Mercedes-Benz Vision CLS

Mercedes-Benz Vision CLS Mercedes-Benz Vision CLS

Mercedes-Benz Vision CLS

— 15.09.2003

Mercedes-Benz zeigt (Über-)Mut

Coupés mit Stern gibt es genug. Deshalb zeigt Mercedes-Benz den CLS nach dem Motto: Es gibt keine Marktlücke, also nutzen wir sie.

Neue Version des Vieraugen-Gesichts

Vom Smart bis zum SLR made by McLaren – Mercedes-Benz besetzt inzwischen selbst die kleinste Marktlücke. Und jetzt sogar Nischen, die es gar nicht gibt. Oder wo sollen wir den "Vision CLS" noch einordnen? Ein Coupé zwischen CLK und CL, für Aufsteiger aus der E-Klasse oder Geschäftsleute, denen die S-Klasse zu dick aufträgt, wie es Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert formuliert. Die Position, die der CLS im randvollen Modellprogramm einnehmen soll, ist selbst mit der Lupe kaum zu sehen.

Seine attraktive Eleganz fällt schon eher ins Auge. Gespannte Flanke, flache Heckscheibe, imposante Überhänge – der CLS sieht aus, als hätten sich Giugiaro und Brabus eine Nacht lang bei einer Flasche Roten über die E-Klasse hergemacht. Dieser Mercedes-Benz mit der neuen Interpretation des Vier-Augen-Gesichts dürfte in der Geld-Welt eine gute Figur abgeben, was allein schon Begehrlichkeit weckt und Konten öffnet.

Und wenn ein Hersteller – beflügelt durch eine Ahnenreihe erfolgreicher schöner Coupés – Übermut zeigen darf, dann Mercedes-Benz. "Vision CLS", so der offizielle Name der IAA-Studie, heißt in Mercedes-Benz-Sprache nichts anderes als: So wird er gebaut. Auf der Plattform der E-Klasse (Radstand 2,85 Meter) streckt sich der CLS auf 4,91 Meter Länge (92 Millimeter mehr) und 1,85 Meter Breite (plus 29 Millimeter).

Der CLS steht ab 2005 beim Händler

Das nur 1,39 Meter hohe Dach (59 Millimeter tiefer als ein E) verlangt beim Einstieg nach hinten einen noch tieferen Diener als in der Limousine – als Taxi dürften wir den CLS kaum erleben. Dafür erscheint das Interieur der Studie auch zu luxuriös. Leder an der A-Säule, offenporiges Eichenholz an der Armaturentafel und zwei luxuriöse Einzelsitze im Fond signalisieren für die Serienversion: Hier entsteht ein Reich zum Genießen und Austoben (teurer) Sonderwünsche.

Entsprechend packt Mercedes-Benz in die Studie alles, was die Technik an Neuheiten hergibt: die neue Siebengangautomatik – ab Herbst für die Achtzylinder von E- bis CL-Klasse zu haben – sowie einen 265 PS starken 3,2-Liter-Biturbo-Diesel. Mit dem Sechszylinder soll der CLS in 6,4 Sekunden auf Tempo 100 sprinten, abgeregelte 250 Spitze rennen und 7,5 Liter verbrauchen.

So weit ist es also gekommen: Da fragt Mercedes-Benz auf der IAA allen Ernstes: "Wollt ihr so etwas Verrücktes wie ein Luxus-Coupé mit vier Türen und einem Sportdiesel, der kein Auge trocken lässt?" Dabei steht die Antwort schon längst fest. Und ab 2005 beim Händler.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.