Mercedes-Benz A-Klasse Limousine (2018): Vorstellung

Mercedes A-Klasse Limousine (2018): Vorstellung, Test, Innenraum

A-Klasse-Limo auch für Deutschland

Die Mercedes A-Klasse Limousine kommt noch 2018 nach Deutschland. AUTO BILD hat alle Infos und machte in der China-Version die Sitzprobe!

Vorstellung: Marktstart noch 2018

Die Mercedes A-Klasse Limousine kommt nach Deutschland! Auf der Auto China 2018 in Peking stellte Daimler die Langversion der A-Klasse Limousine exklusiv für China vor – nun kommt eine gekürzte Variante auch zu uns. Optisch unterscheidet sie sich nicht von der in China gezeigten Stretch-Version. Einzige der etwas kürzere Radstand (2729 Millimeter wie bei der A-Klasse) macht sich bemerkbar. Der Vorderwagen wurde komplett von der schon bekannten Schrägheckvariante der A-Klasse übernommen. Markant sind die Scheinwerfer und der Diamant-Kühlergrill (optional mit Chrom-Pins). In der Basis steht die A-Klasse-Limo auf 16-Zoll-Felgen, optional sind bis zu 19 Zoll möglich. Am Heck erhält auch die Limousine zweigeteilte Rückleuchten in Tropfenform, die Leuchtengrafik hebt sich aber deutlich vom Schrägheckmodell ab. Je nach Ausstattung variiert die Optik der hinteren Stoßstange. Hier sind ein Diffusor oder ein Zierstab mit Endrohrblenden aus Chrom möglich. Das Kofferraumvolumen gibt Mercedes mit 420 Litern an. Wer denkt, die Limousine ersetzt den bisherigen CLA, liegt falsch: Gegenüber AUTO BILD versicherte ein Mercedes-Sprecher, dass der CLA weiter im Programm bleibt. Erlkönige der neuen CLA-Generation wurden schon gesichtet. Die A-Klasse Limousine wird in Aguascalientes/Mexiko und in Rastatt/Deutschland vom Band laufen. Die offizielle Präsentation ist auf dem Pariser Autosalon (04.bis  14. Oktober 2018) geplant.

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Aerodynamik nochmals besser als beim Schrägheck

Die neue A-Klasse Limousine löst den CLA als mutmaßlichen Aerodynamikweltmeister ab.

Die A-Klasse Limousine kommt mit einem cw-Wert von 0,22, also einer besonders guten Aerodynamik. Angeblich soll es das "windschlüpfrigste Serienfahrzeug der Welt" sein. Bislang war das CLA-Coupé mit einem Wert von 0,23 der Spitzenreiter in der Mercedes-Flotte. Wie bei der A-Klasse ist der Unterboden fast vollständig verkleidet, kleine Spoiler vor den Rädern sollen die Luft effektiv um die Reifen leiten. Optional bietet Mercedes ein Jalousiesystem hinter der Kühlermaske an. Die zwei Klappen des Systems öffnen und schließen sich je nach Kühlluftbedarf und reduzieren somit unnötige Luftverwirbelungen.

Innenraum: Sitzprobe in China-Langversion

Vorne sind Schrägheck und Limousine annähernd gleich.

AUTO BILD machte bereits auf der Auto China 2018 die Sitzprobe in der chinesischen Langversion der A-Klasse Limousine: In der ersten Reihe unterscheidet sich die Limousine gar nicht von der normalen A-Klasse. Das optionale Widescreen Cockpit mit MBUX ist in China komplett neu und wurde um ein paar landestypische Kommandos und Funktionen ergänzt. Das soll jetzt aber nicht getestet werden, in unserer Sitzprobe zählt das Platzangebot. Also nur schnell den Fahrersitz einstellen und ab auf die Rückbank. Der Einstieg ist auch für Großgewachsene kein Problem. Sechs Zentimeter mehr Radstand verspricht Mercedes – und wie zu erwarten, kommt dieser Zuwachs den Fondpassagieren zugute. Allerdings fühlen sich die sechs Zentimeter eher nach 16 Zentimetern an.

In der zweiten Reihe der langen Limo entsteht dank des verlängerten Radstands mehr Platz für die Beine.

Die Beinfreiheit der langen A-Klasse ist plötzlich locker auf C- oder E-Klasse-Niveau (die Mercedes in China übrigens auch als Langversionen anbietet). Einzig die guten, aber einfachen Materialien erinnern daran, dass man nicht in der Ober- oder sogar Luxusklasse sitzt. Das kann man von der Kopffreiheit leider nicht behaupten, denn die passt zwar für Menschen bis 1,85 Meter Größe, darüber ist allerdings Schluss mit bequemer Körperhaltung. Dafür hat Mercedes die Beinauflage angenehm lang gestaltet. Das passt! Die Integralkopfstützen drücken zudem nicht mehr so unangenehm in den Nacken wie bei der alten A-Klasse.

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Ausstattung: Edition 1 zum Marktstart

Die Grundform der Leuchten ähnelt denen des Schräghecks, die Leuchtengrafik ist aber neu.

Wie die bereits vorgestellte A-Klasse wird auch die Limousine neben der Basisversion in drei Ausstattungslinien (Style, Progressive, AMG Line) und mit dem Night-Paket (schwarze Anbauteile) bestellbar sein. Oberklasse-Elemente wie das Lenkrad mit Touchflächen (Serie) und Massagesitze (optional) werden auch in der Stufenheck-A-Klasse zu finden sein. Zum Marktstart bietet Mercedes die Kompaktlimousine als Edition 1 an. Dabei zeichnet sich das Sondermodell, anders als beim Schrägheck, durch kupferfarbene Akzente aus. Bei der Fahrerassistenz ist auch die Limousine auf der Höhe der Zeit und übernimmt Funktionen aus der S-Klasse. Serienmäßig dabei ist der aktive Bremsassistent, der Auffahrunfällen und Kollisionen mit Passanten vorbeugen soll. Ebenfalls bei allen A-Klasse-Limousinen ab Werk an Bord ist der aktive Spurhalte-Assistent. Er bremst das Fahrzeug einseitig ab, sobald die Fahrbahnmarkierung ungewollt zu überfahren droht. Das aus der S-Klasse bekannte "Distronic"-System (optional) hält automatisch die Spur und den Sicherheitsabstand zum Vordermann, fährt im Stau sogar von selbst an und folgt dem Verkehrsfluss. Außerdem greift es aktiv beim Spurwechsel ein und unterstützt den Fahrer sogar in Kurven. Anhand von Straßenschildern und Daten des Navigationssystems stellt es den Tempomat auf das gültige Tempolimit ein, warnt bei Überschreitungen durch den Fahrer und passt die Geschwindigkeit an Gefahrenstellen wie Kreuzungen vorausschauend an.

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Connectivity: Serienmäßig mit MBUX

MBUX ist auch bei der Limousine serienmäßig. Im Bild ist allerdings die Topversion mit Widescreen-Cockpit zu sehen.

Wie schon die normale A-Klasse, erhält auch die Limousine bereits in der Basis das Infotainmentsystem MBUX. Klassische Rundinstrumente gibt es in der A-Klasse nicht mehr, stattdessen erhält selbst der kleinste Benz ein volldigitales Kombiinstrument. Je nach Ausstattung variiert die Größe der beiden Displays. Standardmäßig gibt es zwei Siebenzoll-Displays im Armaturenträger, in der nächsten Stufe wächst der Bildschirm des Infotainments auf 10,25-Zoll. Topversion ist das Widescreen-Cockpit mit zwei 10,25 Zoll großen Anzeigen. MBUX (Mercedes-Benz User Experience) ist die neueste Version des Mercedes-Infotainments und wurde mit der Schrägheck-A-Klasse vorgestellt. Besonderes Highlight: Es veraltet weniger schnell, da sich das System mit Over-the-Air-Updates (drahtlose Aktualisierung des Systems über eine Funkschnittstelle) lange auf dem aktuellen Stand halten lässt. Der Aufbau des Hauptbildschirms in der Mittelkonsole erinnert ans Handy. Auf der ersten Ebene erscheint der Homescreen mit Apps, in der zweiten Ebene geht es in die Anwendungen, und die dritte Ebene dient für Einstellungen. Zum Bedienen gibt es neben der klassischen Touchscreenbedienung, ein Touchpad, Touch-Control Buttons im Lenkrad und eine Sprachsteuerung auf Höhe von Alexa, Siri und Co. Sprachbefehle nach streng vorgeschriebenem Muster gibt es bei MBUX nicht. Aktiviert wird die intelligente Sprachassistenz entweder per Taste am Lenkrad oder mit dem Kommando "Hey Mercedes".

Motoren und Marktstart: Mit zwei Motoren geht's los

Die Motorenauswahl ist bei der A-Limousine auf ein Aggregat pro Kraftstoffart reduziert. Folglich stehen ein Benziner mit 163 PS und 250 Nm als A 200 sowie ein Diesel mit 116 PS und 260 Nm Drehmoment in der Preisliste. Beide Motoren sind an ein Siebengang-DCT Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Dass Mercedes auch andere Motoren aus dem Portfolio der A-Klasse in die Limousine bringen wird, gilt als gesetzt.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine (2018): Vorstellung

Autoren: Andreas Huber, Jan Götze

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