Mercedes E-Klasse im Verbrauchstest: Benziner gegen Diesel

— 03.01.2011

Das kostet Tempo 180 in der E-Klasse

Rund 40.000 Euro kostet der Einstieg in die vornehme Mercedes-Benz E-Klasse. Dafür gibt es entweder 136 oder 183 PS. AUTO BILD hat Diesel und Benziner gemeinsam getestet.

Die Ausstrahlung stimmt: aufrechter Stern, breiter Grill, geräumiger Innenraum – diese E-Klasse ist ein typischer Mercedes. Ach was, der Mercedes überhaupt. Und das schon, wenn "nur" die Zahl 200 auf dem Kofferraumdeckel glänzt. Den Zweihunderter gibt es als Diesel und Benziner, doch beim Hubraum schwindeln CDI wie CGI. Der Selbstzünder hat 2,1 Liter Hubraum unter der Haube, die Ottovariante 1,8. Wozu die Übertreibung? E 180 wäre doch eine schöne historische Anspielung auf den Ponton-Benz der 50er. Wie auch immer, die kostenlose Option "Entfall der Modellbezeichnung" haben beide nicht nötig. Vor allem der Turbo-Benziner im CGI macht so mächtig Druck, dass sich die Limousine sehr spritzig fahren lässt.

Überblick: News und Tests zur Mercedes E-Klasse

Nobel, nobel: Ob mit Diesel- oder Ottomotor, die beiden E-Klassen überzeugen nicht nur Tempobolzer.

Nobel, nobel: Ob mit Diesel- oder Ottomotor, die beiden E-Klassen überzeugen nicht nur Tempobolzer.

Tempo 180 ist aus dem Stand nach einer halben Minute erreicht, die Drehzahl liegt dann im sechsten Gang bei 3600. Damit hat der CGI noch keinen roten Kopf, sondern rollt trotz des hohen Tempos leise und entspannt über die linke Spur. Der Verbrauch pendelt sich bei 13,5 Litern ein. Ein Topwert für die Benzinerfraktion: Schließlich haut der schwächere Audi A1 1.4 TFSI bei 180 km/h einen halben Liter mehr weg. Noch besser beherrscht der 200 CDI das Spurten und Sparen. Nur 9,6 Liter verkündet der Bordrechner nach 28 Kilometern mit Tempo 180 – ein Sensationswert. Denn hier donnert kein Diesel-Kleinwagen über die Autobahn, sondern eine gediegene Oberklasse-Limousine. Dennoch pflegt er die Enthaltsamkeit des TDI-A1. Dass sein Geiz-Charakter zu Lasten des Temperaments geht, lässt sich gut verschmerzen. Beim Anfahren erinnert der deutlich nagelnde CDI sofort ans gute alte Mercedes-Taxi. 47 PS hat er weniger als der CGI, wiegt aber rund 100 Kilogramm mehr. Ihn deshalb als träge oder langsam zu beschimpfen, wäre ungerecht. Er gibt eher den gemütlichen Typ, der mit Spatzendurst auf der Autobahn groß auftrumpft.

Fahrzeugdaten

Mercedes E 200 CGI • Vierzylinder, Turbo, vorn längs • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1796 cm³ • Leistung 135 kW (183 PS) bei 5250/min • max. Drehmoment 270 Nm bei 1800/ min • Hinterradantrieb • Sechsganggetriebe • 0–100 km/h in 8,5 s • Spitze 232 km/h • Preis: 41.965 Euro.

Mercedes E 200 CDI • Vierzylinder, Turbo, vorn längs • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 2143 cm³ • Leistung 100 kW (136 PS) bei 4600/min • max. Drehmoment 360 Nm bei 1600/ min • Hinterradantrieb • Sechsganggetriebe • 0–100 km/h in 10,2 s • Spitze 210 km/h • Preis: 41.192 Euro.

Autoren: Jörg Maltzan, Jan Horn

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