Mercedes C-Klasse: Sitzprobe

Mercedes C-Klasse (2014): Sitzprobe

— 16.12.2013

Neue C-Klasse: Wir saßen schon drin!

Daimler zeigt die neue Mercedes C-Klasse. Draußen wirkt sie moderner – und wie es im Cockpit zugeht, lesen Sie hier. Die erste Sitzprobe!

Außen hat sich die Mercedes C-Klasse den Staub aus dem Blech geklopft. Gestreckter und schlanker wirkt die Limousine, vor allem nicht so faltig im Blech wie Mercedes A-Klasse und CLA. Drinnen blieb kein Stein auf dem anderen, hier wartet eine deutlich andere Wohnlandschaft als im Vorgänger. Der Fahrer hockt in einer tiefen Sitzhöhle, vor sich tief versenkte Rundinstrumente, neben sich die hohe Mittelkonsole, die bei Automatikmodellen im weiten Schwung aufragt bis zu den obligatorischen Luftdüsen. Die sind im Basismodell schwarz, bei höheren Versionen mattsilberfarben. Den silbernen Zierkeil am Armaturenbrett haben alle Varianten der neuen C-Klasse, ebenso das seltsam verbaute Handschuhfach: Der Deckel öffnet kaum weiter als ein Briefschlitz – wie konnte der Chefentwickler das absegnen?
Alle Bilder, Preise, technische Daten: So kommt die neue C-Klasse

Das clevere Touchpad ist überraschend günstig

Video: Mercedes C-Klasse

Das Video zur neuen C-Klasse

Die Klappe gehört zu den vielen Kompromissen, die Christian Früh eingehen musste. "Am längsten haben wir über das Touchpad diskutiert", berichtet der Ingenieur. Das Ergebnis überzeugt: Über den bekannten Kontrollknopf wölbt sich ein schwarz glänzendes, handtellergroßes Schreibfeld, zu bedienen wie die Oberfläche eines Smartphones. Wischen, ziehen, zoomen, natürlich auch Buchstaben schreiben können die Finger darauf. Hat man einmal damit begonnen, besitzt das Ding Suchtpotenzial wie ein i-Pad. Ärger über Fehlbedienungen eingeschlossen. Dieses Touchpad bietet Mercedes ab dem einfachsten Radio für ausnahmsweise günstige 238 Euro Aufpreis, also haben es am Ende alle. Sowas gibt's nicht mal in der neuen S-Klasse.

Türtafel stammt 1:1 aus der S-Klasse

Aber wollen wir nur über 30 Quadratzentimeter Kunststoff reden? Nein: Bei der Materialqualität sieht sich Entwickler Früh auf Augenhöhe mit Audi. Stimmt bei den Kunststoffen, doch ob sie auch solide montiert sind wie in der Ingolstädter Burg, ließ sich am ersten Foto-Auto nicht feststellen, das aus der Vorserie stammt. Also ein Rundumblick. Feste Sitze, weiter Verstellbereich, so was kennen wir von Mercedes. Die Türtafel mit Fensterhebern und Sitzmemory stammt 1:1 aus der S-Klasse, ebenso die Hebel an der Lenksäule. Gediegen, aber wie schaut die nackte Basis für 33.858 Euro aus? Abwarten.

Keine Wunderdinge beim Platz

Hinten ist mehr Platz als bisher – aber nicht mehr Raum als im BMW 3er.

Neu ist auch der Agility Control-Schalter auf der Mittelkonsole, der nach BMW-Vorbild Gas, Lenkung, und Schaltung in fünf Stufen abschwächt oder anschärft. Serienmäßig hat die C-Klasse einen neuen Kollisionsschutz, der bei erkannter Gefahr jetzt ab Tempo 55 bis zum Stillstandabbremst. Die Horde möglicher, aufpreispflichtiger Assistenten (kommen alle aus der S-Klasse) versammelt sich als Schalterreihe links unten im Cockpit. Schnell noch hinten einsteigen: Jaaaa, es gibt mehr Knieraum als früher, aber Wunderdinge sind hier nicht passiert. Der Mercedes ist nicht geräumiger als der 3er BMW, obwohl die C-Klasse außen um fast zehn Zentimeter gewachsen ist. Davon kommt weder im Fond noch im Kofferraum (mit 480 Liter fast gleich groß) allzu viel an. Das sind wir doch mal gespannt, ob wir zumindest die neue leichte Karosserie – halb Alu, halb Stahl – bei der ersten Fahrt spüren. Darauf müssen wir bis Februar 2014 warten.

Autor: Joachim Staat

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