Mercedes-Studie Vision GST

Mercedes Vision GST Mercedes Vision GST

Mercedes-Studie Vision GST

— 12.02.2002

Der Alles-in-einem-Mercedes

Viel Platz, variabel, komfortabel, geländegängig und stark. Mit der Studie Vision GST definiert Mercedes eine ganz neue Fahrzeugklasse.

Zukunftsvisionen von Mercedes

Es ist wirklich unglaublich. Ob "Crossover" oder SUV, ob Van-Coupé oder "Pick-up-Cabrio", da denkt man, jede noch so kleine Nische sei ausgefüllt, jede noch so individuelle Art der automobilen Fortbewegung fahre bereits auf der Straße, und nun das: der Vision GST von Mercedes. Bereits im Herbst 1999 hatten wir Wind von diesem Projekt bekommen, konnten uns allerdings nicht so recht einem Reim darauf machen, was die Stuttgarter da im Schilde führten. Vergangenen Sommer stellten wir den Schwaben-Brocken erneut vor - als "Mega-Mercedes".

Jetzt lüften die Stuttgarter ihr Geheimnis. Auf der Detroit Auto Show (12. bis 20. Januar 2002) zeigt der traditionsreichste Autobauer der Welt, wohin künftig die Reise geht. Mercedes-Botschaft: "Einsteigen und wohlfühlen, jeden Kilometer bewusst und mit größtem Vergnügen erleben." Wenn es sein muss, auch zu sechst. Denn der GST (steht für Grand Sports Tourer) hat Platz satt, vereint Reiselimousine, Kombi, Van und SUV. Er ist quasi die Eier legende Wollmilchsau. Seine Ausmaße sind gewaltig. Mit 5,15 Metern übertrifft der GST die normale S-Klasse, der Radstand beträgt 3,22 Meter, wuchtige 22-Zoll-Räder (vorn 275er-, hinten 295er-Reifen) garantieren einen imposanten Auftritt. Bei so viel Masse darf es an souveräner Leistung nicht fehlen. Den GST befeuert ein 5,5-Liter-AMG-V8 mit 360 PS. Ein Drehmoment von 530 Newtonmetern steht ab 3000/min zur Verfügung. Genug, um in sieben Sekunden locker auf Tempo 100 zu spurten.

First-Class-Komfort auf Rädern

Mercedes verspricht First-Class-Komfort auf Rädern, was schon mit dem Einsteigen beginnt. Ein leichtes Antippen einer Sensortaste genügt, die Türgriffe schwenken nach außen, die Schmetterlings-Türen öffnen flügelartig wie ein altes Garagentor im Winkel von 90 Grad. Einen mittleren Pfosten (B-Säule) gibt es nicht. Willkommen in der neuen Welt von Mercedes.

Hier empfangen die Gäste edles Holz, weiches Leder und poliertes Aluminium, Materialien, die man gern berührt. Neuartige Leuchtflächen im Dachhimmel, in den Türverkleidungen und am Mitteltunnel sollen auch nachts eine wohnliche, gediegene Atmosphäre schaffen. Klar, dass der GST alles an Technik und Elektronik an Bord hat, was Forschung und Entwicklung hergeben: Farbbildschirme, Navigation, DVD und CD, Internet sowieso. Straßenkarten werden räumlich angezeigt, das Cockpit schimmert blau. Alle Schalter reagieren auf leichten Fingertipp. Das komplette Glasdach lässt sich per Knopfdruck elektrochromatisch abdunkeln. Hightech pur auch der Automatik-Wählhebel zwischen den Vordersitzen. Der walzenförmige Griff wird aus dem Handgelenk bedient. Sportlicher geht's mittels Tasten am Lenkrad.

Vier Personen sitzen auf Einzelsitzen, sämtlich in Holz und Leder gehalten, in alle Richtungen verstellbar und selbstverständlich mit integriertem Gurtsystem. Für Nummer fünf und sechs steht in der dritten Reihe eine Bank zur Verfügung. Müssen mal Fahrräder, Skier, Snowboard oder anderes Freizeitgerät mit, lässt sich das Gestühl umklappen oder ausbauen.

Airmatic für perfekten Komfort

Das Fahrwerk des GST stammt aus der S-Klasse. Dessen Luftfederung Airmatic soll für perfekten Komfort sorgen, sowohl auf wie auch abseits der Straße. Falls nötig, kommt hier der elektronisch gesteuerte Allradantrieb 4-EST aus der M-Klasse zum Einsatz. Gebremst wird elektrohydraulisch. Einziger Unterschied zum neuen SL, der das System erstmals bekam: Der GST hat Keramikbremsen. Den Insassenschutz perfektioniert Mercedes mit dem so genannten "Pre-Safe-System". Sensoren erkennen die drohende Kollision im Voraus und aktivieren die Gurtstraffer bereits kurz vor dem Aufprall.

Für zahlungskräftige Kunden, die sich bisher nicht so recht zwischen Van, S- und M-Klasse entscheiden konnten und am liebsten alle drei in der Garage stehen hätten, dürfte der GST (Preis: rund 75.000 Euro) wie gerufen kommen. Aus deren Sicht geradezu ein Schnäppchen.

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