Mercedes C-Klasse: Kaufberatung

Mercedes C-Klasse Mercedes C-Klasse

Mercedes C-Klasse: Kaufberatung

— 17.08.2011

Gesucht: die beste C-Klasse

Streng nach Zeitplan liftet Mercedes die C-Klasse: leichte Nachjustierungen beim Design, neue Ausstattungsfeatures, frische Motoren und mit dem CLC eine zusätzliche Alternative zu Limousine und T-Modell. Eine Kaufberatung.

Ein paar Dinge kann man Mercedes ja schon vorwerfen: den Vaneo zum Beispiel, der zeitlebens keinen Schönheitswettbewerb gewinnen konnte; oder das Klappdach, mit dem der SLK fast die gesamte Cabriowelt infizierte. Oder auch, dass sie es in Stuttgart einfach (noch) nicht hinbekommen haben, einen siebenfachen Weltmeister auf ein Formel-1-Podest zu hieven. Nur eines, eines darf man ihnen beim besten Willen nicht vorhalten: dass sie sich nicht treu geblieben wären. Seit 125 Jahren ist man genau das, was inzwischen fast jeder sein will. Oder anders: Die Geburt des Automobils und die des Premiumsegments fallen auf denselben Tag.

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Video: Mercedes C-Klasse Coupé

Mercedes C Coupé in voller Fahrt

Und obwohl sie bislang nicht mal ein Viertel der Historie mitschreibt, ist die "Kompaktklasse" – einen kleineren Benz konnte man sich bei ihrer Einführung 1982 noch nicht vorstellen – einer der elementarsten Bestandteile der Marken-DNA. Getan hat sich seither jedoch so einiges: Vor 18 Jahren wird sie vom 190 zur C-Klasse, drei Jahre darauf erscheint ihr erstes T-Modell. Seit 2007 lässt sie sich – als erster Mercedes-Viertürer überhaupt – auch ohne Sternstandarte bestellen. Und mit der Modellpflege kehrt in Gestalt des Coupés jene dritte Karosserieoption zurück, die als CLC zuletzt nur noch die Technik des Vorgängers durchschleppte. Verändert hat sich mit der Zeit vor allem aber auch das Umfeld, in dem sich die C-Klasse behaupten muss. Im Gegensatz zum 190er, dem es einst genügte, Komfortprimus seiner Klasse zu sein, muss man mittlerweile selbst als Mercedes Spezialist für alles sein. "Dynamisch und gleichzeitig komfortabel" ist dabei so etwas wie der Leitsatz geworden. Spitz gesagt, verlangt die Klientel heutzutage nach Autos, die schwarz sind, trotzdem weiß, dabei aber kein bisschen grau. Noch grotesker daran ist nur, dass die modellgepflegte C-Klasse das recht gut hinbekommt.

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Video: C 180 T-Modell

Neuer Kombi im Test

Nach einer kurzen Phase zu zweit verteilt sich die C-Klasse nun wieder auf drei Varianten. Limousine und T-Modell kümmern sich dabei primär ums Sämige, der Zweitürer schmeckt auf Anhieb eine Prise peppiger. Anders, als man vielleicht vermuten möchte, versteht sich das Coupé nicht als Nachfolger des CLK, sondern eher als eine Art zu Ende gedachter CLC. Rahmenlose Türen und Gurtbringer bleiben ihm aus Respekt vor dem nobleren E-Pendant zwar nach wie vor verwehrt, dafür darf es im Gegensatz zum einstigen Sportcoupé nun endlich auch so aussehen, wie es heißt. Umso erstaunlicher, dass es sich zumindest auf der Mittelstrecke als voll kleinfamilientauglich erweist. Die Raumausnutzung ist hervorragend, und mit 450 Liter Kofferraumvolumen schluckt es nur 35 Liter weniger als das Stufenheck. Etwas schwerer fällt die Einordnung beim Preis. Da sich die Ausstattung beim Coupé – im Gegensatz zu Limousine und T-Modell – nicht nach Linien, sondern nach Motorisierungen strukturiert, schwankt der Aufpreis zwischen 595 Euro beim 180er-Benziner und 2053 Euro für den C 250 CDI. Weitestgehend linear verhält sich dagegen das T-Modell. Die Standardversionen sortieren sich stets 1666 Euro oberhalb der Limousine ein, nur beim 63 AMG werden 2559 Euro extra fällig.

Obwohl der C-T seine Konkurrenten A4 Avant und 3er Touring mit bis zu 1500 Liter Ladevolumen distanziert, bleibt auch er einer dieser Kombis, die man wollen muss. Wer einen braucht, wird jedenfalls woanders landen: beim Mondeo oder beim Passat. Die bieten den mit Abstand größeren Kofferraum und kosten bei vergleichbarer Motorisierung mindestens 5000 Euro weniger. Das entspannte, stets unkritische und dabei nie schwerfällige Fahrverhalten eint die drei C-Varianten ebenso wie die Modifikationen im Zuge der Modellpflege. Erkennungszeichen sind eine prägnanter konturierte Frontmaske und Scheinwerfer mit neuer Grafik, die nun ein Stück in die Haube hineinragen. Im Cockpit kommen neu gestaltete Lenkräder zum Einsatz, die Tastenleiste in der Mittelkonsole imitiert Aluminium, das Monochromdisplay im Kombiinstrument weicht auf Wunsch einem hochauflösenden Farb-TFT, und das modernisierte Infotainmentsystem ermöglicht fortan Stadtmodelle in 3D sowie Internet. Erweitert wurde außerdem das Spektrum der Assistenzsysteme. Highlight dabei: der nun aktive Spurhaltehelfer.

Welche Mercedes C-Klasse die beste Wahl ist, welche Motoren und Ausstattungen empfehlenswert sind – in der Bildergalerie finden Sie jede Menge Infos dazu. Den kompletten Artikel mit sämtlichen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO TEST 8/2011 oder als Download im Heftarchiv.

Das Mercedes-Benz C-Klasse-Dossier enthält viele Versionen, Ausstattungen, Motoren und alle Erfahrungen und Testergebnisse, die wir mit dem Benz in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Jetzt als PDF downloaden.


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Autor: Stefan Helmreich

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