Mercedes Arocs: Fahrbericht

— 13.05.2013

Die Kiesgrube ist sein Revier

Der Mercedes Arocs hat satte 625 PS und lässt selbst die größten Geländewagen wie Spielzeug-Autos aussehen. Erste Fahrt im neuen Baustellen-Benz.



Eigentlich ist der Mercedes Arocs das perfekte Auto für Poser. Denn ein dickeres Ding als den neuen Baustellenlaster kann man bei Mercedesderzeit nicht kaufen. Doch der Acros ist ein Schaffer für Kiesgrube und Großbaustelle. Wann immer Beton oder Baustoffe auf unwegsames Gelände geschafft und Schutt oder Aushub abgefahren werden muss, gibt er den Mercedes für Malocher. Und der ist sich für keinen Dreck zu schade. Im Gegenteil: Erst wenn es so richtig schmutzig wird, sich die brikettgroßen Profilblöcke an seinen hüfthohen Reifen in den Schlamm graben und er mit seinem Kipper von der Größe eines Swimmingpools mit über 20 Tonnen Kies eine 90-Prozent-Steigung hinaufklettern kann, fühlt er sich so richtig in seinem Element.

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Video: Mercedes Arocs

Neue Kraft am Bau

Den vom Fernlaster Actros abgeleiteten Arocs haben die Entwickler mit allerlei Allrad-Finessen bestückt. Schließlich gibt es zu den Reihensechszylinder-Dieseln mit bis zu 15,6 Litern Hubraum, maximal 625 PS und schier unglaublichen 3500 Nm Drehmoment ein halbes Dutzend Sperren, bis zu acht angetriebene Räder und ein Getriebe mit 16 Vorwärts- und vier Rückwärtsgängen. Für den Fahrer dagegen ist die Matschpartie in der Kiesgrube ein Kinderspiel: Ja, das Schalten mit dem Doppelten H, den halben Gängen an der Wippe und den schweren Schutzschuhen auf den Pedalen ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber dafür gibt es jetzt ja zum ersten Mal im Geländelaster auch eine Automatik. Und bei einem Wendekreis von bald 20 Metern muss man schon mit der Weitsicht eines Dampferkapitäns fahren, die übrigens auch beim Bremsen nicht schadet. Weil der voll beladene Arocs abseits der Straße gerne auch mal über 40 Tonnen wiegt, schiebt es hinten schon gewaltig, wenn man vorne in die Eisen steigt.

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Arocs-Daten: 15,6 Litern Hubraum, maximal 625 PS und schier unglaubliche 3500 Nm Drehmoment.

Der Arocs fährt sich einfacher als eine M-Klasse: Man braucht kaum mehr als den kleinen Finger am riesigen Lenkrad, einen schweren Fuß auf dem Pedal und das blinde Vertrauen in den Motor, der den Boden unter der Kabine bei jedem Gasstoß sanft erzittern lässt. Dann setzt sich der Koloss in Bewegung und macht nicht den Eindruck, dass er sich von irgendetwas stoppen ließe. Klar ist man auf der Straße die Spaßbremse, weil auch der stärkste Arocs eine gefühlte Ewigkeit braucht, bis er mal richtig in Fahrt ist. Doch hier in der Kiesgrube ist man der König. Und selten kommt man den alten Tagen als kleiner Junge im Sandkasten so nahe wie am Steuer das Actros on the Rocks.

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Autor: Thomas Geiger



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