Mercedes-AMG GT C Roadster: Mitfahrt

Mercedes-AMG GT C Roadster (2016): Mitfahrt

— 02.11.2016

Brutale Offenheit

Zwei Jahre nach dem Mercedes-AMG GT kommt die offene Version des 911-Killers auf den Markt. AUTO BILD ist im GT C Roadster mitgefahren!

Video: Mercedes AMG GTC (2016)

Designer Cabrio mit ordentlich Power

Die Wüstenmetropole Las Vegas steht für Glanz und Glamour, besonders reizvoll ist jedoch der Kontrast zur umliegenden Landschaft: Hier gibt es bizarre Felsformationen, grandiose Canyons – und jede Menge freier Highways, auf denen sich die Kontrolldichte durch die Cops in Grenzen hält. Beste Voraussetzungen also dafür, auch mal die Zügel schießen zu lassen und dem neuen Mercedes-AMG GT Roadster die Sporen zu geben. Zumal Las Vegas kein besonders großer Umweg für die zwei Boliden ist, in die wir einsteigen dürfen: Sie sind unterwegs von der Westküste zum Testgelände bei Phoenix/Arizona.
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Gleich zwei Varianten hat AMG-Chef Tobias Moers mitgebracht: Das offene Einstiegsmodell, den GT Roadster, mit 476 PS – und den brutalen GT C Roadster, unter dessen Haube eine auf 557 PS leistungsgesteigerte Variante der gleichen 4,0-Liter-V8-Maschine sitzt. Beim Händler wird dann auch noch der GT S Roadster stehen, mit 510 PS genau zwischen den zwei Eckmodellen positioniert.

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Mit dem GT Roadster und dem GT C Roadster sind die Ingenieure auf Erprobungsfahrt in Nevada und Arizona.

Schon auf den ersten Blick fällt auf: Die Roadster-Modelle sehen noch ein bisschen böser und aggressiver aus als das GT Coupé. Das liegt am neuen, nach unten öffnenden Kühlergrill, der vom klassischen 300 SL Panamericana inspiriert ist und so zum ersten Mal beim ultrasportlichen GT R Coupé zu sehen war. Ein echtes AMG-Designelement, das allerdings dadurch etwas entwertet wird, dass es in ähnlicher Form beim Boulevard-Cruiser SL zum Einsatz kommt – und zwar nicht nur bei den AMG-Varianten. Man darf fest davon ausgehen, dass sich auch das AMG GT Coupé in allen Varianten demnächst mit dieser Schnauze präsentieren wird.

Der GT C Roadster kommt mit mitlenkender Hinterachse

Der AMG GT C Roadster hat größere Räder und eine stärkere Bremsanlage.

Der GT C Roadster hebt sich übrigens nicht nur durch seine stärkere Maschine vom GT Roadster ab: Er kommt mit breiterer Spur, breiterer Karosserie und tiefgreifenden Fahrwerksmodifikationen auf den Markt. Das Ride-Control-Fahrwerk ist beim GT C Serie, die Reifendimensionen wachsen von 255/35 R 19 vorn und 295/35 R 19 hinten auf 265/35 R 19 vorn und 305/30 R 20 hinten. Die vordere Bremsanlage ist verstärkt, die Hinterachse lenkt mit, und das Getriebe bekommt einen "Race"-Modus. Optisch lassen sich die zwei Varianten vor allem am Heck auseinanderhalten: Der GT C erhält vertikale Luftauslässe rechts und links – und einen horizontalen Schlitz zwischen den Rückleuchten, der technisch zwar nicht unbedingt notwendig ist, den extrem sportlichen Charakter der Variante aber nochmals unterstreicht.

Mercedes-AMG GT C Roadster (2017): Vorstellung

Es bedarf eines echten Könners am Volant, um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten zu erleben und herauszufahren. Tobias Moers gelingt genau das mühelos: Der Wirtschaftsingenieur hat sich bei AMG schon als Entwickler profiliert, als man von der damaligen Daimler-Benz AG eher geduldet als unterstützt wurde. Die Kommandozentrale des Roadster ist gegenüber dem Coupé praktisch unverändert, lediglich die Schalterbatterie am Dach ist hier in die Mittelkonsole gewandert. Besser kann man in einem Sportwagen kaum sitzen: Die lange Motorhaube erinnert an klassische Frontmotor-Sportwagen, und bei offenem Stoffverdeck wird die Fahrt zum geradezu romantischen Erlebnis. Allerdings nicht für den AMG-Chef: Der prüft nämlich in diesem späten Stadium noch einmal alle Funktionen auf Herz und Nieren.

AMG feilt noch an den Details

Die Kommandozentrale des Roadsters ist praktisch unverändert. Die Schalterbatterie am Dach ist in die Mittelkonsole gewandert.

Bis zur Fahrvorstellung dürfte noch fast ein halbes Jahr ins Land gehen, die Entwickler arbeiten mit Hochdruck an den letzten Details. Bei den zwei Prototypen, in denen wir mitfahren dürfen, passt der Kofferraumdeckel noch nicht besonders gut, die Lenkung ist noch nicht final kalibriert – und es sind Moers noch ein, zwei weitere Punkte aufgefallen, "die ich Ihnen nicht erzählen werde". Bis zum Marktstart im Frühjahr 2017 werden sie ausgemerzt sein. Und dann muss sich auch das Porsche 911 Cabrio warm anziehen. Was den GT C Roadster optisch vom Coupé unterscheidet und mit dem Topmodell GT R verbindet, zeigt AUTO BILD in der Vorstellung.

Preis und Aussicht auf ein neues Coupé

AUTO BILD geht davon aus, dass der GT C Roadster ab etwa 165.000 Euro beim Händler steht. Es kann außerdem davon ausgegangen werden, dass Mercedes-AMG den 557 PS GT C auch als Coupé auf den Markt bringt.

Mercedes-AMG GT C Roadster (2016): Sitzprobe

Autor: Jens Meiners

Stichworte:

Roadster Sportwagen

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