Mercedes-Benz ML 350 BlueTec: Erster Fahrbericht — 20.07.2011
So fährt der neue große Diesel-ML
Die Auslieferung des neuen ML beginnt im Herbst 2011, bei 54.978 Euro starten die Preise. Besonders stolz ist Mercedes darauf, dass die beiden Dieselversionen Euro 6 erfüllen. Erster Fahreindruck mit dem Top-Diesel.
Die
M-Klasse ist in die Jahre gekommen. Im ersten Halbjahr 2011 griffen in Deutschland nur noch rund 3500 Käufer zum Stuttgarter Edel-SUV. Beim Erzrivalen
BMW X5 waren es immerhin fast 30 Prozent mehr, also etwa 4600 Familien- und Freizeitkraxler. Doch das lässt sich
Mercedes natürlich nicht bieten. Ab November fährt die dritte Auflage der M-Klasse bei uns vor, um sich in der Gunst der Käufer wieder nach vorn zu drängeln. Rein äußerlich durfte sie dazu um 24 Millimeter in der Länge wachsen, gleichzeitig einen Hauch breiter und flacher werden.
Beliebter Geselle: ML 350 BlueTec 4Matic (Dreilieter-Sechszylinder) mit 258 PS und 620 Nm Drehmoment.
Erster Eindruck in freier Wildbahn auf den Highways und Schotterpisten Montanas: Steht ihm verdamm gut, der neue Look, lässt ihn flotter und auch irgendwie schlanker wirken. Doch mit optischen Retuschen allein geben sich die Schwaben natürlich nicht zufrieden. Vor allem die betont sparsamen Motoren sollen die Stuttgarter wieder auf die Überholspur bringen. Wir fuhren den bei uns beliebten Sechszylinder-Diesel (Selbstzünder-Rate bei beiden über 90 Prozent) ML 350 BlueTec 4Matic – ein großer Wurf oder eher ein netter Versuch? Bei den Leistungsdaten des Dreiliter-Sechszylinders darf man schon mal aufhorchen. Mit 258 PS und 620 Nm Drehmoment wirft sich der dicke Benz ungeahnt dynamisch ins Rennen. Leistungsmangel lässt sich jedenfalls nicht erkennen, wir haben uns in den USA aus Selbstschutz aber auch nicht über 150 km/h getraut. Beim Sprint bis Tempo 100 steht laut Mercedes jedenfalls die Sieben vor dem Komma.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Raumwunder: Mercedes spendiert dem neuen ML üppige 690 bis 2010 Liter Stauraum.
Trotz der über zwei Tonen Leergewicht liegt die Höchstgeschwindigkeit bei beachtlichen 224 km/h – auch ein Verdienst des sehrt guten cW-Werts von 0,34 (ML 250 CDI: 0,32). Als Selbstzünder verrät sich der Motor im ML dabei nur beim Beschleunigen, ansonsten brummelt er friedlich vor sich und wird spätestens ab Autobahnrichtgeschwindigkeit von den übrigen Fahrgeräuschen übertönt. Neben der Leistungskur standen vor allem Verbrauch und Umwelt im Mittelpunkt der Entwicklung. Bedarfsgerecht gesteurte Nebenaggregate, verstellbare Lüfterjalousie, Aerodynamik-Optimierung sowie Start-Stopp und eine Harnstoffeinspritzung für Euro 6 lassen den ML 350 Bluetec zum sparsamen Sauberman werden. Unter sieben Liter auf 100 Kilometer versprechen die Schwaben für ihren Allrad-Stern made in USA.
Erhalten blieb dem ML sein ausgesprochen komfortables Wesen. Im ML fühlen sich Passagiere einfach gut aufgehoben und kommod untergebracht. Da verlieren sogar schlecht geflickte amerikanische Nebenstraßen mit fiesen Schlaglöchern und abenteuerlichen Auswaschungen viel von ihrem Schrecken. Wir würden allerdings dennoch empfehlen, zu der feinen Luftfederung (2023 Euro) nicht unbedingt 20-Zoll-Räder (ab 774 Euro) zu bestellen wie auf unserem Testwagen. Jede Wette, die serienmäßigen 17-Zöller können das noch besser. Beim Kofferraum scheinen die Schwaben dann richtige Wunder vollbracht zu haben. Die neigungsverstellbare Lehne ausgenutzt, wächst das Stauvolumen auf ziemlich üppige 690 bis 2010 Liter. Beim abgelösten ML mussten die Kunden mit 500-2050 Liter zufrieden sein. Deutlich geringer fällt der Zuwachs beim Preis aus. Ab 58.727 Euro fährt der 350er Diesel vor – trotz Euro 6 nur 595 Euro teurer als der Vorgänger.
Kommentare zum Artikel (38)
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immer diese schlechtredner.es sollten nur leute schreiben die auch erfahrung mit dem auto haben bevor sie es runter machen-nur neider.der spritverbrauch ist ungeschlagen in der klasse zum beispiel-also nix von wegen der x5 ist besser.und wer eine kopie eines ssangyong sieht sollte sich die beiden autos nochmal anschauen-da ist soviel ähnlichkeit wie zwischen einem bierglas und einer waschmaschine-ich habe mir jedenfalls schon eine neue m-klasse bestellt und das ist gut so
Toll Mercedes, ihr habt's geschafft, das Auto schaut im Heckbereich wie 'ne Billigkopie eines China-ML's aus.
1. BMW
2. Audi
3 Mercedes
Sagt alles, mehr braucht man nicht zu wissen!
Öl ist endlich. Benzin wird nicht billiger werden. Wo bleiben in unserem Land die anderen Hochtechnologien und Zukunftsprojekte? z.B. Förderung der Gentechnik, Mikrotechnologie, Internet, etc. Ich will nicht erleben, dass Deutschland in 20 Jahren zum Dinosaurier geworden ist, weil sich alles aufs Auto versteift hat und mangels Interesse, Förderung oder durch endlose Ethik-Diskussionen oder linke Gutmenschen mit ihrem Permanent-Vetorecht, wir die Zukunft verschlafen haben.
Seitenansicht vom alten Kia Sportage. Designmäßig nicht moderner als der Vorgänger. Seite, Heck und Innenraum sehen aus wie der zweite Designentwurf des 2004er Modell. Muss man aber noch mal live sehen.