Mercedes-Benz B-Klasse

Mercedes-Benz B-Klasse

— 10.02.2005

Viel Platz zwischen A und C

Jetzt ist das Mercedes-ABC komplett: Die B-Klasse fhrt genau zwischen A und C und gegen den Golf Plus.

Grer und schner als die A-Klasse

B welch ein begeisternder Buchstabe. Da denken wir doch sofort an Benz, den Erfinder des Automobils, der aufgrund der schremppschen Globalisierungsbemhungen piettlos aus dem Firmennamen gestrichen wurde. Die Wahrheit ist leider die: B fllt als nchterner Buchstabe nur die Lcke zwischen A- und C-Klasse. Dahinter steckt aber mehr.

B droht den kompakten Vans und Kombis, jngster Konkurrent ist beispielsweise der Golf Plus. Wobei sich Mercedes-Benz preislich natrlich nach oben absetzt: Unter 21.500 Euro wird vermutlich keine B-Klasse zu haben sein. Sie soll richtig Geld verdienen. Denn der B macht die Produktion in Rastatt rentabler, bedient er sich doch vieler Komponenten des kleineren A. Der liefert unter anderem den Sandwichboden, die vor und unter den Fahrerfen eng wie ein Maanzug eingepaten Antriebsaggregate (aus Platzgrnden wird es also nie einen Sechszylinder geben) und die Achsen. Auch im Innenraum sind viele alte Bekannte zu treffen.

Bs Bestimmung heit: besser sein als A, grer und auch schner. Zwar wuchs die aktuelle A-Klasse um rund 23 Zentimeter auf insgesamt 3,84 Meter Lnge. Der B legt nun aber noch mal stattliche 43 Zentimeter zu, kommt auf 4,27 Meter. Das ist ziemlich exakt Golf-Niveau (4,21 Meter). Um im Hause Daimler zu bleiben: Vom C trennen den B 25 Zentimeter.

Kniefreiheit auf S-Klasse-Niveau

Die C-Klasse bekommt dennoch selbst krftig Konkurrenz. Aufgrund der raumsparenden Motoranordnung bietet der B in jeder Hinsicht mehr Platz. Das verschweigt der Presseprospekt auch nicht. Da heit es: "Im Innenraum bertrifft das neue Modell gleichgroe Pkw in allen komfortrelevanten Maen wie Schulterraum, Beinraum und Kopffreiheit." Im Fond genieen die Insassen eine "Kniefreiheit, die beinahe S-Klasse-Niveau" entspricht. Eine Aussage, die wir beim ersten Test natrlich sehr gerne nachprfen werden.

Genauso wie die B-triebsamkeit: Sechs Motoren stehen zur Wahl, von 95 bis 193 PS. Fnf- oder Sechsgangschaltgetriebe leiten die Kraft zu den Rdern, eine stufenlose Automatik ist auf Wunsch fr alle Modelle lieferbar. Bei der Ausstattung aber offenbaren sich Gegenstze: Die schwbische Sparsamkeit verlangt Aufpreis fr Sidebags im Fond und Windowbags, die sich vorhangartig von der A- bis zur C-Sule spannen.

Auch ein Diesel-Partikelfilter wird nur "auf Wunsch" angeboten. Andererseits gibt es opulente Extras kostenlos: Das ESP enthlt jetzt auch eine Reifendruck-Verlustwarnung sowie Steer Control, der Laderaumboden lt sich zweistufig in der Hhe verstellen, und die Stodmpferkrfte passen sich automatisch jeder Fahrsituation an. ber Klimaanlage und elektrische Fensterheber sowie wrmedmmendes Glas redet heute keiner mehr, das hat man einfach. Also B wie Bube? Es scheint ganz so, als ob Mercedes-Benz hier einen Trumpf in der Hand hlt, der manch Konkurrenten stechen knnte.

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