Sitzprobe Mercedes-AMG GT

Mercedes-AMG GT Edition 1 Paris 2014: Sitzprobe

— 02.10.2014

Beflügelte Erstausgabe des AMG GT

Mercedes präsentiert in Paris den AMG GT als Edition 1. Wir haben uns den knackigen Sportler schon mal von innen angesehen.

Video: AMG GT S Premiere (2014)

Weltexklusive Probefahrt

Beginnen wir mit dem Optik-Check: Zehnspeichen-Felgen, Carbondach, vorne und hinten eine Schnüffellippe aus Kohlefaser. Das muss sie sein, die Erstausgabe von Mercedes jüngstem Topsportler. Und sollte es noch Zweifel über die wahre Herkunft geben, dann verfliegen sie spätestens beim Gang um das herrlich straffe Heck: Darauf thront doch tatsächlich ein fester Heckspoiler im Achtziger-Jahre-Format, und wer jetzt "peinlich!" ruft, der wird an den Porsche Turbo erinnert. Mit dem Luftflügel markiert der Edition 1 seine Sonderstellung unter den GT. Erst mal.
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Mercedes zielt ganz klar auf den Porsche 911

Am Heck sollt ihr ihn erkennen: Der Mercedes-AMG GT Edition 1 trägt großes Flügelwerk.

Ja, sie trauen sich was mit diesem 911er-Jäger, auch wenn das bei Mercedes niemand so richtig laut sagen will. Aber die Eckdaten stimmen: Vierliter-V8, bis zu 510 PS und bei der Topspeed werden die 250 km/h aller bürgerlichen Sterne mal so was von schnell vergessen. Abriegelung? No Way! Über 310 geht der GT und spielt damit endlich dort mit, wo ein SL nie heran und der Flügeltürer SLS nie herunter kam: in der Porsche-Liga. Und so checkt unsere Sitzprobe, was den Edition 1 so besonders macht. Drinnen bleibt es bei ein paar Farbakzenten, dem AMG-Logo auf den Sitzen und im Lenkrad. Nichts, was sich nicht später für ein paar Dollar mehr nachrüsten ließe. Aber eine Erstausgabe umweht ja immer der Hauch des Speziellen, Exklusiven, und wer weiß, welche Karriere der GT noch machen wird.

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Konfigurieren als Zeitvertreib: Die Mittelkonsole lädt die Finger zum Spielen ein.

Auf den Schalensitzen ist immerhin genug los. Beim Einsteigen animiert das Display als Willkommengruß einen GT, und die Mittelkonsole lädt die Finger zum Spielen ein. Der Edition 1 bietet natürlich den ganzen technischen Christbaum des stärkeren GTS mit 510 PS: das zusätzliche Race-Programm, den Tacho bis 360 und natürlich die wichtigste Taste – die für den schärferen Abgassound, der als Hörprobe sogar bei der offiziellen Vorstellung eingeblendet wurde. Ob GT-Käufer wirklich so demonstrativ und offensiv durch ihre frühmorgendliche Straße rollen wollen? Jaguar denkt angeblich darüber nach, die Brüllorgie seines F-Type zu entschärfen. Bei aller Freude an Leistung, die Freude am Lärm ist nicht mehr ungebrochen.

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An der Kasse heißt es tapfer sein: Satte 148.512 Euro verlangt Mercedes-AMG für den GT Edition 1.

Der Mercedes bietet schließlich genug, um dem Engländer Paroli zu bieten. Elektronisches Hinterachs-Sperrdiff, Sportfahrwerk und das schnelle Doppelkupplungsgetriebe-Getriebe sollten reichen, um den Jaguar als zahmere Katze zu entlarven. Doch wie der F-Type leidet der GT am Übergewicht, seine 1645 Kilo liegen deutlich über dem Elfer. Wie das deutsche Sportwagen-Duell ausgeht, erleben wir ab März 2015. Bis dahin dankt die PS-verstrahlte Welt dafür, dass Mercedes den Reiz des Flügeltürers SLS auf ein Preisniveau ab 115.400 Euro herunter geholt hat. Nur der edition 1 langt richtig zu: 148.512 Euro, das sind gute 14 Riesen mehr als für den GTS. Das ist schon wieder Porsche-haft.
 

Autor: Joachim Staat

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