Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Sitzprobe

Mercedes E-Klasse W213 (Detroit 2016): Sitzprobe

— 11.01.2016

Näher am S als am C

Mercedes zeigt auf der Detroit Auto Show 2016 die neue E-Klasse. AUTO BILD hat sich die Oberklasse-Limousine in der Sitzprobe angeschaut.

Nach unzähligen Detail-Bildern, Prototypen-Videos und Design-Skizzen präsentiert Mercedes auf der Detroit Auto Show (11. bis 24. Januar 2016) die neue E-Klasse in Serienreife. Mit ihr wollen die Stuttgarter die Konkurrenz in der Oberklasse ausstechen und einen neuen Standard bei den Business-Limousinen setzen. AUTO BILD hat sich die Baureihe W213 genau angeschaut – von außen und innen!
So kommt die neue Mercedes E-Klasse
Alle News und Tests zu Mercedes

Ist das noch Oberklasse oder schon Luxusklasse?

Video: Mercedes E-Klasse (Detroit 2016)

Neue E-Klasse enthüllt!

Die fünfte Generation der E-Klasse reiht sich optisch nahtlos zwischen C- und S-Klasse ein – Verwechslungsgefahr nicht ganz ausgeschlossen. Aber von vorne gibt es ein eindeutiges Erkennungszeichen: An den Scheinwerfern hält man die Benz-Limos in Zukunft auseinander. Denn der W213 trägt in den Scheinwerfern zwei Tagfahrlichtstreifen – dort, wo die C-Klasse einen und das große S ab der kommenden Modellpflege (2017) drei hat. Wohlgeformt ist die Seitenlinie der Limousine, die von 4,88 auf stattliche 4,92 Meter angewachsen ist. Trotz des Größenwachstums stimmen die Proportionen. Die Dachlinie folgt der Mode und wirkt im Vergleich zum Vorgänger etwas coupéhafter. Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes sind die Rückleuchten. Gegen Aufpreis glimmen und glitzern sie dank neuer Reflektor-Oberflächen. Das macht Lust auf mehr, also Tür auf und rein!

Mercedes E-Klasse (Detroit 2016): Connectivity-Check

Die Sitze wurden neu geformt und wirken mit ihren Nähten extravagant wie in einem Maserati.

Ist das noch Oberklasse oder schon Luxusklasse? Diese Frage schießt einem unweigerlich durch den Kopf, sobald man in der neuen E-Klasse Platz genommen hat. Denn drinnen sieht alles nach S-Klasse aus und fühlt sich nach automobilem Oberhaus an. Da wäre zunächst der riesige Doppelbildschirm (nur in der Basisausstattung ist der Tacho analog), der die Instrumente und das Infotainment digital darstellt – in HD und somit schärfer als im S-Benz. Außerdem trumpft die E-Klasse mit einem völlig neuen Bedienkonzept auf: Über zwei Touchflächen im Lenkrad lassen sich die Inhalte der beiden Monitore ansteuern, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen – in unserem Connectivity-Check von der CES haben wir die innovative Touch-Bedienungbereits ausführlich getestet.

Mercedes E-Klasse (W213): Vorstellung und Preise

Die E-Klasse umarmt die Insassen

Überm Scheitel wird es für AUTO BILD-Redakteur Peter Fischer (1,95 m) schon langsam eng.

Das Raumgefühl ist tadellos, die Sitze komfortabel – so erwarten wir das vom Oberklasse-Benz. Für eine wohnliche Atmosphäre ist also gesorgt. Dazu trägt auch die aus der S-Klasse bekannte Cockpit-Architektur bei: Der geschwungene Instrumententräger umarmt die vorderen Passagiere förmlich. Mit der Ambientebeleuchtung, die in 64 Farben einstellbar ist, sollte sich das Innere der E-Klasse außerdem farblich wohl auf die meisten geschmacklichen Vorlieben abstimmen lassen. Haptisch spielt das Interieur des neuesten Mercedes ganz vorne mit: Klackend rasten Schalter ein, satt klickend geben die Knöpfe Druck nach, alles wirkt solide. Im Gegensatz zur S-Klasse ist die Mittelkonsole anders strukturiert, so rutscht die Bedienung der Klimaanlage eine Etage tiefer, was der E-Klasse-Schaltzentrale einen aufgeräumten Eindruck gibt. Und hinten? Wie sieht es mit der oft zitierten Taxitauglichkeit aus? Bei der Kniefreiheit gibt es nichts zu meckern, selbst Langbeiner finden in der zweiten Reihe locker Platz – hier machen sich die 65 Millimeter mehr Radstand bezahlt. Wer über 1,90 Meter misst, muss aber damit rechnen, dass die Haarspitzen Kontakt zum Dachhimmel aufnehmen. Es bleibt abzuwarten, ob das T-Modell (ab Herbst 2016) bauartbedingt mehr Luft über dem Scheitel der Hinterbänkler lässt.

Die Highlights der Detroit Auto Show (NAIAS 2016)

Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Ganz klar: Die E-Klasse ist näher am S als am C – in Sachen Infotainment überholt sie ihren großen Bruder sogar. Für das 2017 anstehende Facelift der S-Klasse müssen die Entwickler jetzt noch einen draufsetzen, um den Status quo für das Flaggschiff wieder herzustellen.

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