Saab steht vor Verkauf

Medienbericht: Saab kurz vor Verkauf

— 25.01.2010

Spyker-Deal perfekt?

Laut schwedischen Medien stehe die General Motors-Tochter Saab kurz vor dem Verkauf an den Sportwagenhersteller Spyker. Eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus.

(rtr/dpa) Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker steht Medienberichten zufolge kurz vor dem Kauf der schwedischen General Motors-Tochter Saab. Die schwedische Regierung habe dazu Kreditgarantien zugesagt, berichtete ein schwedischer Fernsehsender ohne Angabe von Quellen. Das schwedische Blatt Dagens Industri titelt im Internet: "Saab räddat!" (Sabb gerettet). Es sei gut möglich,  so der Fernsehsender, dass eine Einigung noch am Montag (25. Januar 2010) bekannt gegeben werde. Saab und Spyker-Chef Victor Muller wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Vertreter der schwedischen Regierung waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Die Aussicht auf eine baldige Übernahme von Saab ließ die Spyker-Aktien um mehr als 60 Prozent in die Höhe schnellen. Auch der ebenfalls um Saab kämpfende Finanzinvestor Genii Capital rechnete mit einer Entscheidung noch am Montag. Ein Sprecher sagte, Spyker sei bei der Finanzierung nicht mehr auf den russischen Banken-Magnaten Wladimir Antonow angewiesen. Auf Drängen der US-Regierung werde Antonow, der über seine Convers Group 30 Prozent an Spyker hält, aus dem Geschäft herausgehalten. Genii bemühte sich gemeinsam mit Formel 1-Promoter Bernie Ecclestone um die schwedische Traditionsmarke.

Saab-Fans protestierten mit weltweiten Konvois

General Motors hatte die bisherigen Angebote als konzeptlos und zu niedrig zurückgewiesen. GM-Chef Whitacre hatte 450 Millionen Dollar gefordert. Neben dem Kaufpreis hatte sich die langfristige Finanzierung von Saab als Knackpunkt herausgestellt. GM will verhindern, dass die angeschlagene Tochter nach einem Verkauf unkontrolliert abstürzt. Zu den Bietern gehört neben Spyker der Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der sich mit der Luxemburger Investment-Firma Genii Capital zusammengeschlossen hat, sowie der ehemalige MAN-Chef Hakan Samuelsson, der mehrere schwedische Investoren um sich geschart hat.

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