Mercedes C-Klasse Blue Efficiency im Test

Mercedes-Benz C-Klasse Blue Efficiency Mercedes-Benz C-Klasse Blue Efficiency

Mercedes C-Klasse Blue Efficiency im Test

— 20.06.2008

So sparen Schwaben

Keine Hightech-Revolution, dafür Feinschliff mit Augenmaß: Mercedes macht die C-Klasse zum Sparmodell. Ein Start-Stopp-System aber gibt es vorerst nicht. Und auch Kombi-Käufer dürfen dem Sparklub (noch) nicht beitreten.

Klingt nach Schnäppchen: Wer C 180 oder 200 CDI in der Blue-Efficiency-Version bestellt, zahlt 476 Euro weniger. Klasse – die Öko-Benze sparen schon im Prospekt. Das stimmt aber nur auf den ersten Blick, denn anders als sonst in der C-Klasse kostet das CD-Radio extra. Macht 893 Euro und am Ende doch gut 416 Euro mehr auf der Rechnung. Es dauert also, bis sich die Ausgabe rentiert. Zumal einem die Kraftstoff-Ersparnis nicht den Atem raubt: Mercedes verspricht 5,4 Liter (200 CDI) beziehungsweise 6,8 Liter (C 180) auf 100 Kilometer, also 0,7 und 0,8 Liter weniger als beim Normaltyp. Könnte klappen, wie erste Probefahrten ergaben – aber nur, wenn sich ein disziplinierter Fahrer an die frühen Hochschalt-Hinweise im Kombi-Instrument hält.

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Luftnummer: Aerodynamik-Feinschliff am Außenspiegel.

Die Schaltanzeige gehört ebenso zum Sparpaket wie längere Hinterachsübersetzungen, leichtere Frontscheiben und Leichtlaufreifen. Mit neu geformten Spiegeln, fast unsichtbarer Tieferlegung und Teilabdeckung des Grills haben die Mercedes-Entwickler den cW-Wert von 0,27 auf 0,25 gedrückt. Und der C 180 Kompressor ist ein 1.6er mit gleicher PS-Leistung (156 PS) und identischem Drehmoment. Alles prima? Fast, denn ein Start-Stopp-System gibt es vorerst nicht, obwohl es demnächst in der A-Klasse kommt. Und: Das blaue Label fürs grüne Gewissen wird erst mal nur  Limousinen verliehen. Da bleibt noch Raum für neue Visionen. Beste Nachricht: Das Sparen fällt nicht nachteilig auf. Die Beschleunigung beider Modelle ist nicht schlechter, die Spitzengeschwindigkeit höher (C 180: 230 statt 223 km/h). Und auch sonst wirken die Effizienz-Typen so agil und komfortabel wie ihre Normal-Pendants. Wie gewohnt gibt es sie als Classic-, Elegance- und Avantgarde-Versionen. Nur: Den Unterschied sieht keiner mehr, zumindest nicht auf Anhieb. An der Flanke klebt immer das Blue-Efficiency-Logo – als Statussymbölchen des verantwortlicheren Fahrens.

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Christian Steiger

Christian Steiger

Fazit

Der Preis ist eine Mogelei, aber Blue Efficiency in der C-Klasse rentiert sich trotzdem. Und schmeckt dabei nicht nach Verzicht – gut so. Mit Start-Stopp-System wäre der Spareffekt jedoch noch größer. Warum bekommt das nur die A-Klasse?

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