Sitzprobe Mercedes V-ision e Concept

Mercedes V-ision e Concept: Sitzprobe Genf 2015

— 03.03.2015

Die verschärfte V-Klasse

In Genf gibt Mercedes einen Ausblick auf künftige Ausbaustufen der V-Klasse. Das Konzept kommt mit kräftigem Hybridantrieb, dezenten Spoilern und jeder Menge Luxus. Sitzprobe!

Video: Mercedes Vision e

Luxus V-Klasse in Genf 2015

Es wird nicht ruhig um die V-Klasse. Wer dachte, nach der Premiere im letzten Jahr, dem Allradmodell und dem Marco Polo fällt den Stuttgartern nichts mehr ein, der irrt. In Genf zeigt Mercedes, wie es mit der V-Klasse weitergehen könnte. Dazu gehört antriebstechnisch ein Plug-in-Hybride, mit dem der Van unter drei Litern verbrauchen soll und eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern bewerkstelligen könnte. Doch am beachtlichsten ist der enorme Leistungszuwachs für die V-Klasse. Mit einer Systemleistung von 333 PS und 600 Nm übertrifft das Konzept das aktuelle Topmodell, den V 250 mit seinen 190 PS und 440 Nm, deutlich. Die Kombination von Benziner und E-Motor hätte laut Mercedes das Zeug dazu, den Kleinbus in 6,1 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und mit bis zu 206 km/h über die Autobahn fegen zu lassen.
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Ausblick auf AMG Line

Mit aerodynamischen Anbauteilen hält Mercedes den V-ision am Boden – und deutet eine AMG-Version an.

Damit die Power das 1,88 Meter hohe Fahrzeug  nicht aus der Spur wirft, hat Mercedes mit einem dezenten aerodynamischen Paket nachgeholfen. Am Heck soll ein Dach-Spoiler für mehr Abtrieb sorgen. Dazu kommt ein Diffusor, Seitenschweller und eine Spoilerlippe an der Front. Optisch unterscheidet sich das Konzept durch eine durchsichtige Rücklichtblende, Querstreben in den vorderen Kühleröffnungen und einer Doppelfinne in der Wagenfarbe Designo Titanium Alubeam. Das Sportfahrwerk und die 20 Zoll großen Felgen runden das dynamische Exterieur-Paket ab. Dabei wirkt keine der Veränderungen peinlich oder übertrieben. Sollte es jemals eine AMG-Line für die V-Klasse geben, dann würde sie wohl so aussehen.
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Ein Stück Maybach im Cockpit

Hier ist die Blue Jeans tabu: Das weiße Leder der Studie dürfte die falsche Kleiderwahl nicht verzeihen.

Im Cockpit sollte man nicht gerade mit der neuen blauen Jeanshose Platz nehmen, weil alles mit edlem weißem Leder bezogen ist. Auch Türverkleidung, Armaturenträger und Lenkrad sind mit hellem Alcantara bespannt. Das sieht zwar im Kontrast zu den Armaturen in Aluminium-Optik schick aus, hat aber sicherlich keinen Nutzwert – aber bei einer Studie ist das erlaubt! Neu ist die Mittelkonsole mit Multimedia-Box und Mini-Kühlschrank. Die gesamte Konstruktion ist viel praktischer als die ansonsten mit den Sitzen verbundenen Auflagen. Während in der V-Klasse der USB-Anschluss zu weit unterhalb der Mittelkonsole sitzt, ist beim Vision-e das Handy schnell gekoppelt: die breite Armauflage aufklappen, einstöpseln, fertig. Hinter der Box sind Thermo-Cupholder, die je nach Bedarf kühlen oder wärmen. Das haben wir zuletzt im neuen Maybach gesehen. Und zeigt, wie sich auch andere Modelle außer der S-Klasse optional aufwerten lassen.

Eine App hat alles im Griff

Da schläft der Chef: Im Fond der V-Klasse gibt es jeden erdenklichen Luxus – für superbequemes Reisen.

Wellness-Feeling á la Maybach kommt auch im Fond mit den Executive-Sitzen auf. Ähnlich wie in der S-Klasse lassen sich die bequemen Sessel mit Waden- und Fußauflagen zu Liegen umwandeln. Ein weiterer Knopfdruck genügt und die Massagefunktion ist aktiviert. Aber Knöpfedrücken ist von gestern! Mit einer neuen App von Mercedes lässt sich das gesamte Interieur bedienen. Auf einem iPad werden alle Informationen und Funktionen angezeigt. Richtet man das Tablet beispielsweise auf den Sitz, erscheint die Option, per Touchscreen alle Einstellungen vorzunehmen. Das gleiche gilt für das riesige Panoramadach. Mit einer Fläche von 2,14 Quadratmetern sucht es seinesgleichen im Van-Segment. Manuell per Schalter im Himmel oder über die App öffnen oder schließen die Glasflächen, die sich auch abdunkeln lassen. Sollte man das iPad mit der hilfreichen App gerade nicht brauchen, kann es auf einem ausklappbaren mit Nappaleder bezogenen Tisch abgelegt werden oder es wandert in die Dockingstation hinter Fahrer- und Beifahrersitz. Wer dort lieber sein Jackett hinhängt, kann die iPad-Halterung mit zwei Handgriffen gegen einen Kleiderbügel tauschen.
Robin Hornig

Fazit

Gewieft von Mercedes, jetzt noch schnell diese Luxus-V-Klasse zum Genfer Autosalon zu schieben. Denn danach will Volkswagen seinen neuen T6 präsentieren. Die Stuttgarter zeigen mit dem V-ision e allerdings, dass ihr Van noch deutlich mehr zu bieten hat, als bisher angenommen.

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