Mercedes S-Klasse (2013). Fahrbericht

— 02.07.2013

So fährt die neue S-Klasse

Am 20. Juli 2013 rollt die neue Mercedes S-Klasse auf den Markt. Die Luxus-Limousine will das beste Auto der Welt sein. Wir sind den Stuttgarter gefahren.

Die Mercedes S-Klasse gilt seit Jahrzehnten als Leitstern in der Luxusklasse. Und wenn es nach Mercedes geht, wird das auch immer so sein. Doch die Art, wie die Schwaben diesen Anspruch umsetzen, hat sich gravierend verändert. Wenn am 20. Juli 2013 zu Preisen ab 79.790 Euro die jüngste Auflage der S-Klasse an den Start geht, ist deshalb fast nichts mehr, wie es einmal war: Ohne die Gralshüter der Traditionen vor den Kopf zu stoßen, haben die Schwaben die Limousine in die Zukunft katapultiert und ein technisch wie optisch extrem modernes Auto auf die Räder gestellt.

Alle News und Tests zur neuen Mercedes S-Klasse

Video: Mercedes S 500

Erste Fahrt im neuen Luxus-Benz!

Das selbstbewusste, aber trotzdem schnittige Design der Fünf-Meter-Limousine mit dem aufrechten Grill und glatten Flanken markiert da noch den kleinste Schritt. Ja, es gibt die eigenwilligen Fackeln in den großen Scheinwerfern, die Flanke wird von zwei scharfen Falzen stärker konturiert und das Heck läuft schmal zusammen wie bei einem Coupé. Doch mit ihrem stolzen Grill und dem stattlichen Format ist die S-Klasse auf den ersten Blick als der große Mercedes schlechthin zu erkennen. Zumal sich an den Abmessungen nur wenig ändert: 5,12 Meter misst nun das Standardmodell und 5,25 Meter die Langversion. Und der Radstand liegt wie früher bei 3,04 und 3,17 Metern.

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Im Cockpit dominieren zwei riesige Monitore, die zu einer imposanten Kommandozentrale verschmelzen.

Wirklich überraschend ist dagegen der Blick ins Cockpit: Es gibt zwar wie eh und je bald 100 Schalter und Taster, und in der Mittelkonsole tickt eine Analoguhr. Aber gefangen wird der Blick von zwei riesigen Monitoren, die zu einer imposanten Kommandozentrale verschmelzen. Dazu gibt es unter anderem klimatisierte Sessel mit Hot Stone-Massage, eine Ambiente-Beleuchtung, gekühlte Becherhalter, einen Duftspender im Handschuhfach und den Autopiloten, den Mercedes jetzt in der S-Klasse als erster Hersteller in die Serie bringt. Bislang nur in sehr eingeschränkten Situationen und auch nur für kurze Zeit kann der Fahrer damit tatsächlich die Hände vom Lenkrad nehmen, sich ein wenig zurücklehnen oder einen Bick aufs Smartphone riskieren, während das Auto alleine Abstand und Spur hält. Möglich macht das der neue Stop-and-go-Assistent. Er nutzt nicht nur den Abstandsradar, sondern auch die neue Stereokamera, mit der die S-Klasse räumlich sehen und sich selbst ihren Weg durch den Stau suchen kann. So hängt sich die Limousine zum Beispiel an das Heck des Vordermanns und folgt ihm auch ohne Zutun des Fahrers durch Kurven oder beim Spurwechsel.

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Video: Neue S-Klasse

Weltpremiere der neuen S-Klasse

Das ist nicht das einzige Hightech-Extra, mit dem die S-Klasse der Konkurrenz davonfährt: Mit Hilfe der Stereokamera wird die Limousine dank "Magic Body Control" zum Fliegenden Teppich. Weil das Auto vorausschauen und Unebenheiten auf der Fahrbahn erkennen kann, wird die Luftfederung auf die Millisekunde genau programmiert und bügelt so auch Bodenwellen oder Temposchwellen glatt. Wo andere Autos über solche Hindernisse wippen wie ein Fischerboot in schwerer See, dampft die S-Klasse ungerührt voran.

Die neue Mercedes S-Klasse im ersten Vergleich

Am 20. Juli 2013 rollt die jüngste Auflage der S-Klasse zu Preisen ab 79.790 Euro in die Autohäuser.

Während Mercedes mit der Stereokamera und ihren Möglichkeiten der S-Klasse wieder einen deutlichen Vorsprung vor BMW 7er und Audi A8 sichert, reicht es bei der konventionellen Technik allenfalls für Gleichstand: Die Automatik hat nur sieben statt acht Gänge, der stärkste Diesel bietet gerade einmal 258 PS und neue Motoren sucht man fürs Erste vergebens. Zum Start jedenfalls gibt es den S 500 mit dem bekannten V8-Motor mit 455 PS, den S 350 Bluetec mit 258 PS-Diesel und 5,5 Litern Normverbrauch sowie den S 400 Hybrid, der einen V6-Motor mit 306 PS und einen 27 PS starken Stromer kombiniert und so auf einen Normverbrauch von 6,3 Litern kommt. Mit dem S 500 ist man bestens bedient. Der Motor läuft wie Samt und Seide und beschleunigt den Zweitonner mit seinen bis zu 700 Newtonmetern so mühelos, dass man unmerklich stets hart am Limit fährt. Nicht umsonst stürmt das Dickschiff in 4,8 Sekunden auf Tempo 100. Flüsterleise, ohne jede Aufregung und unglaublich mühelos wird die Limousine so zum vornehmen Kilometerfresser, aus dem man entspannter aussteigt als man eingestiegen ist.

Kaufberatung komfortable Luxuslimousinen

Autor: Thomas Geiger

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