Mercedes-Studien auf dem Caravan Salon

Mercedes Sprinter Connected Home/Concept Marco Polo

Mercedes zeigt vernetzte Wohnmobile

Auf dem Caravan Salon 2018 verwandelt Mercedes Sprinter und Marco Polo in Connected Homes. Mit zentraler Steuerung und Sprachbefehlen soll das Reisen im Wohnmobil künftig noch mehr Komfort bringen.
"Hey Mercedes, mach Dich abfahrbereit" – so oder so ähnlich werden Reisemobilisten ihr Wohnmobil künftig dazu auffordern, die Markise einzufahren, die Sitzbank wieder aufzustellen und die Beleuchtung im Wohnraum auszuschalten. Zumindest, wenn es nach Mercedes geht. Auf dem Caravan Salon 2018 zeigen die Schwaben mit zwei Concept Cars, wie eine zentrale Steuerung des Wohnmobils funktionieren kann. In der Regel besteht ein Wohnmobil aus zwei Teilen: dem Basisfahrzeug und dem Ausbau – beide Teile werden auch separat bedient. Wer zum Beispiel gerade am Campingplatz angekommen ist und die Markise schon mal ausfahren will, muss zuerst in den Wohnbereich, um dort das Steuermodul zu bedienen. Mit Mercedes-Benz Advanced Control (MBAC) soll die Steuerung zentralisiert werden, die Funktionen des Basisfahrzeugs und des Wohnraums werden verbunden. Mit der Studie Sprinter Connected Home zeigen die Schwaben, wie das in der Praxis aussieht: So können zum Beispiel die elektrisch ausfahrbare Markise oder die Innenraumbeleuchtung entweder über einen Touchscreen im Wohnbereich, direkt über das Mercedes-Infotainmentsystem MBUX im Cockpit oder eine Smartphone-App bedient werden.

Mercedes vernetzt Fahrzeug-Technologie mit Wohnmobil-Ausbau

Der Concept Marco Polo fährt auf Sprachkommando z. B. die Markise aus oder senkt das Fahrwerk ab.

Schon 2019 will Mercedes die Technologie des Sprinter Connected Home in Serie bringen und Aufbauherstellern wie Dopfer, Frankia oder Reimo ermöglichen, MBAC auf Basis des Sprinters zu nutzen. Sie können dann die Funktionen ihres Ausbaus mit dem Sprinter verknüpfen und zentral bedienbar machen. Mit der App wäre es dann zum Beispiel auch von weiter weg möglich, die Türverriegelung, Füllstände von Gasflaschen und Wassertanks oder Ladezustände von Batterien überprüft werden.

"Hey Mercedes"-Sprachkommandos auch für Wohnmobile

Als Feedback auf das Kommando "Hey Mercedes" leuchtet die Ambientebeleuchtung blau auf – das Kommando wurde verstanden.

Doch MBAC ist nur der erste Schritt. Mercedes hat das Prinzip noch weitergedacht und zeigt am Concept Marco Polo, wie das Connected Home 2.0 funktionieren könnte. Neben einer zentralgesteuerten Luftfederung, elektrischem Aufstelldach und Sitz-/Liegebank können die Seitenscheiben auf Kommando blickdicht verdunkelt werden. Und das alles nicht nur über Touchscreen oder App, sondern ebenfalls über Sprachbefehle. Wie bei MBUX wird die Steuerung über das Kommando "Hey Mercedes" aktiviert. Neben gezielten Befehlen soll das Wohnmobil dann auch übergreifende Kommandos verstehen. Mit dem Sprachbefehl "Hey Mercedes, ich möchte mich entspannen", richtet sich das Wohnmobil beispielsweise auf Gemütlichkeit ein: das Fahrzeug wird abgesenkt, Aufstelldach und Markise werden ausgefahren, Ambientebeleuchtung und Musik werden eingeschaltet. Der Strom für den Concept Marco Polo kommt übrigens vom Dach: Hier ist ein Solarmodul installiert, das 400 Watt Leistung bringt.

Autor: Lena Trautermann

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