Mercedes S-Klasse (W222): Erlkönig-UPDATE
— 29.04.2013
Neue S-Klasse sieht alles
Die neue Mercedes S-Klasse dreht als Erlkönig weiter Testrunden. Daimler verspricht neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit – darunter ein Kamerasystem mit 360-Grad-Rundumblick. Mit Video!
Mercedes will mit jeder neuen
S-Klasse Maßstäbe setzen. Das soll auch für die kommende Generation gelten, die 2013 mit dem internen Kürzel W222 präsentiert wird. Das neue Flaggschiff nimmt mehr und mehr Konturen an – die Erlkönige drehen fleißig ihre letzten Runden, wie neue Fotos beweisen. Die Tarnung lässt aber immer noch ein paar Fragen offen – zum Beispiel, was das Design der Frontleuchten angeht. Gut möglich, dass die S-Klasse das Gesicht der
künftigen E-Klasse zitieren wird.
Die Linienführung ist konservativ am Vorgänger orientiert, dafür wird es vermutlich vier verschiedene Radstände geben.
Einen mutigen Hinweis darauf, wohin die Design-Reise gehen könnte, haben die Schwaben bereits auf der IAA 2007 mit der
Studie F 700 gegeben. Weg vom Stuttgarter Barock mit Anleihen bei
Maybach – hin zu neuen, fließenderen Linien. Unterm Blech kommen vermehrt Hybridantriebe für Diesel oder Benziner zum Einsatz sowie ein hydropneumatisches Fahrwerk, das dank Laser-Sensoren auf Schlaglöcher reagiert, bevor das Auto drüberfährt. Überhaupt wird die neue S-Klasse in Sachen Sicherheit ein neues Kapitel aufschlagen. Das Entwickler-Team der neuen
Mercedes S-Klasse wurde bereits vor dem Marktstart für ein neues Sicherheitssystem ausgezeichnet: Drei Daimler-Forscher erhielten den "Karl Heinz Beckurts-Preis" für die Kameratechnik "6D Vision". Der Preis würdigt die Ergebnisse des Forscherteams auf dem Gebiet der Stereobildverarbeitung und des Bildverstehens – ein wichtiger Schritt bei der Verbesserung von Fahrer-Assistenzsystemen.
Statt revolutionärem Design modernste Technik: "6D Vision" an Bord für voll vernetzte und intelligente Fahrerassistenzsysteme.
Die Sensoren von "6D Vision" erfassen im Bruchteil einer Sekunde, was um sie herum geschieht. Sie erkennen bewegte Objekte wie Fahrzeuge oder Fußgänger in kürzester Zeit, messen deren Position und Bewegungsrichtung samt Geschwindigkeit und berechnen, wie sie sich im Straßenverkehr weiter verhalten werden. Die Assistenzsysteme reagieren dann in kritischen Situationen blitzschnell: Eine Stereokamera nimmt dazu in rascher Folge Bilder der Umgebung vor dem Fahrzeug auf. Ein eigens dafür entwickelter Algorithmus wertet die Bilder aus. Die gleichzeitige Bestimmung der Position (drei Dimensionen) und der Bewegung (weitere drei Dimensionen) der Objekte gab dem neuen Verfahren den Namen "6D Vision" und kommt 2013 erstmalig in der S-Klasse in Serie.
"Die nächste S-Klasse hat nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick", sagt Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Auch bei den Scheinwerfern geht die S-Klasse neue Wege: Als weltweit erstes Fahrzeug kommt sie laut Weber völlig ohne Glühlampen aus. Die Voll-LED-Scheinwerfer sollen weitaus länger halten und 75 Prozent weniger Strom verbrauchen.
Kommentare zum Artikel (5)
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Viele Sachen sind bei anderen schon seit Jahren lieferbar und das die Geschichten nun etwas ausgefeilter und besser vernetzt sind, liegt am normalen technischen Fortschritt, an der Markt-Positionierung des Fahrzeuges und nicht zuletzt am Verkaufspreis der S-Klasse!
Warten wir mal ab wie das alles in der Realität funktioniert denn nicht alles was die Autoindustrie als Alleinstellungsmerkmal einbaut, bringt am Ende wirklich eine deutliche Verbesserung. Oft genug ist auch das Gegenteil der Fall! Die aktiven Sitze nerven, die Sensoren schalten bei der geringsten Verschmutzung ab und das Abstandsradar ist in 95% der Fälle im Alltag sowieso nicht vernünftig nutzbar. Alles schon dagewesen!
PS:
Im S80 von Volvo gab es auch schon mal Lasersensoren, welche die Fahrban unmittelbar vor dem Auto analysiert haben, diese Informationen wurden allerdings "nur" dafür benutzt, die Dämpfer optimal einzustellen, das Fahrwerk der neuen S-Klasse geht aber einige Schritte weiter...
Falls sich "elchfahrer" darauf bezogen haben sollte :-)
@elchfahrer:
Ein 360° Kamerasystem ist nichts neues, stimmt.
Aber die Integration dieser Informationen in die Assistenzsysteme gibt es so noch nicht - auch bei Volvo nicht ;-)
Aber neben den neuen Innovationen bezüglich der Sicherheit sollte man auch das Fahrwerk nicht vergessen. Nur ein Satz in dem Text oben erscheint mir nicht gerecht...
Das hydropneumatische Fahrwerk verspricht ungekannten Komfort, da bin ich mal gespannt.
Doch, genau das IST neu in Serienfahrzeugen.
das ist überhaupt nichts Neues!