilometer rein elektrisch fahren kann, soll sich eine CO2-Emission von weniger als 200g pro Kilometer ergeben.

Video: Erlkönig McLaren P1

Überflieger von der Insel

Durch die geschickte Platzierung des Elektromotors und das neu entwickelte IPS-"Boost"-Sytem stehen dem McLaren P1 bei Bedarf schon ab Leerlaufdrehzahl 179 PS und 260 Nm zur Verfügung. Die Nachteile des Turbo-Motors gegenüber einem frei saugenden Aggregat werden somit kompensiert und der P1 soll durch eine spontanere Gasannahme überzeugen. Gleichzeitig soll der aus dem McLaren MP4-12C bekannte und deutlich überarbeitete V8 dank eines verbesserten Luft-Ladesystems auch unter Volllast mehr Leistung zur Verfügung stellen. Bei Vollgas kommt auch das ebenfalls im P1 verbaute und aus der Formel 1 bekannte DRS (Drag Reduction System) zum Einsatz: Um eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen, wird der Winkel des Heckflügels auf Knopfdruck verändert, was eine Verringerung des Luftwiderstandes um 23 Prozent zur Folge hat.

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Als weiteren Vorteil der selbst entwickelten V8-Elektro-Einheit vermeldet McLaren schnellere Schaltzeiten, da die Drehzahlen von Kurbelwelle und Doppelkupplungstriebe optimal angepasst werden. Bei diesem Vorgang gelingt es dem Elektromotor sogar, Energie zu erzeugen, die im System gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben werden kann. Als Speichereinheit dient ein 96 Kilogramm leichtes Batteriesystem, das direkt auf das Kohlefaser MonoCage Chassis montiert wird, ohne extra Gehäuse auskommt und direkt im Rücken der Insassen sitzt. Neben der Ladefunktion durch das V8-Aggregat kann es auch von außen geladen werden. Das dafür nötige Ladegerät kann entweder im Kofferraum mitgeführt oder stationär verwendet werden. Die Komplettladung der Batterien soll in zwei Stunden möglich sein.

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Klimaanlage, Satellitennavigation, Sound-System: Mehr Luxus gibt's nicht an Bord des P1 – zu schwer.

Beim Einstieg in den puristischen Übersportler bleibt McLaren seiner Tradition treu und lässt die Türen – wie auch schon beim F1 und dem MP4-12C – nach schräg oben aufschwingen. Anders als beim großen Vorgänger F1, muss der zweite Beifahrer im P1 leider draußen bleiben: McLaren belässt es hier bei zwei Sitzen, die es jeweils auf gerade mal 10,5 Kilo Gewicht bringen. Die Neigung der Lehnen aus der Senkrechten beträgt 28 Grad. Für die Hatz auf der Rennstrecke kann die Neigung auf 32 Grad vergrößert werden, um den helmtragenden Passagieren mehr Platz zu lassen. Die Einbauhöhe der Sitze wird individuell auf den Besitzer angepasst.

McLaren P1: Studie (2012)

Das Cockpit ist konsequent auf den glücklichen Fahrer ausgerichtet, der sich laut McLaren dank der verglasten Dachelemente und der großen Frontscheibe im P1 wie in einem Kampfjet fühlen soll. Schon bekannt ist das digitale Armaturendisplay: Der P1 bietet die Option eines Race-Modus. Wird er aktiviert, fährt der einstellbare zweiteilige Heckflügel aus. Zeitgleich erscheint im oberen Bereich des Armaturen-Displays eine Reihe von Leuchtanzeigen, die je nach Drehzahl erst grün, dann rot und zuletzt blau leuchten. Diese fungieren wie in einem Formel 1-Rennfahrzeug als Schaltanzeige.  Wie der Rest des Autos, ist auch das Cockpit auf das Ziel der Gewichtsminimierung gedrillt. Sprich: Carbon ohne Ende. Dennoch gönnt McLaren seinen P1-Käufern eine Minimum an Komfort in Form von Klimaanlage, Satellitennavigation und Sound-System. Schalldämmende Verkleidungen gibt es dagegen nicht, Teppiche nur als Option. Der "beste Sportwagen der Welt" (so McLaren) soll noch 2013 auf den Markt kommen.

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