Mercedes SLS AMG Safety Car

Mercedes SLS AMG Safety Car

— 26.02.2010

Schumi bekommt neuen Bodyguard

In der kommenden Saison geht der neue Mercedes SLS AMG in der Formel 1 als Safety Car an den Start. Wie der 571 PS starke Flügeltürer fit für die Königsklasse gemacht wurde, erfahren Sie hier.

Michael Schumacher überzeugte sich bereits persönlich von den Qualitäten des Mercedes SLS AMG und bretterte mit dem spektakulären Flügeltürer im Werbefilm kopfüber durch einen Tunnel. Jetzt hat es der 571 PS starke Bolide vom Werbe- zum Formel-1-Star gebracht: Ab der kommenden Saison übernimmt der SLS AMG die Rolle des Safety Car. Das kommt immer dann zum Einsatz, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle oder schlechtes Wetter einen normalen Rennablauf gefährden. Nach einem Funkspruch von der Rennleitung gehen Bernd Mayländer und sein Beifahrer, der FIA-Mitarbeiter Pete Tibbetts, auf die Strecke und setzen sich an die Spitze des Feldes, um die Rennautos sicher um den Kurs zu führen.

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Gegenüber dem Serien-SLS mussten die AMG-Techniker nur geringfügig Hand anlegen, um den Flügeltürer fit für die Rennstrecke zu machen. Motor, Getriebe und Fahrwerk blieben unverändert. Dafür wurde die Abgasanlage überarbeitet: Ein neuer Endschalldämpfer lässt den 6,3-Liter-V8 freier atmen und vor allem deutlicher zu Wort kommen. Bereits der Vorgänger, der bis 2009 eingesetzte SL 63 AMG, war mit seinem herrlich bollernden V8-Sound ein akustischer Genuss. Optisch macht das SLS-Safety Car vor allem mit der obligatorischen Dach-Lichtanlage auf sich aufmerksam. Die beiden zentralen grünen Leuchten werden aktiv, wenn sich das Safety Car mitten im Feld einreiht und alle Rennwagen zunächst überholen soll. Sobald der SLS AMG die Führung übernommen hat, signalisieren die äußeren orangen Blinkleuchten den Formel-1-Fahrern absolutes Überholverbot. Die stroboskopartigen Blitzlichter in den Scheinwerfern und Rückleuchten sind während der Fahrt immer aktiv.

Eine Kamera überträgt live vom SLS-Cockpit auf den heimischen Fernseher

Im Cockpit des Safety Cars sitzen zwei zentrale Monitore zur Überwachung des Renngeschehens. Über eine Funkanlage können Mayländer und Tibbetts mit der Rennleitung sowie untereinander kommunizieren. Ein zweiter Innenspiegel ermöglicht dem Beifahrer einen Blick auf die Formel-1-Renner. Im Zentraldisplay des Kombi-Instruments und im Deckel des Handschuhfachs ist das sogenannte "Marshalling System" integriert: Hier sehen Fahrer und Beifahrer exakt die gleichen Signale wie die Formel-1-Piloten in deren Cockpits. So zeigen zum Beispiel die jeweiligen LEDs an, wenn gelbe oder grüne Flaggen geschwenkt werden. Am vorderen Ende der Instrumententafel sind LEDs für den Status des Leuchtbalkens auf dem Dach und eine Onboard-Kamera angebracht, damit Formel-1-Zuschauer den SLS künftig auch live im TV bewundern können.

Autor: Jan Kretzmann

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