Mercedes-Maybach G 650 Landaulet (2017): Vorschau

Mercedes-Maybach G 650 Landaulet (2017): Vorschau

Mercedes-Maybach G 650 Landaulet (2017): Mitfahrt

— 13.02.2017

Landaulet fürs Gelände

Der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet bietet einen V12 mit 630 PS, extreme Geländetauglichkeit und Luxus im Überfluss. AUTO BILD hat den Koloss getestet!

Mercedes setzt seiner aktuellen G-Klasse zum Abschluss eine überaus schillernde Krone auf. Bevor 2018 der Nachfolger über Stock und Stein poltert, krönt den Dauerläufer aus Graz das Maybach G 650 Landaulet – ein Geländewagen wie von einem anderen Stern.
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So ein Landaulet hat es auf dieser Welt noch nicht gegeben. So einen Geländewagen auch nicht – zumindest kein Serienfahrzeug. Mercedes legt von der G-Klasse eine Kleinstserie von 99 Fahrzeugen auf, die Luxus im Überfluss bietet. Sechsliter-V12-Doppelturbo, 630 PS und 1000 Nm maximales Drehmoment klingen an sich schon spektakulär genug. Das bietet jedoch auch das bisherige G-Klasse-Topmodell AMG G 65. Für einen Kaufpreis von wohl mindestens 500.000 Euro gibt es beim Landaulet jedoch die Technik des Mercedes G 500 4x42 und noch viel mehr. Denn Details wie die bekannt geländetauglichen Portalachsen, elektronische Dämpfer oder die um 25 Zentimeter verbreiterte Spur sind bei weitem nicht so beeindruckend wie der um 60 Zentimeter verlängerte Radstand, die komplette Maybach-Ausstattung hinter der Trennscheibe oder das Stoffdach, das den Himmel über den Fondinsassen in knapp 30 Sekunden freigibt.
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Der erste Landaulet fürs Gelände

"Wir haben mit dem Fahrzeug etwas Einzigartiges erschaffen", erklärt Ian James, der für Marketing und Produktmanagement der G-Modelle von Mercedes verantwortlich ist, "indem wir einen Offroader wie die G-Klasse und ein Landaulet kombiniert haben." Landaulets, überaus seltene Fahrzeuge, deren Fondabteil mit einem zu öffnenden Stoffdach versehen ist, waren zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Anlehnung an ebensolche Kutschen begehrte Repräsentationsfahrzeuge, die auch bei Mercedes eine Tradition haben. Doch so elegant und sehenswert Landaulet-Modelle wie der Mercedes 300d von 1960, der grandiose 600er Pullman von 1964 oder der neuzeitliche Maybach 62 von 2008 auch waren, im Gelände wäre jedem der vermeintlichen Staatskarossen nach wenigen Metern die erlauchte Puste ausgegangen. Das sieht beim Mercedes-Maybach G 650 Landaulet ganz anders aus, denn er ist in erster Linie für den harten Einsatz im Gelände gedacht.

Mercedes-Maybach G 650 Landaulet (2017): Test

Offroad-Features vom G 500 4x42

Dafür wurden die Portalachsen verbaut, die man bereits vom Offroad-Ungetüm G 500 4x42 kennt, denn mit seinen Geländereifen im Format 325/55 R 22 rollt der 3,3 Tonnen schwere Koloss über beinahe alles weg, was sich ihm in den Weg stellt. Spektakulärer denn je sind dabei die Geländegängigkeit oder der Luxus für die Passagiere in der ersten Reihe, denn die besten beiden Plätze in dem G-Landaulet sind im Fond.

Luxusfeeling im Fond des G 650

In der ersten Reihe lassen sich über die Tasten die Sperren bedienen, im Fond das Verdeck und die Innenbeleuchtung.

Über elektrisch ausfahrbare Trittbretter geht es in hinauf in ein rollendes Wohnzimmer, das seinesgleichen sucht. Die grandiose Sitzanlage mit Liegefunktion kennt man bereits von der Maybach-Limousine. Doch wenn es auf Fotosafari in den Busch oder zu einer Ausfahrt durch die Dünen geht, sollte man zum kompletten Genuss das Dach hinter einer hochfahren Trennscheibe elektrisch öffnen. "Das Dach ist das aus dem ehemaligen G-Klasse Cabrio", erzählt G-Klassen-Baureihenleiter Dr. Gunnar Güthenke, "wir haben zudem einen verlängerten Radstand von 3,43 Metern. Dazu gibt es für die Passagiere hinten Massagesitze, eine eigene Klimatisierung und das Entertainment aus der aktuellen S-Klasse." Damit die Optik stimmt, gibt es vor der abdunkelbaren Trennscheibe ein dupliziertes Armaturenbrett nebst Haltegriffen und Handschuhfächern von der G-Klasse. Über die Taster, die sonst die Sperren bedienen, lässt sich die Innenbeleuchtung schalten und das Stoffdach bedienen.

Ein Auto für Scheichs

Wenn sich die exklusivste aller G-Klassen in Bewegung setzt und man auf den Liegesitzen Platz genommen hat, scheint es kaum mehr irdische Grenzen zu geben. Ein Knopfdruck und das bequeme Gestühl bewegt sich nahezu in eine Liegeposition. Ganz nach persönlichen Vorlieben werden die beiden Sitze beheizt, belüftet oder mit einer Massagefunktion gerührt. Dabei geht es wie von Geisterhand selbst durch das härteste Gelände und die Natur ist zum Greifen nah, während der kundige Fahrer den rechten Weg durch unwegsamstes Geläuf findet. Geröll, tiefe Wasserdurchfahrten und weiche Sanddünen – alles kein Problem. So überrascht es auch nicht, dass viele Kunden für den ab Herbst 2017 erhältlichen Luxus-Kraxlerwohl aus dem Vereinigten Arabischen Emiraten kommen werden.

Der Mercedes-Maybach G 650 ist auf 99 Stück limitiert

Der Motor stammt aus dem Mercedes-AMG G 65, hat sechs Liter Hubraum, zwei Turbolader und 630 PS.

So kraftvoll die V12-Motorisierung des Maybach G 650 Landaulets mit seinen 630 PS und 1000 Nm maximalem Drehmoment ab 2300 U/min auch sein mag, für die Autobahn ist der Koloss kaum gedacht. Bei 180 km/h wird abgeriegelt und bei geöffnetem Dach weht es ab mittleren Tempi stürmisch durch den vollends belederten Luxusfond. Wem für sein Exemplar der 99 Fahrzeuge die vier verfügbaren Lackierungen (schwarz, blau, weiß und grau) sowie die drei Dachfarben (schwarz, braun und beige) nicht reichen, muss nur in der hauseigenen Individualisierungsabteilung vorbeischauen. "Hier gibt es kaum Grenzen", so Dr. Gunnar Güthenke.

Autor: Stefan Grundhoff

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