Mercedes A-Klasse Studie/VW Golf

Mercedes Concept A/VW Golf Mercedes Concept A/VW Golf

Mercedes A-Klasse Studie/VW Golf

— 26.04.2011

Da sieht der Golf alt aus!

Nie war sie so schön wie morgen: Auf der Auto Shanghai 2011 zeigt Mercedes einen Ausblick auf die nächste A-Klasse. Wir vergleichen die Studie Concept A-Class mit dem VW Golf VI.

Wer beim Anblick dieses Mercedes Ahhh sagt, der darf gleich Ohhh hinterherschicken. Der neue kleine Benz ist ein Hingucker. Ein bisschen Scirocco, ein wenig BMW 1er, aber kein Stück A-Klasse. Doch genau die soll das Designerstück mal ersetzen. Es ist der radikalste Wechsel, den Mercedes je wagte. Aus der praktischen A-Klasse wird ein Café-Racer. Wo die alte A-Klasse mit klappbarem Gestühl punktet, glänzt die neue mit aufregender Form. Dagegen sieht der Platzhirsch VW Golf bieder aus. Wir geben zu: Es ist fast gemein, ihn zu diesem Abgleich zu bitten. Wo der eine solide, herzhaft und voll massentauglich sein muss, wirkt die Benz-Studie wie die Kür der Blechschneider.

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Trotzdem will das Duo die gleichen Kunden ansprechen, weshalb wir einen Blick auf die Gemeinsamkeiten werfen. Beide Autos sind 4,20 bis 4,30 Meter lang, tragen einen Vierzylinder unter der Haube, der mit Direkteinspritzung und Turbo arbeitet. Beim Golf ist es der 160 PS starke TSI, bei Mercedes ein neu entwickelter Zweiliter-Motor, der 210 PS leistet. Mit Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb flitzt die A-Klasse 3.0 sicher flotter durch die Kurven als ihre Vorgänger und womöglich schneller als ein Golf GTI. Doch Schnelligkeit steht bei einem Mercedes an zweiter Stelle, Sicherheit fährt vor.

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Während der Golf seine Proportionen über Generationen beibehalten hat, legt die neue A-Klasse ihre hohen Van-Kleider ab.

Für die A-Klasse bedeutet das: Sie weicht dem Tier nicht mehr aus, weil ihr radargestützter Unfallwarner das Vieh frühzeitig bemerkt und mit Einwilligung des Fahrers das Auto abbremst. In der Kompaktklasse einzigartig. Ebenso die Einbindung eines Tablet-PCs als Navigations- und Unterhaltungsbox. Nicht alles von der Studie wird sich im Serienauto wiederfinden, das zeigt der Umstieg in den Golf. Denn wenn ein Auto jeden Tag gebraucht wird, dann muss es zünftiger zugehen. Auch im Innenraum. Weil aber das Miteinander der Autos im Straßenverkehr manchmal robuster ausfällt, als einem lieb ist verschwindet auch der Sternenhimmel an der Front. Den würde keine Versicherung ersetzen, wenn er sich nach einem Unfall in ein schwarzes Loch verwandelt.
Autor:

Timo Friedmann

Fazit

Bis aus der Studie ein Serienangebot wird, vergehen noch sechs Monate. Sollte ab Herbst jemand die alte A-Klasse vermissen, haben wir einen Tipp: die B-Klasse. Sie wird zwar auch erneuert, bleibt ihrem Prinzip aber treu – praktisch, bieder, nützlich.

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