Mercedes SLK fahren und sparen? Das ist formal erstmal kein Widerspruch: Denn als SLK 250 CDI verbraucht der schicke Roadster in dritter Generation gerade mal 4,9 Liter auf 100 Kilometern. Traditionalisten werden sagen, offen fahren und Diesel geht gar nicht, aber gerade Meilenfresser werden am Selbstzünder ihre helle Freude haben. Zumal das dezente Nageln unter der Haube nicht mit einem Verzicht an Dynamik bezahlt werden muss: Mit dem serienmäßigen 7G-Tronic-Automatikgetriebe (ein Sechsgang Schaltgetriebe folgt im zweiten Quartal des nächsten Jahres) sprintet der Diesel-SLK von 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h. Außerdem ist im SLK 250 CDI wie in allen SLK-Modellen serienmäßig ein Start-Stopp-System installiert.
Mercedes SLK 250 CDI (R 172) 2011
Der 2,2-Liter-Selbstzünder leistet 204 PS und üppige 500 Newtonmeter Drehmoment.
Bild: Werk
Doch vor dem Sparen steht der Schweiß: Denn der Diesel ist teurer in der Anschaffung. Der kleinste Benziner als SLK 200 mit 184 Pferdchen kostet 38.675 Euro und soll auch nicht mehr als 6,1 Liter des (teureren) Super-Kraftstoffs verbrennen. Bei exakt 41.828,50 Euro beginnt das Diesel-Vergnügen im SLK. Macht also 3153,50 Euro Differenz. Der Ölbrenner ist demnach vor allem ein Rechenmodell und eine Alternative für Freunde des deftigen Drehmoments: 500 Newtonmeter sind eine klare Ansage, ein Benziner benötigt in der Regel den doppelten Hubraum, um solche Kräfte zu mobilisieren. Ab 13. September 2011 kann der Selbstzünder bestellt werden.