Mercedes CLC Shooting Brake: Vorschau

Mercedes CLC Shooting Brake Illustration Mercedes A-Klasse Illustration

Mercedes CLC Shooting Brake: Vorschau

— 10.08.2010

Kompaktes Kombi-Coupé von Mercedes

Mercedes macht seine Minis munter: Nach A-Klasse, B-Klasse, Mini-SUV und viertürigem Coupé planen die Schwaben einen kompakten Shooting Brake. Im Herbst 2013 ist es soweit.

Aller guten Dinge sind drei. Im Allgemeinen nur ein Sprichwort, im besonderen Fall von A-/B-Klasse aber Pflichtprogramm. Mercedes muss mit der dritten Auflage seiner Minis endlich Geld verdienen – und harte Konkurrenz wie Mini, 1er, A3 und Golf abwehren. Deshalb wird die nächste Generation komplett umgestaltet: • Klassische Karosseriestruktur statt doppelten Bodens • Sparsamere und stärkere Maschinen • Allradantrieb als Option • Doppelkupplungs-Getriebe statt Automatik  • Brennstoffzelle und Elektroantrieb in Planung • Fünf statt zwei Karosserien. Seit dem Startschuss gelten als gesetzt: Fünftürer, CLC Coupé, BLK Crossover und die B-Klasse mit Hochdach-Optik. Jetzt steht eine weitere Version kurz davor, vom Vorstand durchgewinkt zu werden. Die Rede ist vom CLC Shooting Brake mit dem Kürzel X117.

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Designerstück auf Basis der kommenden A-Klasse: der Mercedes CLC Shoting Brake.

CLC heißt der Wagen, weil er die Rolle des aktuellen CLC auf C-Klasse-Basis übernehmen soll. Shooting Brake wegen der Mischung aus Kombi- und Coupéform. Doch dieses Auto will explizit kein Kombi sein, denn es darf dem C-Klasse T-Modell nicht zu nahekommen. Und es soll jenen Lifestyle-Charakter betonen, mit dem Audi und BMW in diesem Segment gutes Geld verdienen. Zu den markanten Details des X117 zählen der steiler im Wind stehende Grill, die etwas längere Schnauze und die flachere Windschutzscheibe, die nahtlos in die bogenförmige Dachhaut übergeht. Das seitlich eingezogene und nach hinten abfallende Heck ist deutlich länger als bei den anderen Modellen. Die Leuchten sind hinten weit herumgezogen, das Dach besteht auf Wunsch aus getöntem Glas, ein All-Terrain-Paket wertet den Wagen in Verbindung mit dem Allradantrieb auf Wunsch zur Audi-Allroad-Alternative auf. Mit einer Länge von 4,40 Metern trifft der Shooting Brake die goldene Mitte zwischen neuem CLC Coupé (4,20 Meter) und C-Klasse Kombi (4,60 Meter). Der Kofferraum soll knapp 500 Liter fassen.

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Die neue A-Klasse: Ohne Sandwich-Boden fehlt der Platz für Brennstoffzellentank und Batterie.

Technisch erfüllen X117 und seine Artgenossen alle klassenüblichen Anforderungen. Die neue Lenkung bedient sich einer elektrischen Servohilfe, die Omega-Hinterachse muss einer modernen Einzelradaufhängung weichen, die meisten Assistenzsysteme kennen wir bereits aus der E-Klasse. Da die neue Karosseriestruktur auf den praktischen Sandwichboden verzichtet, wird der CLC flacher und zwangsläufig etwas länger. Pikanterie am Rande: Jetzt, da man Platz für Brennstoffzellentanks und Batterien braucht, steht der über zwei Generationen ungenutzte Bauraum aus der A-Klasse und B-Klasse nicht mehr zur Verfügung. Die Antriebselemente gruppieren sich in allen Varianten um die Vorderräder. Die elektrifizierte Hinterachse ist damit ebenso vom Tisch wie der unter dem Kofferraum eingebaute Range Extender. Weil es unter dem Blech sehr eng zugeht, wird es zumindest vorläufig keine A-/B-Klasse mit Hybridtechnik geben. Stattdessen ist ein Dreizylinder-Verbrenner vorgesehen, der gemeinsam mit dem (oder alternativ zum) Elektomotor die Vorderräder antreibt.

Ebenfalls fix eingeplant ist die Brennstoffzelle, die mit einem kompakten Elektromotor verblockt ist. Der Zeitplan für die Einführung dieser Varianten steht noch nicht fest, doch vor Ende 2014 dürfte sich wenig tun, denn der X117 kommt erst im September 2013 als letzter Vertreter der neuen Mercedes-Frontantriebs-Architektur (MFA) auf den Markt. Aus französischer Fertigung stammen die Motoren der Einstiegsmodelle. Die Aggregate werden zwar nach MB-Vorgaben überarbeitet, doch die Grundarchitektur hat Renault definiert. Dabei handelt es sich um folgende aufgeladene Vierzylinder-Direkteinspritzer: • CLC 150 CGI, 1.2/109 PS • CLC 160 CGI, 1.4/136 PS • CLC 160 CDI, 1.6/122 PS Darüber rangieren vier Varianten mit Motoren made in Germany: • CLC 180 CGI, 1.6/156 PS • CLC 200 CGI, 2.0/204 PS • CLC 180 CDI, 1.8/136 PS • CLC 200 CDI, 2.2/170 PS Auf der Warteliste stehen der 204 PS starke CLC 220 CDI und ein besonders potenter AMG-Ableger.

Für den CLC 22 AMG sind ein aufgeladener Vierzylinder mit 272 PS und serienmäßig der 4Matic-Allradantrieb vorgesehen. Nein, hier kommt weder ein Turbo noch ein Kompressor zum Zug. Sondern der Hyprex Druckwellenlader, der besonders rasch ansprechen und schon bei niedrigen Drehzahlen richtig zur Sache gehen soll. Wegen Kapazitätsproblemen wird der CLC Shooting Brake möglicherweise in Brasilien, eventuell aber auch in China gebaut. Und wenn sich Mercedes dazu durchringt, mit dem Dreitürer auch die sechste MFA-Spielart abzusegnen, wird es in den Werken noch enger. Doch wer in diesem Segment Geld verdienen will, braucht hohe Stückzahlen.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Hübsch ist er, praktisch ist er, strategisch vernünftig ist er. Denn wo BMW-Mini demnächst mit 14 Modellen antritt und wo die VW-Gruppe mit Mega- Stückzahlen punktet, da müssen sich auch die Schwaben möglichst breit aufstellen. Mit dem CLC Shooting Brake als cooler Krönung. 

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