A- und B-Klasse: Erste Bilder

Mercedes A-Klasse Mercedes B-Klasse

Mercedes A- und B-Klasse: Vorschau

— 17.01.2011

Eine ganz normale Familie

Angriff ist die beste Verteidigung. Nach diesem Motto geht Mercedes beim Nachfolger der A- und B-Klasse in die Vollen. Mit fünf verschiedenen Modellen, neuen Sparmotoren, Allrad- und Hybridantrieb.

Süßer die Kassen nie klingeln – so ließe sich 2010 aus Mercedes-Sicht treffend zusammenfassen. Dennoch gibt es Grund zu klagen: Denn A- und B-Klasse tragen nach wie vor nur lächerlich wenig zu diesem Erfolg bei. Ob sich das ändert, wenn Ende 2011 die dritte Kompaktwagen-Generation auf den Markt kommt? Schließlich können die Schwaben mit maximal 500.000 Ein heiten pro Jahr in diesem Segment auch in Zukunft keine so großen Sprünge machen wie BMW/Mini (eine Million) oder VW/Audi (drei Millionen). Um also auf die wirtschaftliche Überholspur zu wechseln, wird ein Teil der A-Klasse-Produktion nach Ungarn ausgelagert – eine Strategie, die Audi mit dem Werk in Györ schon seit vielen Jahren erfolgreich pfegt. Weiteres Einsparpotenzial bietet die Motoren-Kooperation mit Renault. Die Importware aus Frankreich ist schon aufgrund der höheren Stückzahlen viel billiger.

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Spitzenmodell: Mercedes plant einen A 22 AMG, der 270 PS an die Vorderräder schickt.

Natürlich legt man in Stuttgart Wert auf die Feststellung, dass Renault die Motoren nach Mercedes-Spezifikation produziert. Am unteren Ende der Palette rangieren zwei kleine Benziner und ein 1,6-Liter-Diesel mit 122 PS – alle drei von Partner Renault. Die stärkeren Triebwerke sind Eigengewächse, haben aber nichts mehr mit den geneigt eingebauten, ultra kompakten Vierzylindern aus der aktuellen Modellgeneration zu tun. Die endgültige Staffelung dürfte schließlich so aussehen: • A 140 CGI, 1,2 l/109 PS • A/B 160 CGI, 1,4 l/136 PS • A/B 180 CGI, 1,8 l/170 PS • A/B 200 CGI, 1,8 l/204 PS • A/B 160 CDI, 1,6 l/122 PS • A/B 180 CDI, 2,1 l/170 PS • A/B 200 CDI, 2,1 l/204 PS. Als Spitzenmodell ist der A 22 AMG in Planung, der mit einem mechanischen Hyprex-Lader die 270 PS eines Golf R erreichen soll.

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Plattformbruder mit anderer Zielgruppe: Die B-Klasse soll eher ältere Kunden ansprechen.

Für die Topvariante greift Mercedes tief in die Technik-Trickkiste: Geplant sind Siebengang- Doppelkupplungsgetriebe, 4Matic-Allradantrieb, elektrisch unterstützte Parameterlenkung und variable Dämpferkennung. Die AMG A-Klasse soll bewusst kein extremer Straßenfeger sein wie der Audi RS 3 oder das BMW 1er M Coupé. Mercedes setzt auf Kraft aus dem Keller, eine hohe, flache Drehmomentkurve und ein Sportfahrwerk mit genug Restkomfort. Beim Design werden sich A- und B-Klasse noch stärker unterscheiden als bisher. Die B-Klasse soll vor allem ältere Kunden ansprechen, die gern hoch sitzen, bequem aus- und einsteigen wollen, kompakte Abmessungen schätzen und keinen Zweitwagen besitzen. Die A-Klasse wendet sich dagegen an junge Kunden, die sich einen Mercedes wünschen.

Mit einer Länge von 4,30 bis 4,60 Metern sprengt die neue A- und B-Klasse freilich fast jenen Rahmen, in dem der Audi A3 (4290 mm) und die BMW 1er-Reihe (4240 mm) den Ton angeben. Deutlich weiter als die Konkurrenz ist Daimler bei seinen Überlegungen zu alternativen Antriebslösungen. Die neue A- und B-Klasse wird künftig drei Schwerpunkte setzen: • Range Extender/REX (Ende 2013/Frühjahr 2014) • Hybrid/HEV (2015, noch kein Vorstandsbeschluss) • Brennstoffzelle/F-Cell (2015).

Mehr zur nächsten A- und B-Klasse lesen Sie in AUTO BILD 2/2011 - seit 14. Januar am Kiosk. Den kompletten Artikel gibt es auch als Download im Heftarchiv.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Mercedes erneuert seine Basis. Die A-Klasse wird ein moderner Anti-Golf, die B-Klasse ein lifestyliger Familienvan und kompakter Crossover. Dass die Elektro-Version weit nach hinten geschoben wurde, ist ein bedenkliches Signal: Mercedes glaubt noch nicht an das alltagstaugliche Elektroauto.

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