Alkohol-Kontrolle der Polizei

Mehrheit für Null-Promille-Grenze

— 30.07.2012

Bereit zum Verzicht

Fast 80 Prozent der deutschen Autofahrer sind laut einer Studie für eine Null-Promille-Grenze. Sogenannte Alkohol-Interlock-Geräte stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Die deutschen Autofahrer sind bereit für den Verzicht: 78 Prozent sprachen sich in einer aktuellen Dekra-Umfrage für ein generelles Alkoholverbot am Steuer aus. Unter Frauen und jungen Lenkern war der Anteil der Befürworter von 0,0 Promille besonders hoch. In der bundesweiten Befragung mit 1350 Teilnehmern zeigten sich vier von fünf Autofahrern (80 Prozent) davon überzeugt, dass ein generelles Alkoholverbot am Steuer zu weniger Unfällen im Straßenverkehr führt. Fast jeder zweite Autofahrer (43 Prozent) wünscht sich, dass schon ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) eine Begutachtung der Fahreignung vorgeschrieben werden soll.

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73 Prozent der Befragten verlangten laut der Studie eine solche Untersuchung ab 0,5 Promille, der aktuellen Promille-Obergrenze in Deutschland. Bei 0,8 Promille waren bereits 86 Prozent der Autofahrer für eine Fahreignungsbegutachtung. Derzeit müssen Fahrer, die mit 1,6 Promille BAK und mehr am Steuer aufgefallen sind, für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung absolvieren. Dem Einsatz von sogenannten Alkohol-Interlock-Geräten stehen die meisten Autofahrer auf­geschlossen gegenüber. Diese Geräte verhindern nach Abgabe einer auffälligen Atemalkoholprobe, dass sich der Fahrzeugmotor starten lässt. 40 Prozent der Befragten sind dafür, solche Geräte für alle Fahrer vorzuschreiben. Weitere 40 Prozent verlangen die Alkohol-Interlocks für Fahrer, die schon einmal mit Alkohol am Steuer aufgefallen sind. 19 Prozent lehnen solche Vorschriften laut Dekra-Umfrage ab.

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