Mehr Sicherheit für Fußgänger

Mehr Sicherheit für Fußgänger

— 29.09.2005

Haube auf zum Fußgängerschutz

Ab dem 1. Oktober gelten neue EU-Richtlinien zum Fußgängerschutz. EuroNCAP präsentiert die vorbildlichen Automobile.

Autos sollen nicht nur die Insassen schützen, sondern so gut wie möglich auch Menschen, die außen mit dem Fahrzeug kollidieren. Ab dem 1. Oktober gelten neue EU-Richtlinien für den Fußgängerschutz. Die Frontpartie muß so gestaltet sein, daß schwere Verletzungen fast auszuschließen sind. Eine Front mit möglichst weichen Konturen muß Oberschenkel und Hüftbereich schützen, eine nachgiebige Haube den Kopf. Doch viele Neuwagen patzen noch: "Ein konstruktives Problem, schließlich soll die Haube auch bei Tempo 200 nicht flattern", so Andreas Berchtold vom ADAC.

Nach dem jetzt gültigen Meßverfahren schneiden erst wenige Neuheiten gut ab: Golf, Civic oder Grande Punto glänzen mit drei von vier möglichen Sternen im EuroNCAP-Test. Andere behelfen sich mit Tricks, um beim Kopfaufprall den erforderlichen Puffer zum harten Motorblock zu schaffen: Der neue Jaguar XK hat eine Haube, die beim Crash hochschnellt, so daß Kopf und Körper mit geringerer Wucht aufschlagen. Auch Honda, der Pionier beim Fußgängerschutz, nutzt dieses System.

Schlecht punktet der neue Clio III, der zwar fünf Sterne für den Insassenschutz erhielt, aber nur einen für den Fußgängerschutz. Grund: Die Franzosen paßten das Auto nicht an die neuen Vorschriften an. Gute Noten im Fußgängerschutz sind teuer. "Die Entwicklung des gesamten Vorderwagens ist betroffen", sagt Volkswagen-Sprecher Harthmuth Hoffmann, "und das kostet viel Geld."

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