Mercedes C 200 Kompressor Sportcoupé

Mercedes C200 Kompressor Sportcoupe Mercedes C200 Kompressor Sportcoupe

Mercedes C 200 Kompressor Sportcoupé

— 12.02.2002

Heck, lass nach

Die C-Klasse als Sportcoupé: kein Grund zum Erschrecken. Aber zum Wundern.

Motor und Fahrwerk

VW Scirocco? Honda CRX? Mazda 323? Irgendwo haben wir so etwas schon mal gesehen: ein Coupé-Heck mit geteilter Scheibe. An der eleganten C-Klasse hätten wir es, ehrlich gesagt, nie erwartet. Doch jetzt ist es da. Sportcoupé taufte Mercedes den Zweitürer. Im Test: der Zweiliter mit Kompressor für 50.593 Mark.

Fahrfreude und Antrieb Der Zweiliter-Kompressor tritt bissig an, klingt aber nicht halb so gut wie er fährt. Das raue Rasseln muss man mögen. Mit der hakeligen Schaltung und dem Ruckeln im Antriebsstrang werden wir uns aber nie anfreunden. Etwas gewöhnungsbedürftig auch die Lenkung: anfangs ungenau in der Mittellage, erst dann direkt ansprechend.

Fahrleistungen Der C 200 K trägt den Sport zu Recht im Namen: Er begeistert mit bemerkenswertem Temperament, hervorragendem Durchzug und hoher Endgeschwindigkeit.

Fahrwerk und Sicherheit Tiefer gelegte Karosserie, straffere Dämpfer, geringfügig schmalere Spur - das Sportcoupé liegt damit unruhiger als die Limousine. Und agiler fährt es auch nicht. Das ESP regelt rigoros.

Komfort und Preis

Karosserie und Qualität Platz gibt es jedenfalls genug, auch in dieser Karosserieform. Selbst im Fond bekommt niemand Platzangst, nur große Leute müssen den Kopf ein bisschen einziehen. Ein Nachteil der Coupélinie. Genauso wie die schlechte Sicht nach hinten. Die zweigeteilte Scheibe hilft da nicht, der Durchblick nach unten ist stark verzerrt. Im Stummelheck selbst steckt ein ansehnliches Gepäckabteil: 310 Liter passen rein, die Reserverad-Mulde mitgerechnet. Rückbank und -lehne lassen sich umlegen, dabei können die Kopfstützen an der Lehne bleiben. Mit Akribie und sehr ordentlich ist das alles gebaut - wie das ganze Auto. Mit den 1100 Liter Ladevolumen wird das Sportcoupé dann fast zum Kombi.

Komfort Erstklassige Sportsitze, Federung jedoch stuckerig auf Querfugen. Für das Wohlbefinden: Eine wichtige Klimaautomatik muss extra geordert werden (3199 Mark).

Preis und Kosten 50.593 Mark, 3630 Mark weniger als die Limousine (Classic). Dafür mit ebenso happiger Aufpreisliste.

Fazit Keine falschen Erwartungen: Eine günstige Einstiegsversion der C-Klasse ist das Sportcoupé mit diesem Motor nicht. Und auch die Anforderungen an ein sportliches Coupé im Wortsinn kann es kaum erfüllen. Dazu ist es - Verzeihung - einfach nicht elegant genug, bietet zu wenig Flair. Zwar überzeugen Fahrleistungen und Sicherheitsniveau, und auch die große Heckklappe ist ganz praktisch, aber Lenkung, Schaltung und Fahrwerk setzen keine Maßstäbe.

Technische Daten und Ausstattung

Technik Motor Vierzylinder Benziner • Hubraum 1998 cm3 • Leistung 120 kW (163 PS) bei 5300/min • Drehmoment 230 Nm bei 2500/min • Getriebe 6-Gang manuell • Antrieb Heck • Bremsen Scheiben/Scheiben, ESP • Reifen 205/55 R 16 V • Kofferraum 310/1100 l • Tankinhalt 62 l • Länge/Breite/Höhe 4343/1728/1380 mm • Leergewicht und Zuladung 1420/485 kg • Anhängelast (gebremst) 1200 kg

Serienausstattung ESP

Extras Automatikgetriebe 3834 Mark • Automatisiertes 6-Gang-Getriebe 1860 Mark • Panoramaschiebedach 2904 Mark • Klimaautomatik 3199 Mark

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