Mercedes C-Klasse T-Modell

Mercedes C-Klasse T-Modell Mercedes C-Klasse T-Modell

Mercedes C-Klasse T-Modell

— 31.08.2007

Schön und praktisch

Bisher taugte das T-Modell der Mercedes-C-Klasse eher als Lifestyle-Laster denn zum Transporter. Der Nachfolger ändert das. Hier die ersten Bilder.

"T" steht eigentlich für Transport bei Mercedes. Diesen Anspruch konnte das T-Modell der C-Klasse bisher nicht sonderlich gut erfüllen. Sein rundlich abfallendes Heck war zwar schick, verhinderte aber allzu große Aufgaben, wenn es um das Gepäck ging. Der neue C-Klasse-Kombi sollte wieder "klassisch" werden – und bietet dank der wesentlich steiler abfallenden D-Säule einen größeren und gut nutzbaren Stauraum. Musste sich der Vorgänger W-203 noch mit 470 bis 1354 Litern Kofferraumvolumen zufrieden geben, stellt der neue 485 bis 1500 Liter bereit. Das ist immer noch nicht annährend so viel wie ein VW Passat (1731 Liter), aber mehr als die Hauptkonkurrenten Audi A4 Avant (1354 Liter) und der BMW 3er Touring (1385 Liter). Wesentlich wichtiger als das reine Volumen ist die Nutzbarkeit des Gepäckraums. Und hier zeigt das T-Modell echte Qualitäten: Der Laderaum ist zwischen 95 und 120 Zentimeter breit und schluckt Gegenstände bis 1,80 Meter Länge. Die Zuladung ist mit maximal 530 Kilogramm hoch, auch die Anhängelast ist mit 1800 Kilogramm ordentlich.

Praktische Detaillösungen, meist gegen Aufpreis

Das neue Mercedes C-Klasse T-Modell feiert auf der IAA seine Premiere.

Natürlich resultiert das vergrößerte Platz- und Raumangebot des Stuttgarter Kombis auch aus dem Wachstum. Er legte in der Länge um 55 auf 4596 Millimeter zu, der Radstand wuchs um 45 mm. 42 mm zusätzliche Breite kommen vor allem dem Laderaum zugute, der sogar 66 mm breiter ist als beim Vorgänger. Dazu bietet Mercedes zahlreiche praktische Lösungen für den sicheren Transport. 14 Staufächer – drei von ihnen im Kofferaum – schlucken Kleinkram. Zwei Kleiderhaken sind im flauschig mit Teppich ausgekleideten Heck ebenso an Bord wie Verzurrösen, ein Doppelrollo zur Gepäckabdeckung und -sicherung, eine klappbare Einkaufskiste sowie ein Sicherheitsnetz. Und endlich klappt die Rücksitzlehne im Verhältnis 2:1 mit einem Handgriff, die Sitzbank muss nicht mehr vorgeklappt werden. So entsteht eine nahezu ebene Ladefläche. Ein praktisches, Easy-Fix genanntes System mit Schienen, Ösen und Teleskopstange kostet genau wie eine elektrisch schließende Heckklappe Aufpreis.

Die steile Heckscheibe erinnert an den GL

Dank der wesentlich steiler abfallenden D-Säule passt mehr Gepäck in den Kofferraum.

Das T-Modell soll eine große Käuferschicht ansprechen. Da der Marktanteil des Kombis in Deutschland bis zu 40 Prozent beträgt, setzt Mercedes wie bei der Limousine auf zwei Gesichter.  Die Linien "Elegance" und "Classic" behalten den Stern auf der Haube, die "Avantgarde"-Linie trägt ihn groß und selbstbewusst im Kühlergrill wie sonst nur die Coupés. Bereits die Basis verfügt über sieben Airbags, ESP, Klimaautomatik, eine Dachreling und vieles mehr. "Elegance" setzt auf Edelholz im Armaturenträger, hat ein wenig mehr Chrom und außerdem größere 16-Zoll-Alufelgen sowie ein Multifunktionslenkrad an Bord. Der an die AMG-Modelle angelehnete "Avantgarde" bietet 17-Zoll-Aluräder und glänzt innen mit Aluminium-Applikationen. Die seitliche Sicke in einer nach hinten ansteigenden Linie verleihen dem Edellaster elegante Züge, die Rückleuchten fügen sich harmonisch ins schicke Gesamtbild, vor allem bei rotem Lack.

Gegen Aufpreis gibt es fast alles

Die Motorenpalette teilt sich das T-Modell naturgemäß mit der Limousine. Fünf Benziner und drei Diesel mit einer Leistung von 156 bis 272 PS stehen bereit, zur Markteinführung nach der IAA gibt es auch gleich den permanenten Allradantrieb 4Matic für den 320 CDI. Auf Wunsch lässt sich die C-Klasse mit allem bestücken, was Autofahren angenehmer (und teurer) macht. Fahrdynamik-Paket mit variabler Dämpfereinstellung, Bi-Xenonlicht, ausklappbarer Kindersitz, eDreizonen-Klimaautomatik oder die neue Linguatronic mit Ganzworteingabe zur Steuerung von Navigation und Telefon treiben den Grundpreis schnell nach oben. Der steht noch nicht offiziell fest, soll aber knapp 1500 Euro über dem Preis der Limousine liegen. Für die Basis C 180 Classic bedeutet das rund 33.100 Euro, der schwächste Selbstzünder C 200 CDI belastet die Familienkasse mit 34.500 Euro. Kein Schnäppchen, dafür bietet das C-Klasse T-Modell jetzt aber auch eine Menge Nutzwert.
Benziner C 180 K C 200 K C 230 C 280 C 350
Zylinder/Hubraum R4-Kompr./1796 cm³ R4-Kompr./1796 cm³ V6/2496 cm³ V6/2996 cm³ V6/3498 cm³
kW (PS) 115 (156) 135 (184) 150 (204) 170 (231) 200 (272)
Nm bei U/min 230/2800 250/2800 245/2900 300/2500 350/2400
Verbrauch (EU-Mix) - CO2-Ausstoß 7,8 l S - 185 g/km 8,0 l S - 189 g/km 9,5 l S - 226 g/km 9,6 l S - 229 g/km 10,1 l S - 242 g/km
Beschleunigung 0-100 km/h 9,8 s 8,8 s 8,6 s 7,5 s 6,5 s
Höstgeschwindigkeit 218 km/h 228 km/h 232 km/h 242 km/h 250 km/h
Leergewicht/Zuladung 1535/530 kg 1540/530 kg 1585/530 kg 1600/530 kg 1655/530 kg
Diesel C 200 CDI C 220 CDI C 320 CDI
Zylinder/Hubraum R4-Turbo/2148 cm³ R4-Turbo/2148 cm³ V6-Turbo/2987 cm³
kW (PS) 100 (136) 125 (170) 165 (224)
Nm bei U/min 270/1600 400/2000 510/1600
Verbrauch (EU-Mix) - CO2-Ausstoß 6,1 l D - 161 g/km 6,1 l D - 161 g/km 7,4 l D - 198 g/km
Beschleunigung 0-100 km/h 10,8 s 8,9 s 7,9 s
Höchstgeschwindigkeit 208 km/h 224 km/h 245 km/h
Leergewicht/Zuladung 1605/530 kg 1630/530 kg 1750/530 kg

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