Mercedes F 800 Style auf dem Genfer Autosalon 2010

Mercedes F 800 Style auf dem Genfer Autosalon 2010

— 21.02.2010

Der Mercedes von morgen

Mercedes zeigt auf dem Genfer Autosalon 2010 die Studie F 800 Style. Die steht nicht nur für die C-Klasse der Zukunft, sondern hat Platz für zwei grundverschiedene Antriebskonzepte.

Mercedes lässt es auf dem Genfer Autosalon 2010 krachen: Die Studie F 800 Style könnte der Star am Genfer See werden. Der Mix aus Coupé und Limousine erinnert an den Mercedes CLS und gibt den Weg für das Mercedes-Design der Zukunft vor. Vor allem die nächste Generation der C-Klasse wird viele Designelemente des F 800 aufgreifen. Mit einer Gesamtlänge von 4,75 Metern toppt der F 800 Style bei Radstand (2,92 Meter) und Breite (1,94 Meter) das Niveau aktueller Oberklasselimousinen. Trotz der geringen Höhe von 1,43 Meter sollen die Passagiere Platz ohne Ende haben. Auch beim Türkonzept gehen die Stuttgarter neue Wege: Vorne fallen die Türen relativ kurz aus, hinten gleiten die "Portale" beim Öffnen zurück. Die beiden hinteren Türen sind jeweils an einem innenliegenden Schwenkarm aufgehängt, der an der C-Säule fixiert ist. Das spart Platz und macht die B-Säule überflüssig, was wiederum den Einstieg erleichtert.

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Doch nicht nur die Optik des Mercedes F 800 Style von morgen, auch die Technik ist zukunftsweisend. Denn eine so genannte Multiantriebsplattform erlaubt sowohl den Einbau einer Plug-in-Hybrideinheit als auch einer Brennstoffzelle zum Antrieb eines Elektromotors. Beides passt unter die Haube des visionären Sternenträgers. Supersauber sind beide Konzepte. Mit einer Brennstoffzelle soll der Benz bis zu 600 Kilometer weit kommen, 180 km/h erreichen und in elf Sekunden auf 100 km/h spurten. Die Brennstoffzelle sitzt im Vorderwagen, während der Elektromotor mit 136 PS und 290 Newtonmeter Drehmoment im Bereich der Hinterachse eingebaut ist. Die hinter den Rücksitzen platzierte Lithium-Ionen-Batterie ist ebenso wie die insgesamt vier Wasserstofftanks bestmöglich gegen Unfallfolgen geschützt. Je zwei Tanks liegen im Mitteltunnel zwischen den Passagieren bzw. unter der Rücksitzbank. CO2-Ausstoß: Fehlanzeige.

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Die beiden hinteren Türen sind jeweils an einem innenliegenden Schwenkarm aufgehängt.

Zum Sportler mutiert der F 800 Style als Plug-in-Hybrid. Die Antriebseinheit besteht aus einem rund 300 PS starken V6-Benziner mit Direkteinspritzung der nächsten Generation und einem Hybridmodul mit 109 PS Leistung, das in die Siebenstufen-Automatik integriert ist. Macht in der Summe 409 Pferdchen. Die Lithium-Ionen-Batterie hinter den Rücksitzen mit einer Speicherkapazität rund zehn kWh lässt sich an Ladestationen oder der heimischen Steckdose aufladen. 30 Kilometer weit soll der Hybrid rein elektrisch fahren. Zukunftsmusik? Von wegen! Bereits in der nächsten S-Klasse wird der S 500 als Plug-in-Hybrid kommen. Der Elektrobetrieb spart vor allem Sprit, lediglich 2,9 Liter Benzin auf 100 Kilometern soll der F 800 Style verbrennen. Mercedes verspricht einen CO2-Ausstoß von nur 68 Gramm pro Kilometer. Und das bei Fahrleistungen auf Sportwagenniveau (0–100 km/h in 4,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 250 km/h). Im Elektromodus schnurrt der F 800 bis zu 120 km/h.

Kinderleichte Bedienung

Zusätzlich hat der F 800 Style noch weitere technische Innovationen an Bord. Ein neues Bedien- und Anzeigekonzept sowie ein HMI (Human Machine Interface) mit Touch-Pad sollen das Leben erleichtern. Das Display zeigt im Vergleich zu üblichen Kombi-Instrumenten zahlreiche Zusatzfunktionen an. Vor allem aber wird ein Bild der Hand auf dem Touchpad in das Blickfeld des Fahrers ins Zentraldisplay übertragen. Er hat also vor Augen, was seine Finger tun, ohne das er den Blick von der Straße nehmen muss. Das Touch-Pad HMI erkennt Fingeraktionen auf der Bedienoberfläche wie Wischen, Schieben, Drehen und Zoomen und soll eine intuitive Steuerung von Klimaanlage, Telefon, Audio- und Navigationssystem erlauben.

Elektronik ohne Ende

Helle Stoffe, echtes Holz – im F 800 Style geht es edel zu.

Überhaupt ist die Studie mit Elektronik vollgestopft. So stellt das System "Range on Map" den verfügbaren Aktionsradius bei elektrischer Fahrt als 360 Grad-Ansicht auf einer Landkarte dar. Mit der neuen Funktion "Staufolgefahrassistent" als Teil der Distronic ist der F 800 Style in der Lage, dem Vordermann auch in Kurven zu folgen. Effekt: Der Fahrer muss in Staus nicht mehr selbst lenken, das System übernimmt für ihn bis 40 km/h das Lenken. Neu auch das System Pre-Safe 360 Grad, das auch den Heckbereich überwacht. Rund 600 Millisekunden vor einem drohenden Heckaufprall aktiviert das System die Bremsen um zu verhindern, dass das Fahrzeug weggeschoben wird. Die Frontscheinwerfer strahlen in LED-Technik, die Leichtbausitze des F 800 bestehen aus einer Magnesiumschale sowie einer Rückenlehne aus Kohlefaserlaminat, über die sich ein Netzgewebe spannt. Laut Mercedes werden viele Entwicklungen des Forschungsträgers schon bald in Serienmodellen Einzug halten. Wir sind gespannt.

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