Mercedes SL ohne Killerkältemittel

Mercedes: Kältemittel-Streit in Frankreich

— 30.07.2013

"Desaströse Auswirkungen"

Mercedes-Händler fürchten im Kältemittelstreit mit Frankreich um ihre Arbeitsplätze. Die Jobs von bis zu 1650 Angestellten könnten in Gefahr sein.

(dpa/ste) Mercedes-Händler verweisen in einem Brief an das Umweltministerium in Paris darauf, dass die vom Zulassungsstopp betroffenen Modelle mehr als 50 Prozent der Verkäufe in Frankreich ausmachten. "Wir schätzen die Zahl unserer Kunden, die von dem Zulassungsstopp betroffen sind, bis Ende August auf mehr als 5000." Die Blockade habe desaströse Auswirkungen und sei ein Wettbewerbsnachtteil. Laut Zeitung "Les Échos" könnten bis zu 15 Prozent der 11.000 Angestellten betroffen sein.

Kältemittel-Streit: Frankreich blockiert weiter

Frankreich weigert sich seit Anfang Juli 2013, Daimlers neue Modelle der A-, B- und CLA-Klasse sowie den Roadster SL zuzulassen. Aus Brüssel hatte Paris dafür Rückendeckung bekommen. Zuletzt hatte ein Gericht in Versailles den Zulassungsstopp wegen Verletzung der EU-Regelung zurückgewiesen. Das Ministerium kündigte daraufhin an, die entsprechende EU-Schutzklausel regelgerecht anzuwenden, wodurch die Zulassung der Modelle untersagt bleibe. Daimler beruft sich hingegen auf eine erweiterte Typzulassung des deutschen Kraftfahrtbundesamtes (KBA), die europaweit gültig sei.

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