Mercedes B-Klasse: IAA 2011

Mercedes B-Klasse (2011) Mercedes B-Klasse (2011)

Mercedes B-Klasse: IAA 2011

— 25.08.2011

Mercedes zeigt das neue B

Mercedes bringt die neue B-Klasse zur IAA – und verspricht technische Innovationen satt. Die Aufpreisliste dürfte so lang werden wie in der Oberklasse.

"So viele Neuheiten auf einen Schlag gab es noch bei keinem Modellwechsel in der Geschichte von Mercedes-Benz", betont Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber in der Mitteilung zur neuen Mercedes B-Klasse. In der Tat: Mit dem Modellwechsel krempelt Mercedes seinen Kompaktvan zur Weltpremiere auf der IAA 2011 radikal um. Sandwich-Konzept im Unterboden für alternative Antriebe? Anders gelöst! Dafür durchweg neue Motoren rein, der Benziner mit Direkteinspritzung kommt zunächst mit 1,6 Litern Hubraum und 122 bzw. 156 PS, der 1,8-Liter-Diesel mit 109 und 136 PS. Da ist noch Luft nach oben, und bereits jetzt ist klar, dass es noch stärkere Varianten geben wird. Auf Wunsch gibt es das neue Doppelkupplungs-Getriebe 7G-DCT, das sich auch mit der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik verträgt, oder eine manuelle Sechsgang-Schaltung.

Überblick: Die Stars der IAA 2011

Optisch gewinnt die B-Klasse an Dynamik, weil sie deutlich flacher ausfällt.

Eines der Themen auf der Liste der Entwickler war die Aerodynamik. Die neue B-Klasse hat einen cW-Wert von 0,26. Laut Mercedes ist das ein neuer Spitzenwert in diesem Marktsegment. Erreicht wurde die gute Windschlüpfrigkeit durch ein angepasstes Exterieurdesign und durch Detail-Optimierungen wie etwa bei der Vorderradumströmung, der Unterbodengestaltung und der Kühlluftströmung. In Verbindung mit dem Start-Stopp-System ist das ein Garant für geringe Verbrauchswerte, auch wenn Mercedes dazu noch nichts Konkretes sagt. Wer es etwas sportlicher möchte, bekommt seine B-Klasse auf Wunsch auch mit einem um weitere 20 Millimeter tiefergelegten Sportfahrwerk. Auch die elektromechanische Lenkung der B-Klasse wurde neu konzipiert und soll deutlich direkter agieren als die des Vorgängers.

Überblick: News und Tests zu Mercedes

Innen verspricht Mercedes ordentlich Platz – und nie gekannte Sicherheit dank elektronischer Helfer.

So ganz hat sich Mercedes vom Sandwich-Konzept des Vorgängers doch nicht verabschiedet: Durch das modulare Konzept "Energy Space" – eine Weiterentwicklung des Sandwichbodens – ist die B-Klasse konstruktiv für Versionen mit alternativem Antrieb ausgelegt. Die sollen nach und nach folgen. Für die Passagiere bedeutet das vor allem, dass sie näher an den Asphalt rücken. Die neue B-Klasse ist fast fünf Zentimeter niedriger als die alte, der Fahrer sitzt fast neun Zentimeter tiefer, dafür aufrechter. Kundenwunsch, betont Mercedes. Um den Abstand zur C-Klasse zu wahren, ist die B-Klasse kürzer als erwartet (Länge/Breite/Höhe: 4359/1786/1557 Millimeter). Unterdessen schrumpfte auch der Radstand von bisher 2,78 Metern auf 2,70 Meter – immer noch üppig genug, um großzügige Platzverhältnisse zu ermöglichen. Auf Wunsch ist die B-Klasse mit dem sogenannten Easy-Vario-Plus-System erhältlich. Es bietet unter anderem die Längsverstellung der Fondsitze um bis zu 140 Millimeter (damit steigt das Gepäckraumvolumen von 488 auf 666 Liter) sowie einen Beifahrersitz, dessen Lehne sich nach vorne auf das Sitzkissen klappen lässt.

Tests zur Mercedes B-Klasse

Richtig Gas gibt Mercedes bei den Assistenzsystemen. Auf Wunsch lässt sich die B-Klasse mit allem aufrüsten, was gut (und teuer) ist. Eine solche Vielfalt an Helfern hat es in der Kompaktklasse noch nie gegeben. Da wäre zum Beispiel die radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, der die Gefahr eines Auffahrunfalls verringert. Das System warnt den eventuell abgelenkten Fahrer optisch und akustisch vor erkannten Hindernissen und bereitet den Bremsassistenten auf eine möglichst punktgenaue Bremsung vor. Diese wird eingeleitet, sobald der Fahrer deutlich in die Eisen geht. Dabei erkennt das System einen zu geringen Abstand im Geschwindigkeitsbereich zwischen 30 und 250 km/h. Auch Kolonnenverkehr kann es interpretieren und passt die Auslöseschwelle entsprechend an. Weitere Beispiele aus der Palette der verfügbaren Assistenzsysteme: Totwinkel-Assistent, Spurhalte-Assistent, Geschwindigkeitslimit-Assistent, aktiver Park-Assistent. So wird der angepeilte Einstieg deutlich unter 30.000 Euro schnell Makulatur. Nach der IAA sind wir schlauer, was diesen Punkt angeht.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.