Mercedes: 4x4-Vorschau — 02.09.2010

Diese SUVs bringt Mercedes

Mercedes erneuert und erweitert seine SUV-Palette. Mit dem BLK machen die Schwaben mobil gegen Q3 und X1, der nächste GLK erhält ein verbindlicheres Design, und das G-Modell lebt weiter.

Kaum ein anderer Hersteller leistet sich ein so buntes Geländewagen-Potpourri wie Mercedes. Wobei Geländewagen ein dehnbarer Begriff ist – zählen die 4Matic-Varianten der R-Klasse noch dazu oder nicht, will der neue BLK überhaupt ins Gelände, nutzen die Kunden das Offroad-Potenzial des GLK? Mit dem GLK ist die Marke ohnehin etwas zu kurz gesprungen. Wenn man sich anschaut, mit welchen Stückzahlen Audi Q5 und BMW X3 klotzen, dann kann man in der Stuttgarter Konzernzentrale nur auf Nachbesserung in eigener Sache pochen. Das Problem: Jene Käufer, die sich für einen GLK entschieden haben, sind hochzufrieden und lieben das mit der Machete bearbeitete Design. Doch unter dem Strich ist die Akzeptanz nicht hoch genug, und der Stern muss die Rivalen ziehen lassen. Was tun? Der Nachfolger mit dem Entwicklungskürzel X205 befindet sich noch in der Definitionsphase.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes GLK

Die Designer wollen die nächste GLK-Generation etwas verbindlicher gestalten.

Die Designer wollen die nächste GLK-Generation etwas verbindlicher gestalten.

Zur Wahl stehen aktuell drei verschiedene Stilrichtungen: eine Evolution des Kantenhauber-Looks, eine weichgespülte Optik nach Art des Infiniti EX und ein sportlich-elegantes Auto mit einer dynamischeren Silhouette. Sie ahnen es bereits – dem Vorschlag Nummer drei werden die besten Chancen eingeräumt. Der Code X205 lässt darauf schließen, dass sich unter dem Blech des neuen GLK die Technik des nächsten C-Klasse-Kombis (S205) verbirgt. Dieser Schritt ist insofern von Bedeutung, als es sich dabei um den zweiten Vertreter der modularen Mercedes-Heckantriebsarchitektur MRA handelt, die 2012 mit dem S-Klasse-Nachfolger aus der Taufe gehoben wird. MRA ist aufgrund des höheren Gleichteileanteils nicht nur günstiger in der Herstellung, sondern auch leichter und raumökonomischer, denn statt vieler kleiner Einzelteile kommen wenige große Systembausteine zum Einsatz.

Überblick: Alle News und Tests zum G-Modell

Neue Front, moderne Motoren und ein aufgepepptes Interieur für die G-Klasse.

Neue Front, moderne Motoren und ein aufgepepptes Interieur für die G-Klasse.

Natürlich werden bei der Gelegenheit auch die bekannten GLK-Schwachstellen ausgemerzt. Das heißt im Klartext: mehr Platz im Fond, bequemerer Einstieg in selbigen, größerer Kofferraum, längerer Radstand, erweiterte Variabilität. Technisch tut sich nicht viel, denn die neue C-Klasse bedient sich im bekannten Teileregal, in dem zunächst keine alternativen Antriebskomponenten lagern. Der G gilt zusammen mit Wrangler, Niva, Defender und Land Cruiser als Urgroßvater aller Geländewagen. Ursprünglich war das unwiderrufliche Karriereende für 2015 terminiert, doch jetzt geht’s munter weiter bis 2020 – zunächst. Nachdem die Werkzeuge längst abgeschrieben sind und kein MB-Produkt eine ähnlich hohe Rendite einfährt, wird in Sicherheitstechnik und Abgasreinigung investiert, damit der Wagen alle künftigen gesetzlichen Hürden nimmt.

News und Tests zum GL

Dazu kommen der Wechsel zu den neuen V6- und V8-Motoren, die aktuelle Comand-Generation und die Einführung diverser Assistenzsysteme vom Müdigkeitssensor bis zur dynamischen Lichtverteilung.Eine Hybridvariante vom G ist allerdings nicht geplant. Das gilt auch für den Nachfolger des GL, der 2012 an den Start rollt. Obwohl dieses Modell vor allem in den USA stark nachgefragt ist, bleibt es aus Kostengründen bei konventionellen Antriebslösungen. Die Leistung des großen Diesels im GL 350 CDI steigt auf 252 PS, der V8-Diesel entfällt. Der 3.0-Benziner im GL 300 schafft ebenfalls 252 PS, die 3.5-Version bringt es auf 306 PS. Noch kräftiger sind die Achtzylinder: der GL 500 hat 435 Biturbo-PS, der GL 63 AMG sogar 544 PS.Die wichtigste Allradneuheit ist wohl der für 2011 avisierte M-Klasse- Nachfolger. Optisch macht der Bestseller eine Vierteldrehung weg vom SUV und hin zum Crossover, denn er ist flacher, länger und sportlicher.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes ML

Der neue Mercedes ML wird auf Wunsch mit einem Offroad-Paket angeboten.

Der neue Mercedes ML wird auf Wunsch mit einem Offroad-Paket angeboten.

Der Wagen mit dem Kürzel W166 teilt sich die neuen Sechs- und Achtzylinder mit der GL-Klasse. Am unteren Skalenende soll künftig der ML 250 Bluetec 4Matic für Zugkraft sorgen, der mit dem 204 PS starken Diesel besonders verbrauchsgünstig wird. Von diesem Treibsatz ist auch eine Hybridvariante mit 15 kW starkem E-Motor in Planung. Während der V8-Hybrid wegen geringer Stückzahlen auf der Kippe steht, will Mercedes den ML 400 Hybrid mit V6 auf jeden Fall durchziehen. Auch hier verspricht der Elektromotorbaustein ein Leistungsplus von 15 kW. Gleiches gilt für den ML 63 AMG Hybrid, der mit 564 PS sein Jahresabo für die linke Spur bereits vorfinanziert hat. Etwa drei Jahre nach Serienanlauf soll die Siebenstufenautomatik durch eine mit neun Fahrstufen ersetzt werden. Deren Getriebeglocke ist groß genug, um einen kräftigeren Elektromotor mit rund 37 kW zu beherbergen. Mit dem Baumuster X156 geben die Schwaben ab Mitte 2013 dem Audi Q3 und dem BMW X1 kontra.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes BLK

Der BLK kommt 2013 und ist ein echter Crossover – teils Kombi, teils Van, teils SUV.

Der BLK kommt 2013 und ist ein echter Crossover – teils Kombi, teils Van, teils SUV.

Der BLK basiert auf der neuen B-Klasse-Plattform, die erstmals auf den praktischen Sandwichboden verzichtet und damit etwas flacher baut. Im Gegensatz zum GLK ist der kleine Bruder kein Teilzeit-Kletterkünstler, sondern ein auf Handling und Straßenlage getrimmter Softroader mit einer ebenso schicken wie praktischen fünftürigen Karosserie. Der nur für die Topmotorisierungen lieferbare Allradantrieb und das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe wurden speziell für diese Baureihe neu konzipiert.Die kleinen Motoren stammen von Renault, werden aber nach Mercedes-Vorgabe modifiziert; der 1.2-Turbobenziner bringt es auf 109 PS, der 1.4er auf 136 PS, der 1.6-Diesel leistet 122 PS. Darüber rangieren die Mercedes-CDI-Maschinen mit 170 bis 204 PS. Als besonderes Schmankerl gilt der BLK 22 AMG 4Matic, der dank des Hyprex-Druckwellenladers mit 272 PS besonders gut im Futter steht. Wir sind gespannt.

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Kommentare zum Artikel (20)

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Ted Wilson
18.10.2010, 23:30Uhr

Auf die Alfas freue ich mich schon. Der GLK ist auch schon heute mein Liebling, die nächste Generation und auch die vom ML wird sicher ansehnlich. Der aufrechte Grill und allgemein die selbstbewusste Front gehört zum SUV.

Deshalb hoffe ich auch, dass der BLK nicht so aussehen wird. Das ist kein Crossover-SUV, dazu fehlt der Anteil SUV. Weiterhin hoffe ich, dass Mercedes dem Baby-Benz nicht den Sportgrill mit einer Lamelle verpasst - den hat das Mädchen nicht verdient.

ohh!
08.09.2010, 17:13Uhr

hahaha... q3... zum piepen

BMW_driver
08.09.2010, 12:17Uhr

endlich wieder eine bessere linie von mercedes! nicht mehr dieses protzige... nur der BLK gefällt mir nicht so!
by the way: der Q3 sieht ziemlich lustig aus.

chris
08.09.2010, 00:05Uhr

also der Q3 ist ja mal wirklich ein extrem hässliches entlein ^^ das heck ist echt extrem daneben! der gipfel der hässlichkeit...

erf
07.09.2010, 18:42Uhr

Die Frage wieso soviele Nischenmodelle herauskommen lässt sich leicht beantworten. Dorch mod erne Entwicklung und vor allem moderne Produktionsanlagen lassen sich mit rel. wenig Aufwand viele verschiedene Modelle fertigen. Während man früher für jedes Modell eine eigene Produktionslinie braucht, können heute mehrere verschiedene Autos auf einer produziert werden. Bald bestimmt alle auf einer. Modellvielfalt ist doch was gutes. Da ist für jeden etwas dabei. Die Hersteller hätten soetwas bestimmt schon früher gemacht wenn es damals nicht so teuer gewesen wäre.

Glaub ich zumindest ;)

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