Mercedes SL von FAB Design
White-Body

Jetzt wissen wir’s: Die Schweiz hat nicht nur höhere Berge, sondern auch breitere Autos. Bestes Beispiel: der FAB Design "Mega Wing Widebody"-Breitbau mit V8-Kompressor und 640 PS. Da kann selbst ein echter König als Kunde nicht widerstehen.
- Ingo Roersch
Mit Pferdestärken kennt sich Roland Rysanek bestens aus. Der Inhaber der Schweizer Tuningfirma FAB Design verdiente seine ersten Sporen als Jockey. Mittlerweile hat der drahtige Mitfünfziger umgesattelt – von einem auf bis zu 640 PS. So viel leistet sein stärkstes Stück, ein umgebauter Mercedes SL 55 AMG (altes Modell) mit Namen "Mega Wing Widebody". Wo immer der "Mega-Flügel-Breitbau- Benz" auftaucht, wird die Straße eng. Fast zwei Meter misst der weiße Riese an der Hinterachse, was in schmalspurigen Autobahn-Baustellen bisweilen zu Schweißausbrüchen führen kann. Vielleicht fahren deshalb nur wenige seiner extrabreiten Spezialanfertigungen hierzulande. Dorthin, wo Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, die Straßen breiter und Unikate alles sind, verkauft Rysanek am liebsten: "Die meisten Autos gehen in die arabische Welt", erklärt er. "Solch ein Exemplar wie diesen Mercedes SL hat beispielsweise der König von Marokko in seinem Fuhrpark, jedoch in Schwarz mit rotem Leder."
Auf den Flügeltür-Umbau hat Tuner FAB ein Patent

Ähnlich viel kostet die ganz in Weiß gehaltene Leder-/Alcantara-Innenausstattung mit leichtem Grünstich (genau wie die Speziallackierung). Einziges Problem: Das Armaturenbrett spiegelt stark in der Windschutzscheibe. Dafür erstaunlich alltagstauglich in puncto Fahrdynamik: Die serienmäßige Luftfederung kommt mit den gewaltigen Rädern prima zurecht, auf Lenkbefehle reagiert der Dicke erstaunlich agil – nur beim Geradeauslauf diktieren Spurrillen die Richtung.
Drehmoment aus 1001-Nacht

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