Mehr Strecken für Gigaliner

Mehr Strecken für Gigaliner

— 12.07.2012

Projekt Gigaliner ausgedehnt

Das Bundesverkehrsministerium gibt mehr Strecken für die umstrittenen Gigaliner frei. Das soll die Riesenlaster für Spediteure interessanter machen und den Feldversuch vorantreiben.

(dpa) Der umstrittene Test mit überlangen Riesenlastern (Gigaliner) wird auf weitere Strecken ausgedehnt und soll dadurch für mehr Speditionen attraktiv werden. Laut Bundesverkehrsministerium kommen mehr als 100 Abschnitte im erlaubten Straßennetz hinzu, darunter der Hamburger Hafen als Frachtdrehscheibe. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) rief die Logistikbranche zum Mitmachen auf. "Jetzt ist es an den Unternehmen, am Feldversuch vermehrt teilzunehmen." Gut sieben Monate nach dem Start sind 17 bislang überlange Lkw dafür gemeldet. Oft beklagte Probleme mit der "letzten Meile", also zum Beispiel Zufahrtstraßen in Industriegebiete, könnten durch Erweiterungen des Netzes gelöst werden, erklärte Ramsauer.

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Seit 1. Januar sind Lkw erlaubt, die bis zu 25,25 Meter messen und damit 6,50 Meter mehr als sonst zulässig. An dem auf fünf Jahre angelegten Test beteiligen sich Bayern, Hamburg, Hessen, Sachsen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Angepeilt wird, dass dafür einmal 400 Lastwagen auf den Straßen sind. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte, dass mit den Änderungen im Streckennetz der Weg für einen erfolgreichen Test frei sei. "Nun sind diejenigen Landesregierungen am Zug, die bisher nicht am Feldversuch teilnehmen", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Befürworter argumentieren, mit Lang-Lkw würden klimaschädliches CO2 und Sprit gespart. Gegner sehen die Verkehrssicherheit gefährdet. SPD und Grüne wollen den Versuch noch per Verfassungsklage stoppen. 
Fotos: Gigaliner

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