Mercedes-Benz S 500 Cabriolet (2016): Fahrbericht

Mercedes S 500 Cabriolet (2016) im Test: Fahrbericht

— 12.04.2016

Erste Fahrt im S 500 Cabriolet

Mercedes bringt die S-Klasse auch als Cabrio. Wie gut den Stuttgartern der Luxus-Viersitzer gelungen ist, klärt der erste Fahrbericht im S 500 Cabriolet.

Cruisen wie Gott in Frankreich: Links das azurblaue Mittelmeer, rechts die bunte Promenade von Cannes, dazwischen das smaragdgrüne S-Klasse Cabrio – AUTO BILD unterwegs im neuen Mercedes S 500 Cabriolet.
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Die Luftfederung des Luxus-Geschoss würde gefühlt auch überfahrene Baumstämme schlucken. Der 455 PS starke V8 arbeitet nahezu geräuschlos. Ein echter Sahnemotor, der dank 700 Nm maximalem Drehmoment zu jederzeit mehr als ausreichende Kraftreserven hat. Aber schnelles Fahren steht heute nicht auf dem Programm – es reicht zu wissen, dass man könnte!

Mercedes-AMG S 63 Cabriolet 4Matic (2016): Fahrbericht

Das Stoffverdeck öffnet in 20 Sekunden

Die Burmester-Soundanlage hat 1520 Watt und kostet 7497 Euro Aufpreis.

Stattdessen lieber das Stoffverdeck vollelektrisch öffnen und die Sonne reinlassen. Das Absetzen der Kapuze dauert etwa 20 Sekunden und ist auch während der Fahrt bei bis zu 60 km/h möglich. Das in vier Farben (beige, dunkelblau, dunkelrot und schwarz) erhältliche Verdeck sorgt für eine elegante und geduckte Linie und ist eine Hommage an historische Vorgänger, wie das 220 SE Cabriolet von 1961. Der Ruf nach einem Metallklappdach wäre also völlig unbegründet.

Im Innenraum herrscht Ruhe

Zudem isoliert das dreilagige Akustik-Verdeck genauso gut wie ein Metalldach und ist dank zusätzlicher Polstermatte und einem besonders dicken Innenhimmel extrem leise. Eines der im Innenraum leisesten aktuell erhältlichen Serienautos ist das S-Klasse Coupé, von dem das Cabriolet 60 Prozent der Rohbauteile übernimmt. Auch beim Geräusch-Niveau spielt das neue Viersitzer-Cabrio also in der höchsten Liga.

Sitzprobe Mercedes S-Klasse Cabrio

Diese S-Klasse hat Präsenz

Das neuentwickelte Aircap soll die Luftverwirbelungen im Innenraum reduzieren.

Optisch ist das S-Klasse Cabriolet definitiv eine Ansage. Dabei trägt es jedoch nicht zu dick auf und wahrt stets die Contenance. Das 5,03 Meter lange Cabrio wirkt richtig edel. Damit die Frisur auch bei über 100 km/h noch sitzt, hat Mercedes das Aircap (1178 Euro extra) entwickelt. Auf Knopfdruck fährt eine Lamelle aus dem Frontscheibenrahmen aus und soll in Verbindung mit dem elektrischen Windschott die Turbulenzen und Geräusche im Innenraum reduzieren. Auf der Testfahrt bleibt der erwünschte Effekt allerdings aus. Egal ob mit oder ohne Cap, die Verwirbelungen bleiben gefühlt gleich. Deutlich effektiver ist der aus anderen Mercedes-Modellen bekannte Airscarf für 774 Euro. Einen Knopf in der Türtafel gedrückt und schon wird der Hals in drei Stufen gewärmt.

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Intelligente Klimaregelung

Ein besonderes Lob hat die neu entwickelte intelligente Klimaregelung Thermotronic verdient, die es beim großen Cabrio ohne Aufpreis gibt. Intelligent ist das richtige Stichwort, denn es scheint, als stünde das vollautomatische System direkt mit meinem Körper in Verbindung. Kaum denke ich, dass mir ein wenig warm ist, strömt eine kühle Brise aus den Lüftungsdüsen. Als ich dann eine längere Autobahnetappe mit offenem Verdeck fahre und es mich fröstelt, fließt von alleine warme Luft aus den Ausströmern. Das System mit zwölf Sensoren und 18 Stellmotoren funktioniert tadellos.

Platz für vier Erwachsene

Der Innenraum des viersitzigen Cabrios ist vom Feinsten. Das Cabriolet gehört zu den Fahrzeugen, bei denen man sich sorgt, die Fußmatten zu beschmutzen. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass das Cabrio noch einen Ticken edler ist als die Limousine. Alcantara-Dachhimmel, designo-Leder, Aluminum, Holz – alles da (natürlich gegen Aufpreis). Die Sitze sind beheizt und belüftet – Ehrensache. Hinten sitzen auch Erwachsene über 1,80 Meter vergleichsweise komfortabel. Aber vier ausgewachsene Personen sind weiterhin nur im Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé stilsicher und lässig unterwegs.

Das S 500 Cabriolet für 139.052 Euro ist das Einstiegsmodell bei der offenen S-Klasse.

Während das S-Klasse Cabrio zum Cruisen auf Autobahnen und Boulevards wie gemacht ist, sind die schmalen Küstenstraßen für den 1,90 Meter breiten Viersitzer teilweise zu schmal. Hier sind die Felgen dem Bordstein-Tod nahe. Kaum weiten sich die Straßen wieder etwas, heißt es Comfort-Modus an und einfach dahingleiten. Die Wandlerautomatik hat stets den richtigen der neun Gänge parat, sodass der Fahrer dem kraftvollen aber unaufdringlichen V8-Sound lauschen kann. Das leise Turbopfeifen vermischt sich mit dem Meeresrauschen. Cruisen wie ...

Mercedes-Benz S 500 Cabriolet (2016): Fahrbericht



Technische Daten Mercedes S 500 Cabriolet Motor: V8-Biturbo • Hubraum: 4663 cm3 • Leistung: 455 PS bei 5250-5500/min • Max. Drehmoment: 700 Nm bei 1800-3500/min • Verbrauch kombiniert: ab 8,5 l/100 km • CO2-Ausstoß: 199 g/km • Beschleunigung 0-100 km/h: 4,6 s • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h • Preis 139.052 Euro.
Autor:

Jan Götze

Fazit

Das neue S-Klasse Cabrio ist ein erhabenes Auto, ein besonders edler und stilsicherer Cruiser. Der V8 aus dem S 500 passt perfekt zum Wesen des massiven Cabrios. So viel Luxus ist natürlich nicht günstig. Das erwartet in dieser Liga aber auch niemand.

Stichworte:

Cabrio Luxusklasse

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