Mercedes-Sicherheitstechnik

Mercedes-Benz Intelligent Light Mercedes-Benz Intelligent Light

Mercedes-Benz-Technologie

— 14.02.2006

Magische Augen für die E-Klasse

Der Fahrer lenkt, sein Auto denkt. Beim neuen "Intelligent Light System" reagieren die Scheinwerfer individuell auf Tempo, Licht und Lenkeinschlag.

Landstraßen- und Autobahnlicht

Wenn ab Sommer 2006 Fahrer der Mercedes E-Klasse unsicher sind, ob Tag ist oder Nacht, muß das nicht am Wetter liegen: Die Scheinwerfer des mittleren Mercedes werden ab Juni gegen Aufpreis mit dem "Intelligent Light System" ausgerüstet, das nächtliche Landstraßen ungekannt – und unaufgefordert – stark erhellt.

Der Preis ist noch nicht fix, die technischen Talente aber bekannt: Das intelligente Licht-System schaltet bei bestimmten Geschwindigkeiten um in eine andere Lichtstufe, die auf Tempo und Straßenbeschaffenheit eingestellt ist. Die bereits bewährten Bi-Xenon-Scheinwerfer wurden weiterentwickelt und erhielten eine automatische Steuerung. E-Klasse-Fahrer sehen in bestimmten Situationen mit der neuen Technologie angeblich um bis zu 50 Meter weiter.

So bündelt das "Landstraßenlicht" den Lichtkegel am linken Fahrbahnrand und vergrößert so den Sichtbereich um rund zehn Meter. Erreicht die E-Klasse 90 km/h, schaltet der Rechner auf "Autobahnlicht" um. Die Leistung der Xenon-Strahler wird dann automatisch von 35 auf 38 Watt erhöht. Seit drei Jahren ist die E-Klasse bereits mit dem adaptiven Kurvenlicht ausgestattet, das die Scheinwerfer parallel zum Lenkeinschlag schwenken läßt. In der E-Klasse folgt das adaptive Kurvenlicht dem Straßenverlauf um bis zu 15 Grad – sowohl im Abblend- wie auch im Fernlichtmodus.

Verbessertes Kurven- und Abbiegelicht

Jetzt sind zu dieser Entwicklung noch vier weitere Sicherheits-Innovationen hinzugekommen: Das Abbiegelicht schaltet den Nebelscheinwerfer zu und schwenkt ihn automatisch nach rechts oder links, wenn der Fahrer bis auf unter 40 km/h verlangsamt, den jeweiligen Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. So wird in seitliche Abzweigungen etwa 30 Meter weit hineingeleuchtet – erhöhte Sicherheit für Gegenverkehr, Fußgänger und kreuzende Radfahrer.

Auch bei Nebel läßt die Technik der E-Klasse ihren Piloten nicht im Stich: Das erweiterte Nebellicht schaltet sich automatisch zu, wenn die Nebelschlußleuchte betätigt wurde und das Fahrzeug nicht schneller als 70 km/h fährt. Dabei wird der linke Scheinwerfer nach außen geschwenkt und gleichzeitig leicht abgesenkt. Das soll die Eigenblendung durch reflektierenden Nebel vermeiden.

Herz der mobilen Lichtorgel ist ein elektronisches Steuergerät, das mit wichtigen Meßpunkten des Wagens vernetzt ist und ständig Ist-Werte über Lenkwinkel, Fahrtrichtung und -geschwindigkeit verarbeitet. Auch an die Innenbeleuchtung haben die Techniker aus Sindelfingen gedacht. Um die Aufmerksamkeit des Fahrers bei Nachtfahrten nicht abzulenken, wurde die "ambiente Beleuchtung" entwickelt. Sie setzt auf Leuchtdioden (LEDs), die indirekt an strategisch wichtigen Konsolen und Schaltern für leichte Erkennbarkeit sorgen. Zugleich kreieren sie eine angenehme Atmosphäre, die einer Ermüdung der Augen vorbeugen soll.

Diesen Leuchtdioden wird im Auto von morgen eine tragende Rolle zukommen: Zu sogenannten Arrays (Dioden-Einheiten) angeordnet, können die kleinen Lichtbringer unterschiedliche Funktionen ausführen z.B. Richtungen ausleuchten. Noch Zukunftsmusik sind Leuchtdioden, deren Lichtimpulse beispielsweise in den Bremsleuchten der Elektronik des folgenden Fahrzeuges signalisieren, wie stark die Verzögerung erfolgt. Aus diesen Daten könnte dann der Bremsassistent des Hintermannes die eigene Bremsintensität ermitteln, um einen Crash zu vermeiden.

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