Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Connectivity-Check

Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Connectivity-Check

— 07.01.2016

Neue Infos zum E-Klasse-Cockpit

Auf der CES in Las Vegas zeigt Mercedes das Cockpit der neuen E-Klasse. AUTO BILD hat das neue Infotainment mit XL-Screen ausprobiert!

Video: E-Klasse Cockpit (CES 2016)

Erster Cockpit-Check

Auf der CES 2016 in Las Vegas (6. bis 9. Januar) gibt Mercedes einen Vorgeschmack darauf, was nur wenige Tage später auf der Detroit Auto Show (NAIAS, 11. bis 24. Januar 2016) Premiere hat: die neue E-Klasse. AUTO BILD hat das Bedienkonzept der neuen Oberklasselimousine ausprobiert. Das Layout kennen wir bereits aus der S-Klasse: Zwei große, jeweils 12,3 (31,2 Zentimeter) große Bildschirme thronen vor dem Fahrer, einer davon ersetzt die analogen Instrumente. Nur in der Basisversion gibt es einen klassischen Tacho sowie einen etwas kleineren Screen in der Mitte. Neu: Die Displays sind in einem Element zusammengefasst und werden nicht – wie in der S-Klasse – durch einen Steg voneinander getrennt.

Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Sitzprobe


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Auch induktives Laden von Smartphones ist kein Problem in der neuen E-Klasse.

Wirklich revolutionär ist die Bedienung: Auf dem Lenkrad sind in Reichweite der Daumen zwei Touchknöpfe platziert, die das Infotainment steuern. Wie beim Smartphone wird auf den Flächen nach oben, unten, rechts und links gewischt. Links werden die Funktionen des Kombiinstruments durchgeblättert, rechts die des Zentraldisplays – ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Durch einen Druck wird die jeweilige Funktion ausgewählt. Das funktioniert problemlos, auch wenn man manchmal noch versucht ist, die Knöpfe wie klassische Wippen zu bedienen. Neben den Touchknöpfen befinden sich auch ein Home- und ein Zurück-Button, um andere Menüs aufzurufen.
Mit den Wippen lassen sich alle Funktionen des Infotainments steuern. Sitzklimatisierung einstellen, Radio und Medien bedienen oder auf das neu gestaltete Navi mit einem mittig angeordneten Hauptmenü zugreifen: Alles funktioniert reibungslos und erklärt sich intuitiver als das Comand-System mit dem Dreh-Drück-Steller. Apple CarPlay und Android Auto sind ebenso verfügbar. Hier allerdings muss der Nutzer doch noch zum Comand-Controller greifen, den Mercedes zusätzlich in die Mittelkonsole einbaut. Der Grund ist einfach: Die Schwaben hatten das neue Bedienkonzept lange geheim gehalten, die Smartphone-Hersteller konnten sich noch nicht darauf einstellen. Doch Entwickler Thorsten Schacher verspricht, dass diese Funktionen so bald wie möglich nachgerüstet werden.

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Das erste HD-Display im Auto

Im Gegensatz zur S-Klasse wurde die Auflösung des Kombiinstruments noch mal deutlich erhöht: Statt 1440x540 Pixel beträgt sie in der neuen E-Klasse nun 1920x720 Pixel – damit hat Mercedes das erste HD-Display in einem Auto verbaut. Und tatsächlich wirken die Flächen, die Bilder, die Navikarten deutlich schärfer als vorher. Mit dem anstehenden Facelift der S-Klasse ist zu erwarten, dass Mercedes hier mindestens gleichzieht, um die Luxuslimousine im Vergleich zu kleineren Modellen nicht alt aussehen zu lassen. Zurück zur E-Klasse: Durch die hohe Auflösung sehen Animationen noch besser aus als bisher. Die Skalen lassen sich in drei Modi darstellen: "Classic", "Sport" und im futuristischen "Progressive"-Modus. Ob den wohl jemand in einer Oberklasselimousine einstellt? Entwickler Schacher zeigt sich zuversichtlich. Auch wenn der Drehzahlmesser ausgeblendet und beispielsweise durch die Navikarte oder Fahrtinfos ersetzt werden kann, ist eine komplett freie Konfiguration des Displays nicht möglich – das verbieten Sicherheitsregeln: Bestimmte Elemente müssen immer deutlich sichtbar sein.

Via NFC-Chip verbindet sich das Handy mit dem Auto. Auch die Außenantenne wird mitgenutzt.

Die E-Klasse wird über eine ganze Armada von Assistenten verfügen, die das Umfeld beobachten, das Licht regeln und via Car-to-X mit der Umwelt kommunizieren. Auch im kleinen Rahmen kommuniziert die E-Klasse künftig umfassender: mit dem Fahrer und dessen Smartphone. Telefone mit NFC (Near Field Communication)-Chip werden via kapazitiver Kopplung mit der Antenne und per Bluetooth mit dem Infotainmentsystem gekoppelt: Handy einfach in der Mittelkonsole ablegen, der Rest funktioniert automatisch. Über NFC lässt sich das Telefon auch als Autoschlüssel nutzen.

CES 2016: Rundgang

Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Mitfahrt

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Fazit

Hände ans Lenkrad! Das ist eine sinnvolle Prämisse, unter der die neuen Touchknöpfe entwickelt wurden. Das System ist mit seinen großen Displays beeindruckend, die Grafik gut, die Bedienung nach kurzer Umgewöhnung intuitiv. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Comand System. Aber: Auch dieses Bedienkonzept verhindert natürlich nicht, dass die Augen immer wieder auf die Bildschirme schweifen und der Fahrer damit abgelenkt wird.

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Smartphone

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