G63 AMG gepanzert: Sitzprobe

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Mercedes-Benz G63 AMG gepanzert: Sitzprobe

— 29.07.2013

Schwer geschützt

Alpine Armoring macht den G63 AMG durch eine Tonne Panzerstahl zur rollenden Festung. Wie sich diese Trutzburg anfühlt, klärt die Sitzprobe.

Auf den ersten Blick wirkt der schwarze G63 AMG von Alpine Armoring aus den USA wie ein gewöhnliches Serienmodell von Mercedes. Von der tonnenschweren Panzerung ist nichts zu sehen. Absicht – wer bedroht ist, Sicherheit braucht, der will nicht unnötig die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dennoch verraten zwei kleine Details den hohen Sicherheitsstandard  (Klasse A9/B6) dieses G63: Die vier seitlichen Abgasrohre sind durch Gitter im Form des Firmenlogos von Alpine Armoring vor Sabotage geschützt. Außerdem wurden unter dem Kühlergrill zwei rot-blaue LED-Lichter verbaut, falls man im Straßenverkehr zur Not doch auffallen muss.

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Da haben Gewehrkugeln keine Chance: vier Zentimeter dickes Panzerglas.

Es benötigt Kraft, um die gepanzerte Fahrertür zu öffnen, die aufgrund ihrer Masse mit verstärkten Scharnieren am Rahmen befestigt ist. Beim Schließen knallt es dumpf, als wenn eine Tresortür zugeht. Und so fühlt es sich auch hinter dem Steuer an, wie an dem geschütztesten Ort einer Bank. Pistolen- und Gewehrkugeln kommen hier nicht rein. Explodierende Granaten oder Minen scheitern an den extra dicken Bodenplatten, die zudem nach den Umbaumaßnahmen für einen tiefen Schwerpunkt sorgen. Ob hinter dem Armaturenträger oder in den Radkästen, überall ist schusssicherer Stahl verbaut. Passgenau zurechtgeschnitten und versteckt hinter den Verkleidungen. Dadurch ist der Innenraum spürbar isolierter von Außengeräuschen als das Standardmodell.

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Die Insassen müssen auf keinen Komfort verzichten. Die gesamte Designo-Innenausstattung mit den sechs bequemen Nappaleder-Sitzen blieb komplett erhalten. Nach der Panzerung des Dachs wurde der Himmel mit Alcantara neu bezogen. Außerdem gibt es eine weitere technische Spielerei: ein Außensprechanlage mit integrierten Warntönen. Die vier Zentimeter dicken Panzerglasscheiben bestehen aus mehreren Schichten. Nach längerer Zeit ist es, als blicke man durch eine Brille mit verstärkten Gläsern. Gewöhnungsbedürftig.

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Der gepanzerte G63 AMG kostet je nach Ausstattung zwischen 230.000 und 245.000 Dollar (173.000 bis 185.000 Euro). Das sind knapp 46.500 Euro mehr als für einen normalen G63 AMG in Deutschland (ab 138.635 Euro). Durch die Panzerung steigt das Gewicht von 2,6 auf 3,6 Tonnen, was dem bärenstarken V8 nichts ausmacht, aber kleinere Änderungen am Fahrwerk erfordert. 

Technische Daten • Alpine Armoring Mercedes G63 AMG • Modelljahr 2013 • Motor 5,5 Liter V8 Biturbo • 544 PS • 760 Nm bei 200 U/min, max 5500 U/min • 7-Gang-Automatik • H/B/L in cm 197/181/471 • Gewicht 3,6 Tonnen • Schutzklasse A9/B6 • Preis zwischen 230.000 und 245.000 Dollar (173.000 bis 185.000 Euro).
Robin Hornig

Fazit

Der G63 AMG fällt im Straßenbild nur durch seine zeitloses und markantes Designs auf, aber keinesfalls wegen der dicken Panzerung. Damit ist das Fahrzeug von Alpine Armoring weniger protzig als viele SUVs, bietet aber weitaus mehr Schutz.

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