Mercedes S-Klasse Coupé vs. Cadillac Elmiraj

Mercedes S-Klasse Coupé/Cadillac Elmiraj: IAA 2013

— 11.09.2013

Doppelter Luxus

Mercedes S-Class Concept gegen Cadillac Elmiraj Concept: Zwei sündhaft-schöne Riesen-Coupés stehen sich im ersten Messe-Vergleich gegenüber.

Auf zum ersten Vergleich der Luxus-Coupés Mercedes S-Klasse und Cadillac Elmiraj. Während die Studie des elegant-sportlichen S-Klasse Coupés definitiv schon 2014 als Serienversion losrollt, ist der kantige, ordentlich Retro-Charme versprühende Cadillac Elmiraj ein reines Showcar. Das wird bei diesem Vergleich natürlich berücksichtigt. Auf die Frage, ob der schöne Ami denn irgendwann gebaut wird, antwortet Vijay Iyer (Kommunikationsdirektor Chevrolet und Cadillac Europa) süffisant mit einem Augenzwinkern. Das lässt hoffen.

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Zukunft, lass dich umarmen: In der S-Klasse schwelgen  Passagiere im überzeichneten Übermorgen.

Nichts wie rein ins doppelte Luxus-Vergnügen: Im Mercedes empfangen mich weißes Kalbsleder, Seide, fließende Linien und diese ultra-bequemen Einzelsitze, aus denen man nie mehr aussteigen möchte. Fehlt nur noch jemand, der mir den Rücken krault. Dazu die riesigen Monitore und Touchscreen-Bedienelemente wie in einer Raumfähre. Natürlich ist alles ein wenig überzeichnet. So muss das in einer Studie auch sein. Wenn die Serienversion Mitte 2014 an den Start geht, wird Mercedes auf das eine oder andere Gimmick verzichten. Aber auch dann ist das S-Klasse Coupé noch immer ein gewaltiger Hightech- und Luxus-Tempel – inklusive Hotstone-Massage aus der Limousine. Rein äußerlich ist der schöne Schwabe ebenfalls ein Hingucker. Muskulös, elegant, bullig und dennoch sinnlich. Für mich ist der noble Viersitzer der schönste Mercedes der letzten zehn Jahre.

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Amerikanische Wohlfühl-Oase: Statt weiß herrschen beim Cadillac-Coupé gedeckte, dunkle Töne vor.

Auch im Cadillac Elmiraj besteigen Fahrer und Passagiere eine automobile Wohlfühl-Oase. Statt weiß herrschen beim GM-Coupé gedeckte, dunkle Töne vor. Statt an schwäbischem Kalbsleder reiben wir uns im Elmiraj an feinstem US-Rindsleder und brasilianischem Rosenholz. Alles hier drin erinnert irgendwie an eines dieser edlen Riva-Boote. Das Gestühl besteht wie im S-Coupé ebenfalls aus vier top-bequemen Einzelsitzen, die sich wunderbar an die Messe-geplagte Wirbelsäule anschmiegen. Tür zu, Augen zu, Nickerchen machen. Geht leider nicht, die Arbeit ruft. Der Einstieg für die Fondpassagiere wurde besonders praktisch gestaltet. Auf Knopfdruck fahren sowohl die vorderen als auch die hinteren Sitze elektrisch nach vorn. Da kann die Rückbank-Fraktion ohne großes Verbiegen prima Platz nehmen.

In Sachen Technik sind die beiden Kontrahenten ebenfalls top. Beim S-Klasse Coupé stand der große Bauchladen der neuen S-Klasse-Limousine zur Verfügung. Stereokamera "Road Surface Scan" zur Vorauserkennung von Bodenwellen, Fahrwerksanpassung "Magic Body Control", Voll-LED-Scheinwerfer und die Musik-Software "MoodGrid" mit 18 Millionen Titeln zur Auswahl sind einige der üppigen Schmankerl an Bord.

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Vierrad-Option: Sollte der Elmiraj gebaut werden, könnte der V8 sein Kraft an alle Räder schicken.

Der Elmiraj hingegen steht auf einer komplett neu entwickelten Alu-Plattform, die ein hohes Maß an Leichtigkeit und Steifigkeit verspricht. Der V8-Biturbo ist auch brandneu und soll schon bald in einem neuen Cadillac-Modell arbeiten, erklärt GM-Designchef Clay A. Dean. Angetrieben wird der Cadillac Elmiraj über die Hinterräder. Sollte er tatsächlich gebaut werden, ist auch ein Allradantrieb möglich. In Sachen Technik-Features sticht besonders das Navi mit ultra-cooler 3D-Optik heraus. Bedienbar ist das ganze über ein rund 40 Zentimeter langes, flaches Touchscreen-Board, das sich um einen zentralen 10-Zoll-Monitor schlängelt. Laut Cadillac-Sprecher David Barnas ist das Publikums-Interesse am Elmiraj riesig. Das können wir aufgrund des Gedrängels rund um das Auto bestätigen. Also, liebe GM-Freunde, warum noch warten? Schließlich braucht das S-Klasse Coupé nicht nur hier in den Hallen unterm Frankfurter Messeturm einen ernsthaften Konkurrenten.
Boris Pieritz

Fazit

Beide Design-Abteilungen haben hier sichtlich Vollgas gegeben und gezeigt, was optisch und technisch in diesem edlen Segment möglich ist. Logischerweise sieht man, dass der Mercedes kurz vorm Serienstart deutlich weiterentwickelt ist.

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