Mercedes C-Klasse (2014)

— 26.09.2013

Die kleine S-Klasse

Mit der neuen C-Klasse will sich Mercedes an die Spitze der Mittelklasse vor BMW 3er und Audi A4 setzen. Ihre Strategie lautet: Luxus, gepaart mit umfangreicher Technik und Modellvielfalt.



Neue Chance, neues Glück. Diesmal mit dem Segen von ganz oben, denn die nächste C-Klasse ist in vielerlei Hinsicht eine S-Klasse im Kompakt-format. Nicht nur das Design profitiert vom Abstrahleffekt des großen Bruders. Auch die Assistenzsysteme werden aus der Oberklasse nach unten weitergereicht, das Hybridkonzept schlägt durch, die Motoren sind teilweise sogar baugleich. Drei Prioritäten setzen Zeichen für die neue C-Klasse ab 2014: Beim Thema Wertigkeit will Mercedes mit dem Konkurrenten Audi gleichziehen, die Fahrdynamik soll auf BMW-Niveau liegen, Fahrkomfort und Sicherheitsniveau orientieren sich am Standard des hauseigenen Luxusmodells.

Die Strategie: Finger in die Wunde

Mercedes legt seine Finger ganz gezielt in die Wunden der Konkurrenz. Was kann BMW weniger gut als Mercedes? Richtig: Anmutung, Oberflächen, Wertigkeit. Und woran krankt Audi im Vergleich zum Stern? Genau: an mangelnder Differenzierung zwischen den Baureihen, zu schwacher Design-Evolution und Nachholbedarf in Sachen Infotainment. Mit der neuen C-Klasse legen die Stuttgarter ihre Finger in genau diese Wunden der beiden Hauptkonkurrenten. Die neue C-Klasse (Werkscode W 205) parkt exakt zwischen der mutigen A-Klasse und der eher konservativ gestalteten S-Klasse ein. Die Gewichtseinsparung (70 Kilo) findet ihre Entsprechung in der leichtfüßigen Optik. Zur klassischen Eleganz gesellt sich künftig eine Extraportion Dynamik. Die neue Silhouette betont den längeren Radstand und die breitere Spur – kommt gut, wie wir uns auf der realistischen Computerretusche oben überzeugen können.

G-Klasse Cabrio: Final Edition

Mercedes G-Klasse Cabrio: Final Edition Mercedes G-Klasse Cabrio: Final Edition Mercedes G-Klasse Cabrio: Final Edition
Auch innen verspricht Mercedes eine Reihe von Superlativen: Top-Oberflächen, größter Navi-Bildschirm der Klasse, noch intuitivere Bedienung über Touchpad und Controller wie in der S-Klasse, optimale Smartphone-Anbindung, konkurrenzlos breites Angebot an Assistenzsystemen. Anders als Audi und BMW vertraut Daimler bei den teilelektrifizierten Antrieben auf den Mix aus Mildhybrid (günstig, aber geringe Reichweite im Elektromodus) und Plug-in-Hybrid (teuer, aber 50 Kilometer emissionsfreies Fahren dank der Möglichkeit, die Akkus an der Steckdose aufzuladen). An der Performance-Front reklamiert der 476 PS starke C 63 AMG einen Führungsanspruch gegen den M3 (422 PS) und den RS 5 (450 PS) – und das erstmals in drei Karosserievarianten (siehe Modellpolitik). Das fünftürige Sportcoupé zielt mit dem 150 Millimeter längeren Radstand der in China montierten C-Klasse genau in jene Marktlücke, in der Kombis und Minivans wegen ihres Image-Defizits nur bedingt punkten können.

Die Modellpolitik: Mehr Auswahl, mehr Inhalt, mehr Qualität

Die C-Klasse wird langsam, aber sicher zur Großfamilie. Nur das eigentlich fix und fertige Cabrio hat in letzter Minute doch die Freigabe verpasst: zu geringe Stückzahlen, die übliche Ausrede der Stuttgarter Erbsenzähler. Neu im Programm ist dagegen das Sportcoupé, das intern auch Liftback heißt. Damit will Mercedes nicht nur dem Audi A5 Sportback und BMWs 4er Gran Coupé Kontra geben, sondern auch dem 3er GT Paroli bieten. Die neue C-Klasse- Variante ist nämlich zwei Fahrzeuge in einem: sportlich-eleganter Hingucker und vielseitiger Lademeister. Ob die Rechnung an der Verkaufsfront aufgeht? Mal sehen. Fix eingeplant ist ein eigenständig eingekleideter Zweitürer. Der könnte CLK heißen – oder einfach C-Klasse Coupé, so wie es die größeren Coupés vormachen. Für alle Karosserievarianten wird es auf Wunsch und gegen Aufpreis den 4Matic-Allradantrieb geben.

Die Technik: steigende Gleichteile-Quote

Neunstufenautomatik, Reihensechszylinder, Vierzylinder-Sparmotor – aber noch nicht zum Verkaufsstart. Die Gleichteile-Quote im Motorenbereich wird in der neuen C-Klasse ab 2014 deutlich steigen. Aktuell beträgt sie zwischen Vier- und Sechszylindern und zwischen Benzinern und Dieseln gerade mal sechs Prozent. In Zukunft steigt dieser Wert drastisch an: 60 Prozent Vereinheitlichung, das entspricht einem Drittel der Wertschöpfung. Außen vor sind zunächst nur die kleinen Vierzylinder für die A- und B-Klasse. Mit folgenden Hubraumvarianten darf gerechnet werden: Vierzylinder-Benziner, 1,6 und 2,0 Liter • Vierzylinder-Diesel, 1,6 und 2,0 Liter • Sechszylinder-Benziner, 3,0 Liter • Sechszylinder-Diesel, 2,9 Liter • V8-Benziner, 4,0 Liter. Bei beiden Sechszylindern kehrt Mercedes von der V-Form zur Reihenbauweise zurück. Die hausintern entwickelte Automatik verfügt künftig über neun Fahrstufen. Zu den weiteren Technik-Highlights der C-Klasse gehören Hochdruckeinspritzung (2500 Bar), Nockenwellenverstellung (Camtronic) und Wasser- Luft-Intercooler.

Bilder: Vorschau Mercedes C-Klasse (2014)

Autor: Georg Kacher

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