Mercedes Ener-G-Force: LA Auto Show 2012
— 16.11.2012
Diese G-Klasse tankt Wasser
Auf der Los Angeles Auto Show 2012 zeigt Mercedes die futuristische SUV-Studie "Ener-G-Force". Kurios: Die G-Klasse des Jahres 2025 fährt mit Wasser!
Mercedes zeigt auf der LA Auto Show 2012 (30. November bis 9. Dezember) die Studie "Ener-G-Force" – und verrät damit, wie die
G-Klasse im Jahr 2025 aussehen könnte. Basis des futuristischen Offroaders ist der Entwurf eines Polizeiautos, mit dem die Schwaben bei der
Los Angeles Design Challenge 2012 antreten. Der Ener-G-Force trägt tatsächlich die Gene der G-Klasse: Die Silhouette ist ähnlich wie beim kultigen Vorbild, allerdings hat kommt die Studie mit einer höheren Schulterlinie und verkleinerten Fensterflächen. Wie die G-Klasse trägt auch der Ener-G-Force ein aufgesetztes Dach und eine Front mit ausdrucksstarkem Grill. In den Scheinwerfern strahlen
LEDs in G-Form. "Damit prägt der Ener-G-Force einen starken, ikonenhaften Ausdruck und demonstriert Dominanz", jubelt Mercedes.
Die Silhouette des Ener-G-Force ist etwas höher als die des Vorbilds G-Klasse.
Der Ener-G-Force steht auf mächtigen 20-Zoll-Rädern. Schmodder? Matsch? Geröll? Kein Problem mit diesen großen Füßen. Die extreme Geländegängigkeit ist aber nur ein Teil des Pakets, das die Designer im kalifornischen Carlsbad geschnürt haben. Denn ein Auto der Zukunft muss vor allem eins sein: umweltfreundlich. Auf dem Dach trägt der Ener-G-Force deshalb Tanks mit recyceltem Wasser für den "Hydro-Tech Converter". Der wandelt es in Wasserstoff um, mit dem wiederum die
Brennstoffzellen betrieben werden. Die Speichereinheiten für die gewonnene elektrische Energie befinden sich in den markanten Seitenschwellern; diese zeigen in farblichem Wechselspiel den Betriebs- und Ladezustand des Energiepacks an. Vorbei die Zeiten, in denen SUV-Fahrer ihr Revier mit Benzin- und Abgasgeruch markierten: Der Ener-G-Force tankt und emittiert nur Wasser. Einziger Haken aus Sicht des Jahres 2012: So ein mobiler "Hydro-Tech Converter" muss erst noch erfunden werden.
800 Kilometer weit soll der Offroader der Zukunft mit einer Wasserladung kommen, schreibt
Mercedes-Benz. Für den Vortrieb sind vier Radnabenmotoren zuständig, deren Leistung eine Hochleistungselektronik sensibel und für jedes Rad einzeln dem jeweiligen Terrain anpasst. Dazu detektiert der Rundumscanner "Terra-Scan" auf dem Dach ständig die Umgebung und reguliert danach Federung und Dämpfung für die beste Traktion auf dem jeweiligen Untergrund.
Die Aufzieh-Schublade am Heck des Ener-G-Force erinnert optisch an das Reserverad der G-Klasse.
Doch Muskeln allein reichen nicht – man braucht auch Köpfchen. Das zeigt die Designstudie in kleinen Details. So trägt das Heck eine seitlich leicht aus der Mitte versetzte Schublade, deren Abdeckung den typischen Look des G-Klasse-Reserveradhalters aufnimmt. Statt Warndreieck, Wagenheber oder Eiskratzer aus dem Kofferraum prokeln zu müssen, wartet das zubehör bereitwillig in der ausziehbaren Toolbox auf seinen Einsatz. Auch praktisch: Ein Dachgepäckträger und Zusatzleuchten sind ins Dach integriert. Das Gesamtpaket, so die Schwaben, sei "formal und funktional eine cleane Sache". Oder, wie Mercedes-Designchef Gorden Wagener sagt: "Der Ener-G-Force ist die Vision eins Offroaders, der das Abenteuer der Zukunft spiegelt. Funktionell und cool könnte er aber auch ein Hinweis auf einen Neuanfang für die Offroad-Gene von Mercedes-Benz sein."
Fotos:
Mercedes-Benz Polizeiauto-Studie Ener-G-Force
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