Mercedes-Benz 300TD Art Car

— 28.06.2010

Schrotty, übernehmen Sie!

Drei Achsen, Vierradlenkung, 86 Lampen und rund 770.000 Euro Kaufpreis – für einen 27 Jahre alten Mercedes 300 TD ganz schön happige Fakten. Einmal mehr endete die Onlineauktion einer spektakulären Rarität mit "nicht verkauft".



Spätestens seit der jährlichen Verleihung des Darwin-Awards wissen wir, dass sich kuriose Ereignisse (bestätigte wie unbestätigte) kaum in Worte fassen lassen. Der Prämierung eines besonderen Maßes an Dummheit folgen die komischsten Wettbewerbe weltweit. Je durchgeknallter, desto größer der Aufmerksamkeitsfaktor. Das gilt, ganz beispielhaft, auch für die jährliche Art Car-Parade im texanischen Houston. Grell, unförmig und kurz vor dem Abheben schlängeln sich ulkig zusammengeschusterte Vehikel durch die Zwei-Millionen-Stadt. Einzige Voraussetzung: Das Ding muss rollen! Und das tut der Art Car-Gewinner von 2007 und 2009 allemal. Unter dessen Raumschiff-ähnlicher Maske verbergen sich zwei Mercedes-Benz 300TD W123.

Außen hui, innen schnarch: Im Innenraum gibt's Opa-Ausstattung.

Verantwortlich für das Gefährt ist Antti Rahko, ein in Florida residierender Finne. Teile von etwa 40 anderen Autos – beispielsweise vom Chrysler Imperial – verschweißte der findige Bastler mit den auf Maß zurecht gestutzten Chassis der Mercedes-Kombis. Lange 29 Fuß (fast neun Meter) misst das Asphalt-Shuttle und bringt dabei gut 3,5 Tonnen auf die Waage. Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit dürften kaum interessieren, viel mehr die Zeitspanne, bis die zehn möglichen Passagiere in ferne Galaxien mit Klingonen und Ferengi entschwunden sind. Antti Rahko nutzte seinen mit 86 Lampen und knapp 40 Spiegeln gespickten "Finnjet" bis vor einiger Zeit noch für Touristenfahrten. Damit ist allerdings jetzt Schluss. Für umgerechnet 770.000 Euro wollte der Wahl-Floridianer seinen Hyper-Mercedes bei einer Internetauktion verkaufen. Genug Geld, um sich einem neuen Projekt zu widmen, oder sich zur Ruhe zu setzen. Leider hat Rahko die Rechnung ohne die Käufer gemacht. Denen war das Ulk-Trumm gerade mal 222.000 Euro wert.

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