Mercedes-Vorschau

Mercedes GLC (2015): Vorstellung

— 17.04.2015

Aus GLK wird GLC

Neuer Name, neues Design, neues Konzept: Mercedes greift mit dem komplett veränderten Nachfolger des GLK die Mittelklasse-SUVs von Audi und BMW an.

Wichtig für den chinesischen Markt: Der GLK-Nachfolger verliert seine Ecken und Kanten.

Beim Fußball ist die Sache klar: Das Runde muss ins Eckige. Beim Auto ist das Ganze nicht so einfach. Geradlinige Kisten wie Skoda Yeti oder Mercedes GLK haben zwar Charakter – nur mögen die Käufer vor allem in China maskuline Modelle nicht. Da dieser Markt für SUVs mittlerweile aber der wichtigste der Welt ist, verliert der GLK-Nachfolger seine Ecken und Kanten. Wobei das gar nicht schlecht sein muss. Das Design des neuen GLC ist durchaus mehrheitsfähig und orientiert sich an der vom C-Klasse T-Modell vorgegebenen Linie. Ob Front oder Heck: Das neue SUV ist dem Mittelklasse-Kombi wie aus dem Gesicht geschnitten, wirkt dank Unterfahrschutz und kräftigen Schwellern aber deutlich robuster. Vor einem BMW X3 oder Audi Q5 jedenfalls muss sich der neue Benz nicht verstecken.

Im Cockpit ein Hauch von S-Klasse

Cockpit des GLC: Weiche Kunststoffe, Klavierlack und Chromrahmen bringen einen Hauch S-Klasse ins SUV.

Ganz im Gegenteil – wie ein Blick in das edle Cockpit zeigt. Wie schon in der C-Klasse hat Mercedes hier vor allem gegenüber Audi aufgeholt – wenn nicht sogar überholt. Weiche Kunststoffe, Klavierlack und Chromrahmen bringen einen Hauch S-Klasse ins SUV. Materialqualität, -anmutung und Detailverarbeitung sind absolut top. Zumal Mercedes auch Technik aus der Luxusklasse in den GLC holt: Von zahlreichen Assistenzsystemen bis hin zu einem Navigationssystem mit Echtzeitverkehrsdaten ist alles an Bord, was sonst größeren Fahrzeugklassen vorbehalten ist. Der Bildschirm selbst fällt eine Nummer größer aus als in der C-Klasse, und das Navi lässt sich nun auch bequem per Handschrifteingabe bedienen, wichtige Informationen werden vom Head-up-Display direkt in die Scheibe gespiegelt.
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Mit der neuen C-Klasse teilt sich der GLC auch das Motorenangebot. Auch ein Plug-in-Hybrid wird kommen.

Ganz neu ist auch das Innenraumkonzept. Weil die neue runde Linie Platz kostet, ist der GLC gegenüber dem GLK gewachsen. Im Fond finden nun große Erwachsene ausreichend Platz, das Kofferraumvolumen (bisher 450 Liter) steigt um rund ein Drittel – auch ein Verdienst der Chinesen, denn denen war der GLK bisher eine halbe Nummer zu klein. Mit der neuen C-Klasse teilt sich der GLC auch das Motorenangebot. Die Benziner leisten zwischen 156 PS und 333 PS, die Diesel 115 PS bis 204 PS. Die kleinen Motoren werden mit Hinterradantrieb angeboten, die stärkeren kommen serienmäßig mit Allradantrieb. Gegen Aufpreis ist zudem die neue Neunstufenautomatik lieferbar. Im Schnitt soll der GLC rund 20 Prozent weniger verbrauchen als der Vorgänger. Ganz neu im Angebot ist der GLC 350 Hybrid, der einen Vierzylinder-Benziner (211 PS) mit einem Elektromotor (68 PS) koppelt und rund 20 Kilometer rein elektrisch schaffen soll. Die Akkus lassen sich an der Steckdose aufladen. Im alltagsfernen EU-Mix soll der Hybrid unter drei Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Da wir erwarten, dass die Preise kaum steigen und bei rund 38.000 Euro beginnen, ist der Erfolg des GLC wohl programmiert. Oder um in der Fußballer-Sprache zu bleiben: Tooor!
Marktübersicht: SUVs bis 25.000 Euro

Autor: Stefan Voswinkel

Stichworte:

SUV

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