Mercedes Unimog: Fahrbericht

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Mercedes Unimog U5023 (2014): Fahrbericht

— 15.08.2014

City-Tour im Unimog

Mercedes hat den Unimog modernisiert. Der Fahrbericht klärt, wie sich der neue U5023 in ungewohntem Terrain fährt – mitten in der Innenstadt!

Video: Mercedes Unimog (2014)

City-Tour im neuen Unimog

Niedlich, das kleine Eselchen. Das schlichte Piktogramm ist höchstens so groß wie eine Cent-Münze, trägt einen dicken Stapel Pakete auf dem Rücken und prangt auf der zweiten oberen Taste von links. Was das wohl soll? Da sitzt man in einem 900 Newtonmeter starken Mercedes, dirigiert rund sieben Tonnen Schwermetall durch die Hamburger Innenstadt und rätselt über ein gezeichnetes Muli. Dabei ist das kleine Symbol auf dem Schalter uralt – und eigentlich selbsterklärend. Die Taste steuert wie schon in vorangegangenen Generationen des Unimog (das steht übrigens für Universal-Motor-Gerät) auch in der neuesten Version die Arbeitsgänge. Sind die aktiviert, kann der Unimog nochmals schwerer ziehen, noch steilere Böschungen bewältigen.

Mitfahrt Mercedes Unimog U 527 Geräteträger

Die Lenkung arbeitet zwar unpräzise wie ein Dampfer-Ruder, dafür unerwartet leichtgängig.

Also alles logisch: Ein Esel buckelt, ein Unimog nach Druck auf die Taste ebenfalls. Wir dürfen das bereits ausgiebig ausprobieren, lassen den neuen U5023 ein bisschen in der City ackern. Viel zu tun gibt es für uns nicht. Die Lenkung arbeitet zwar unpräzise wie ein Dampfer-Ruder, dafür unerwartet leichtgängig. Das Getriebe sortiert die Gänge per Fingerschnipp oder automatisch (übrigens in der Folge drei, fünf und sechs in der Stadt), Kameras an Bug und Heck helfen beim Rangieren. Ganz schön modern für einen solchen Grobmotoriker. Die aktuelle Generation steht besonders zeitgemäß da, erfüllt nun die Euro-6-Abgasnorm.

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Ungewohntes Bild: Nur selten verirrt sich ein Unimog in die Innenstadt.

Kaum zu glauben, dass dieser rumpelige Vierzylinder-Riese (5,1 Liter Hubraum!) so rauchfrei malochen kann. Ansonsten bietet der U5023 dank geänderter Anordnung von Motor und Getriebe dem Fahrer mehr Platz und mehr Komfort. Also alles neu? Nicht ganz. Tief in seinem Inneren (besser gesagt: konzeptionell) ist der U noch ganz der Alte. Heißt: Ein echter Alleskönner, dank 90 km/h Spitzengeschwindigkeit voll autobahntauglich, dank recht kompakter Maße (nur sechs Meter Länge) in jedem schwierigen Winkel der Welt einsetzbar. Und: Als Ausführung "Hochgeländegängig" gibt er sich extrem klettertauglich und wühlfest.

Unimog – Zukunft trifft Vergangenheit

Allein die Wattiefe beträgt 1,20 Meter, Steigungen dürfen gerne mal 100 Prozent (!) betragen – der Unimog ächzt stoisch hindurch und hinauf. Gleich drei Differentialsperren sorgen dafür, dass die Kraft auch an jedem der 365er-Blockprofil-Reifen ankommt. Eine automatische Luftdruckanlage hilft, dass der Unimog auch im feinsten Tiefsand nicht stecken bleibt. Auf der Taste dazu ist übrigens ein platter Reifen abgebildet. Ein Kamel würde besser passen.
Noch mehr Trucks und Panzer: Schwermetall bei autobild.de

Autor: Jan Horn

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