Mercedes SLS AMG mit E-Antrieb

Mercedes SLS AMG mit E-Antrieb

— 16.07.2009

Tesla, zisch ab!

AMG hat den brandneuen SLS gleich noch mit einem Elektroantrieb garniert. Vier Gleichstrommotoren bringen 533 PS. In Sachen Beschleunigung steht der E-Sportler seinem V8-Vorbild in nichts nach.

Nix mehr mit niedlich: Die Modellbahn-Zeiten sind endgültig vorbei, Gleichstrommotoren können auch anders als bloß Sahne steif schlagen oder Dauerwellen trocken fönen. Sie können zum Beispiel fette 533 PS mobilisieren und einen 1,6 Tonnen schweren Supersportwagen in vier Sekunden auf Tempo 100 bringen. Das ist kein Geringerer als der neue Mercedes AMGLSS , Reinkarnation des legendären Flügeltürers 300 SL und mit Öko-Herz genau so wild wie mit Verbrennungsmotor. Die vier Elektro-Schleudern, die an jedes Rad geflanscht werden, leisten insgesamt zwar 40 PS weniger als der V8 in dem Supersportwagen; dennoch soll die Beschleunigung keine Millisekunde schlechter sein. Leichtes Spiel bei einem maximalen Drehmoment von 880 Newtonmetern – das können eben (fast) nur Elektromotoren. Da jeder Motor einzeln gesteuert werden kann, ist die gezielte Beschleunigung – Torque Vectoring genannt – möglich, was dem Stromsportler zusätzliche Dynamik und Agilität verleihen soll.

"Mit Elektroantrieb das Thema Supersportwagen neu definieren"

Den stromgetriebenen SLS AMG beflügeln 533 PS – das sind zwar 40 PS weniger als mit V8, doch auch der E-Antrieb soll in nur vier Sekunden 100 km/h erreichen.

Neben der lässig hingeworfenen Schemazeichnung bietet der Hersteller bisher zwar bloß eine Absichtserklärung, doch die strotzt nur so vor Sendungsbewusstsein: "Wir haben uns vorgenommen, mit dem AMGLSS mit Elektroantrieb das Thema Supersportwagen neu zu definieren. Für uns steht nicht nur das Thema Verantwortung im Vordergrund, ebenso viel Wert legen wir auf die Faszination und die AMG-typische Performance", so Volker Mornhinweg, Vorsitzender der Geschäftsführung Mercedes-AMG GmbH. Performance bedeutet natürlich vor allem Kraft, und die kommt aus zahlreichen Lithium-Ionen-Akkus, die in Modulbauweise vor der Spritzwand, im Mitteltunnel und unter den Sitzen angeordnet sind. Adäquate Energiespeicher lässt Mercedes vom jüngst gewonnenen Partner Evonik entwickeln. Die Vorteile dieser Lösung sind der tiefe Fahrzeugschwerpunkt und die ausgeglichene Gewichtsverteilung – ideale Bedingungen für ein optimales Handling, das der elektrisch angetriebene AMGLSS mit seinem benzinbetriebenem Schwestermodell teilen wird. Bleibt abzuwarten, wie das Duell SLS Sprit gegen SLS Strom ausgeht – "ein paar Jährchen", so Mercedes, müssen wir uns aber noch gedulden.

Autor: Roland Wildberg

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