Mercedes-Benz SL 65 AMG

Mercedes-Benz SL 65 AMG Mercedes-Benz SL 65 AMG

Mercedes-Benz SL 65 AMG

— 28.04.2004

Hier kommt der Über-SL

612 PS, die keiner wirklich braucht. Denn es gibt bereits zwei 500-PS-SL und den SLR McLaren mit 626 PS.

Darüber gibt es nur noch Motorsport

Müssen wir das verstehen? Da gibt es einen Mercedes-Benz SL 500 mit 306 PS. Wer ihn gefahren hat, weiß, das ist der absolute Traum, souverän in jeder Lebenslage. In Zahlen: Rund sechs Kilo hat jedes Pferd zu schleppen. Nicht viel, wenn wir im Vergleich einen VW Golf mit 115 PS sehen: Da sind es gut zehn Kilo pro PS. Aber zurück zum SL.

Wie wir alle wissen, ist dieser 500er ja nicht etwa das Topmodell. Über dem V8 hat Mercedes-Benz längst eine Doppelspitze installiert: den SL 55 AMG mit Kompressor-V8 und den SL 600 mit 5,5-Liter-Biturbo-V12. Beide jeweils mit sagenhaften 500 PS versorgt. Heißt: Hier hat jedes Pferd nur rund vier Kilogramm zu bewegen. Und entsprechend brachial fallen sie auch darüber her.

Zugegeben: Das Fahren mit diesen beiden Boliden ist ein Erlebnis. Setzt aber auch ein gehöriges Maß an Disziplin voraus. Denn diese perfekte Geschosse können auch zur Waffe werden. Eigentlich könnte hier jetzt Schluss mit dem Aufrüsten sein. Darüber gibt es nur noch Motorsport oder die Welt der Superreichen. Und für die hat Mercedes-Benz seit kurzem ja auch ein Feinerli in der Preisliste: den SLR. Ein sündhaft teures Spaßgerät mit 626 PS, ebenfalls aus einem 5,5-Liter-Kompressor-V8.

Biturbo-V12, 1000 Newtonmeter

Doch es ist noch immer nicht das Ende erreicht. Jetzt präsentiert uns Mercedes-Benz tatsächlich noch einen Power-Roadster. SL 65 AMG heißt das teure Stück und soll der stärkste (Serien-)Roadster der Welt sein. 6,0-Liter-Biturbo-V12, 612 PS, 1000 Newtonmeter, 4,2 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h, 250 km/h Spitze. Akademische Werte und Antworten auf Fragen, die keiner so richtig gestellt hat. Der SL Nummer fünf (es gibt ja auch noch den 350er mit 245 PS) wendet sich an alle, die Probleme haben, ihr Geld unters Volk zu streuen, und ist mit Sicherheit der SL mit dem größten Überflüssigkeits-Faktor.

201.840 Euro soll er kosten. Was noch einmal 71.000 Euro Aufschlag zum bisherigen Preiskönig SL 600 bedeutet. Er hat dann neben einer Superbremse mit Verbundscheiben, ABC und Fünfgangautomatik mit Lenkradschaltung fast alles an Bord, was edel und teuer ist. Und so wird er dann seine Liebhaber finden. Viele wahrscheinlich sogar.

Wie auch der SL 55 AMG für Furore sorgte. In seinem ersten Jahr unterschrieb jeder vierte SL-Kunde für den 500-PS-Bomber. Wenn doch der automobile Fortschritt auf anderen Gebieten ebenso rasant beschleunigen würde wie bei der Leistungsexplosion ...

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