Mercedes C-Klasse

Mercedes C-Klasse: Tuning

— 24.03.2010

Spektakulär getunte C-Klasse

Neun Monate brauchte DD Customs, um aus einem biederen Renter-Benz von 1996 einen echten Hingucker zu machen. Stolz zeigte uns Toni Mazrekaj das exklusive Mercedes-Tuning in Vollendung.

Christian ist ein langjähriger Freund von Toni Mazrekaj von DD Customs. Stets unterstützen sich die beiden, privat sowie dienstlich sind sie füreinander da. Natalie Hinz ist die Freundin von Christian, und sie hatte einen Wunsch an Toni: "Bitte mach meinen Benz ein wenig schick und lackiere ihn neu!" Für dieses Vorhaben plante Toni nicht allzu viel Zeit ein, zudem standen nur 3500 Euro Budget zur Verfügung. Doch alles kam anders. Toni hatte freie Hand beim Tuning des 96er Mercedes. Seine Ideen trafen genau die Vorstellungen von Natalie. Es sollten die besten Ideen seiner Firmengeschichte werden. In regelmäßiger Kooperation mit dem TÜV modifizierte Toni den W 202 nicht nur zum Faceliftumbau, sondern übersprang gleich mehrere Epochen. An der Front sofort wahrnehmbar: eine Metamorphose mit der AMG-Schürze eines aktuellen W 204.

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In den Radhäusern wohnen kultige BBS Le Mans im Format 19 Zoll.

Hierfür verwendete man den oberen Teil vom W 202 und modellierte auf mittlerer Ebene die W 204-Schürze an. Zudem erhielt die seitliche Schürzenlinie eine markante Sicke, die extra hergestellt wurde. Statt der Nebelscheinwerfer entschied sich Toni für trendige Tagfahrlichter aus den Regalen von Hella, das Wabengitter erhielt eine tiefschwarze Lackierung. Der Motorhaube formte man mittig durch Auftragen von Zinn eine Modellierkante hinzu. Aus dem Zubehör stammt der sternlose Grill, er erhielt eine schwarze Lackierung. Das Highlight an der Front bilden die schwarzen Scheinwerfer Marke Eigenbau. Statt eines rechteckigen Reflektors baute DD Customs eine Linsenoptik mit Bi-Xenon-Licht nebst Reinigungsanlage ein. Die im Scheinwerfer integrierten, 3,5 Zoll großen TFT-Monitore dienen als Standlicht und sind TÜV-abgenommen. Als Spaßfaktor können auf ihren Displays Filme gezeigt werden.

AMG-Optik und Suicidetüren als Highlights

Dank Gewindefahrwerk kommt die C-Klasse dem Asphalt 45 Millimeter näher.

Neue Außenspiegel von der E-Klasse W 211 mir Blinkerfunktion kamen mit speziellen Eigenbau- Adapterplatten zum Einsatz. Die Schwellerleisten und die gecleante Heckklappe mit Spoilerkante vom AMG C 43 ergeben ein harmonisches Gesamtbild. Leicht verwundert schauen wir auf die versetzten Griffe der hinteren Türen. Was hat es damit auf sich? Ein kapitaler Einsatz mit etlichen Stunden Anpassungsarbeit hatte zur Folge, dass sich die Türen nun elektrisch entgegengesetzt öffnen, in der Tuningszene sprechen wir von Suicide- oder Selbstmördertüren. Spezielle Schlösser und Scharniere machen es möglich, sogar der TÜV gab seinen Segen! Das Heck zeigt sich ebenfalls im neuen Outfit. Nebst LED-Rückleuchten und einer verkleinerten Nummernschildmulde erging es der Heckschürze wie dem Bug. Oben das originale Teil, modellierte Toni ab der Mitte die AMG W 204-Schürze an.

Blaues Alcantara

Die seitliche Linienführung forderte eine Verlängerung zum Radlauf, der schwarz lackierte Diffusor ist ein Prototyp aus dem Hause DD Customs. Am Ende folgte die Lackierung in einem Blau aus der Motorradwelt. Für die ausgewählten BBS Le Mans-Aluräder hatte man vorsorglich die Radhäuser um einige Zentimeter geweitet. Ohne Frage, die 8,5 x 19" mit 245er-Reifen vorn und 10 x 19" mit 265er-Pirellis hinten schmiegen sich akkurat unter die Karosse. Dank KW-Gewindefahrwerk kommt die C-Klasse dem Asphalt 45 Millimeter näher. Schon lange war das Budget von Natalie ausgeschöpft, doch immer wieder überrollten Toni neue Ideen. Nach Rücksprache mit der Besitzerin und Aufstockung des Budgets erfolgten weitere Umbauten im Innenraum. Der Armaturenträger, Himmel, Seitenverkleidungen, Sitze und Kopfstützen, Lenkrad, Mittelkonsole, Schaltknauf und die Hutablage sind seitdem mit blauem Alcantara bezogen.

Mehr Leistung durch Chiptuning

Die aufgepolsterten Bicolor-Sitze und auch die Rückbank erhielten beiläufig silberne Keder. Der Himmel wurde in Karos gesteppt sowie mit silberfarbenen und schwarzen Nähten versehen. Als Kontrast zum blauen Interieur bezog man die A-B-C-Säulen mit schwarzem Alcantara. Andere Kunststoffteile und die selbst entworfenen GFK-Gehäuse für die Hochtöner fielen dem Lackierer zum Opfer. Einige Boxen in den Türen und auf der Hutablage bestückte Toni mit stärkeren Tönern. Die Basisstation bildet das Alpine-Doppel-DIN-Radio mit Navi und einem 6,8 Zoll großen Monitor. Zusätzlich kam ein Alpine-Deckenmonitor hinzu, die Hutablage bedankt sich bei Zaungästen mit einem Sieben-Zoll-TFT-Bildschirm. Abschließend nicht zu verachten: der hübsch hergerichtete Maschinenraum. Optisch in Wagenfarbe mit kleinen Farbtupfern aufgewertet, erhielt auch die Technik einige Modifikationen. Dem 194 PS starken Sechszylinder fügte man mit Chiptuning und einem K&N-Sportluftfilter ein paar Pferdchen hinzu. Diese werden zusätzlich vom G-Kat eines AMG C 36 und akustisch durch eine Eisenmann-Edelstahlauspuffanlage gefördert.

Autor: Philipp Meier

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