Megatest: Das große Fazit — 18.06.2010
Sechsmal siegt das kleinere Modell
Abspecken liegt im Trend. Wer überflüssige Kilo weglässt, muss nicht zwangsläufig verzichten. Im Gegenteil: AUTO BILD verrät, bei welchen Modellen die Diät Sinn macht.
"Guck mal, unseren Nachbarn geht es nicht so gut." Kennen Sie diesen Spruch? Fürchten Sie ihn sogar? Kaum steht ein kleineres Auto vor der Tür, tuscheln Meier und Müller über Schulden und sozialen Abstieg. Pah, wenn die wüssten! Kleiner ist nicht automatisch schlechter, sondern beim Autokauf oftmals die cleverere Wahl. Das hat der
erste Teil unseres Vergleichs von fünf Auto-Paaren bewiesen. Mercedes GLK,
BMW 3er und
VW Scirocco siegten im direkten Größen-Vergleich gegen Mercedes ML,
BMW 5er und
VW Golf. Nur in zwei Fällen –
Dacia Duster statt
Sandero und
Citroën C4 statt C3 – gewann der größere, teurere Markenbruder.
Kombiduell: Reicht der Golf Variant, oder muss es der größere Passat sein?
In der zweiten Runde vergleichen wir wieder quer durch alle Klassen: Bleibt kleiner wirklich besser? Oder verschaffen Platz und Prestige den Großen doch den entscheiden den Vorsprung? Bei
BMW macht der neue
X1 die Entscheidung zugunsten des angegrauten
X3 nicht leichter. Zumal beide mit Allradantrieb und identischen 143-PS-Diesel antreten. Ähnliches gilt für den Bruderkampf Mercedes C 250 CGI gegen Mercedes E 250 CGI. Standesgemäße Limousinen, die der kräftige und trotzdem sparsame Turbo-Direkteinspritzer veredelt. Welcher Stern heimst da mehr Sterne ein? Jede Menge Brisanz steckt auch im Duell der VW-Kombis. Der Golf Variant, den
VW auf Drängen der Kunden doch wieder aufgelegt hat, macht dem größeren
Passat Variant das Leben schwer. Solche Kannibalisierung muss auch
Peugeot befürchten. Die Vans 3008 und 5008 trennen nur ganze 200 Euro. Und bei
Opel fragt sich der Käufer: Macht der gewachsene, gereifte
Astra unterm Strich den größeren
Insignia überflüssig?
Ob klein wirklich besser als groß ist, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.
Jörg Maltzan
Fazit
Vergessen Sie die alte Regel, dass das größere Auto auch das bessere ist. Oftmals gilt genau das Gegenteil. Bei unserem Vergleich von zehn Auto-Paaren hat sechsmal das kleinere Modell die Nase vorn. Nur in drei Fällen empfehlen wir das größere Auto. Und bei den Peugeot-Vans 3008 und 5008 geht der Vergleich unentschieden aus. Hier sollten die persönlichen Vorlieben und Anforderungen den Ausschlag geben: Wie viel Platz brauche ich wirklich? Wie eng sind die Parklücken vor meinem Haus? Fragen, die natürlich auch für alle anderen Paarungen gelten. Denn bei neutraler Betrachtung haben die Kleinen oftmals Vorteile. Ein VW Scirocco R etwa hat keinen Allradantrieb, ist günstiger als der Golf R, macht aber nicht weniger Spaß. Oder nehmen wir den BMW X1. Im direkten Vergleich mit dem X3 wirkt er moderner, bietet ähnlich viel Platz, ist aber 4000 Euro günstiger.
Kommentare zum Artikel (13)
Erstellt
Inhalt
Funktion
i find übahaupt koa Automarke usw. auf da welt is schlecht, sondan nur die Meinungen sein andasch, koa grund Automarken so runter zu machen
Liebe Auto Bild: Beim 5008 sind keine 7 Sitzplätze serienmäßig an Bord! Man kann Autos auch totreden. Das Sitzkonzept beim 5008 ist besser als bei Touran, Zafira und Verso. Findet aber bei Ihnen keine Erwähung. Stattdessen werden nur die Ihrer Meinung nach schlechten Dinge angeführt (Lenkung, Schaltung). Okay, ein Lob für die Sitze war noch drin. Traurig. Mir fällt auf, dass Sie bei Peugeot generell sehr kritisch und negativ sind!
der Passat kommt doch niemals auf 2,1 tonnen, oder ist das mit Zuladung?
Liebes AB-Team, seid mir nicht böse, aber bei einer C-Klasse von "schmerzhafter Erfahrung" zu sprechen, wenn man auf der Rückbank platznehmen muss, finde ich doch etwas übertrieben. Bitte mal die Kirche im Dorf lassen und wieder realistisch schreiben...
Wenn schon motzen, dann erstmal den Artikel komplett lesen. Es sind 10 Paare und damit 20 Autos, soweit können die schon noch zählen...;)