Mercedes Vision S 500 Plug-in Hybrid auf der IAA 2009 — 10.09.2009

S wird zum Dreiliter-Auto

Kaum zu glauben, dass so ein Dickschiff mit nur 3,2 Litern Sprit auskommt. Die IAA-Studie Mercedes Vision S 500 mit Plug-in-Hybrid lädt auch an der Steckdose – in weniger als 60 Minuten. Serienreife? Frühestens 2013.

S-Klasse fahren zum Kleinwagentarif? Beim Verbrauch soll das in naher Zukunft möglich sein. Vier, fünf Jahre dürfte es noch dauern, bis aus der IAA-Vision Realität wird. Doch dann wäre der S 500 Plug-in-Hybrid der erste Luxus-Daimler, bei dem der Spritkonsum in Litern kleiner als der Hubraum ist. 3,2 Liter versprechen die Stuttgarter im Schnitt. Das entspricht 74 Gramm CO2 pro Kilometer – 14 Gramm weniger als beim aktuellen Diesel-Smart! Möglich macht diesen Rekordwert der genormte Prüfzyklus, in dem ohne Steigungen und vorwiegend mit mäßigem Tempo gefahren wird. Unter solchen Bedingungen trumpft das Hybridsystem voll auf, denn 30 Kilometer rollt der dicke Dampfer rein elektrisch – und damit völlig ohne Emissionen. Bis Tempo 70 hat der 3,5-Liter-Benziner Pause – so lange jedenfalls weder Berge noch ein flotter Überholvorgang dazwischenkommen. Für den Rest reichen die 250 Newtonmeter des Elektromotors. Mit 60 PS ist dieser dreimal so stark wie der Stromer im schon erhältlichen S 400 Hybrid, der dort jedoch nie solo läuft.

Hier geht es zur Sonderseite IAA 2009

Zukunftsmusik: Zu kaufen gibt's den Steckdosen-Hybriden frühestens 2013 im Nachfolger der aktuellen S-Klasse.

Der Lithium-Ionen-Akku der IAA-Studie kann mit zehn Kilowattstunden mehr als zehn mal so viel Strom bunkern wie die S-400-Batterie. Deshalb passt er auch nicht in den Motorraum, sondern musste ins Gepäckabteil umziehen, das um 190 auf 370 Liter schrumpft. Bis zum Serienstart soll der Akku allerdings noch kleiner werden. Plug-in heißt der Motoren-Mischling, weil sich die Batterie nicht nur per bordeigenem Generator laden lässt, sondern auch an der Steckdose. Das dauert 4,5 Stunden. Eine Schnellladestation füllt den Speicher aber auch in weniger als 60 Minuten wieder auf. Auch sonst ist die S(par)-Klasse von der schnellen Sorte: Wenn Benziner und E-Motor zusammenarbeiten, spurtet der Zweitonner in 5,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Hoffentlich drückt Daimler bei der Entwicklung des Serienmodells genauso auf das Tempo.

Technische Daten Mercedes Vision S 500 Plug-in Hybrid V6-Benzinmotor, vorn längs • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 3498 cm³ • Leistung und Drehmoment: k. A. • Elektromotor • Leistung 44 kW (60 PS) • Drehmoment 250 Nm • Siebenstufenautomatik • Hinterradantrieb • Verbrauch EU-Mix 3,2 l Super/100 km • CO2 74 g/km • Vmax 250 km/h • 0–100 km/h in 5,5 s • Tankinhalt 80 Liter

Social Media

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Kommentare zum Artikel (4)

Erstellt

Inhalt

Funktion

viri
10.02.2010, 15:39Uhr

Ich finde das ist keine schlechte Idee und auserdem stimmt der Verbrauchswert größtenteils mit der Realität überein denn Mercedes-Benz ist der Autohersteller der die Realitätsnahesten Werte angibt und eine Vorreiter-rolle hat der Wagen jetzt schon den in der Oberklasse gibt es bis jetzt nur wenige Hybrid-Autos.

supernova
11.09.2009, 14:18Uhr

Liebe Daimler-Ingenieure,

super Leistung! nur 3,2 Liter/100km nach NEFZ! - und das bei einem Fahrzeug dieser Klasse! Ganz große Klasse!
Zur IAA 2011 passt Ihr dann den Antrieb so an, dass der Benzinmotor erst bei 120 km/h anspringt. Macht dann nach dem europäischen Fahrzyklus 0,0 Liter/100km - vorausgesetzt Ihr schafft es bis dahin, dass der Akku die vollen 1180 Sekunden durchhält.
Dann kann Euch keiner vorwerfen Ihr hättet Eure Hausaufgaben nicht gemacht.
Oh Mann, da fällt einem wirklich nichts mehr ein...

Lukas
11.09.2009, 10:43Uhr

Ein schwacher Artikel, der wie ein schönreden von Mercedes klingt. Aber ist hier ja nichts neues, alles wird aufgebaut. Laaaangweilig

dave
11.09.2009, 09:41Uhr

Ist ja an für sich keine neue Idee. Aber wenn sie wirklich so effizient umgesetzt werden sollte ist der Wagen ein guter Technologieträger. Ich bezweifle die 3,2 Liter das ist wirklich nur ein Wert unter Laborbedingungen! Sollten doch eher 5-6 Liter werden, aber der Wert wäre für ein solches Auto auch nicht schlecht. Schade nur, dass Mercedes keine aufregenden Studien mit der Technologie bestückt, sondern meist nur Serienmodelle auf die Ausstellungen stellt in den letzten 2 Jahren.

Seite 1

Kommentar verfassen

Hinweis: Die mit einem Sternchen* versehenden Felder sind Pflichtfelder
Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Mercedes-Benz Gebrauchtwagen-Angebote

Mercedes-Benz

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige